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Nachrichten

25.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der mutmaßliche Attentäter von Norwegen wird an diesem Montag dem Haftrichter vorgeführt. Der 32-jährige Anders Breivik hatte in ersten Vernehmungen zugegeben, für die Anschläge in der Hauptstadt Oslo und auf der Ferieninsel Utøya verantwortlich zu sein. Bei dem Haftprüfungstermin wolle er öffentlich Stellung zu seinen Taten nehmen. Allein auf Utøya hatte er mindestens 86 Menschen erschossen. Zuvor waren durch eine von ihm gelegte Autobombe im Osloer Regierungsviertel mindestens sieben Menschen getötet worden. Nach einem Bericht der "Hamburger Morgenpost" hatte der Attentäter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Politiker der SPD, der Grünen und der Linkspartei im Visier. Der Verfassungsschutz bestätigte dem Blatt, dass er in dieser Sache ermittle. Die Attentate haben zudem die Debatte um die innere Sicherheit neu angefacht. Der CSU-Innenpolitiker Hans Peter Uhl plädierte in der "Passauer Neuen Presse" für die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Wittaut, forderte die Einführung einer Datei auffälliger Personen.

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Trotz des immer näher rückenden technischen Staatsbankrotts der USA haben sich Demokraten und Republikaner noch nicht auf einen Plan zur Erhöhung der Schuldenobergrenze verständigt. Damit scheiterte ein weiterer Versuch beider Seiten, noch vor der Eröffnung der Börsen an diesem Montag eine Einigung zu erzielen, um die Märkte zu beruhigen. Der republikanische Präsident des US-Repräsentantenhauses, John Boehner, hatte die Abgeordneten seiner Partei zum Kompromiss aufgefordert. Auch der demokratische Finanzminister Timothy Geithner mahnte rasche Fortschritte an. - Während die Republikaner als Bedingung für die Erhöhung der Schuldengrenze drastische Haushaltseinsparungen fordern, wollen US-Präsident Barack Obama und seine Demokraten auch die Steuern für wohlhabende US-Bürger erhöhen. Wenn der US-Kongress die Anhebung der gesetzlich festgeschriebenen Schuldengrenze von 14,3 Billionen Dollar nicht vor dem 2. August beschließt, droht den USA die Zahlungsunfähigkeit.

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Im Irak haben die Sicherheitskräfte eine Zelle von Al Kaida zerschlagen und 16 mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerkes festgenommen. Sie seien für die Ermordung von mehr als hundert Menschen in Bagdad verantwortlich, darunter auch Politiker, teilten die Behörden in der irakischen Hauptstadt mit. Kräfte der Anti-Terror-Polizei hätten bei der Aktion auch das wichtigste Waffenversteck der Al-Kaida-Zelle und eine Werkstatt zum Bombenbau entdeckt.

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Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika kommen an diesem Montag in Rom Vertreter der Vereinten Nationen, von Regierungen und Hilfsorganisationen zu einem Krisentreffen zusammen. Es soll beraten werden, wie den rund zwölf Millionen vom Hungertod bedrohten Menschen geholfen werden kann. Zehntausende sind nach UN-Angaben bereits gestorben. Ausgelöst wurde die Hungerkatastrophe durch die schlimmste Dürre in der Region seit 60 Jahren. Besonders prekär ist die Situation in Somalia, aber auch Äthiopien, Kenia, Uganda, Dschibuti und der Sudan sind betroffen.

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Vertreter von Malaysia und Australien haben in Kuala Lumpur ein Abkommen geschlossen, das einen Austausch von Flüchtlingen vorsieht. Demnach kann Australien in den kommenden vier Jahren 800 Asylbewerber nach Malaysia abschieben. Im Gegenzug verpflichtet sich das Land dazu, 4.000 in Malaysia registrierte Flüchtlinge aufzunehmen. Das Abkommen hat vor allem den Zweck, Flüchtlinge von der gefährlichen Überfahrt nach Australien abzuschrecken und damit auch Menschenhändlern das Handwerk zu legen. Als die Einigung im Mai bekannt geworden war, gab es dennoch scharfe Kritik von Menschenrechtsverbänden und den Vereinten Nationen. Sie monierten unter anderem, dass Canberra Kinder auch ohne ihre Eltern nach Malaysia zurückschicken will. Zudem wurde auf die verheerenden Zustände in den dortigen Flüchtlingslagern hingewiesen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst viele Wolken und besonders in der Nordhälfte sowie in der Mitte leichter Regen. Im Tagesverlauf dann vielerorts Auflockerungen und nur noch einzelne Schauer. Temperaturen 15 bis 22 Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag wolkig mit Auflockerungen, nach Westen hin gelegentlich etwas Regen. 19 bis 22 Grad.

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