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Nachrichten

25.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Auf dem Sonderparteitag der Grünen in Berlin haben die Vorsitzende Claudia Roth und Fraktionschef Jürgen Trittin für die Zustimmung zum schwarz-gelben Atomausstiegs-Gesetz geworben. Vor mehreren hundert Delegierten verwies Roth darauf, dass der von Schwarz-Gelb vorgelegte Ausstiegsplan einige Verbesserungen des früheren rot-grünen Atomkonsens' beinhalte - darunter die konkreten Ausstiegsdaten für alle Atomkraftwerke. Trittin betonte, viele grüne Punkte seien in den Gesetzesentwurf eingeflossen. Als Gastredner sprach sich der ehemalige CDU-Umweltminister Klaus Töpfer für einen Atomausstieg aus, der von allen Parteien getragen wird. Eine klare Absage gegen die Pläne kam hingegen von der Grünen-Jugend. Deren Sprecherin Gesine Agena erklärte, der einzig akzeptable Termin für den Atomausstieg wäre 2017. Der Regierungsentwurf sieht hingegen das Jahr 2022 vor. - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bei der Abstimmung über das Atomgesetz im Bundestag am kommenden Donnerstag nicht auf die Stimmen der oppositionellen Grünen angewiesen. Viele Grüne wollen aber nach jahrelangem Kampf gegen die Atomkraft den Erfolg des Ausstiegsgesetzes nicht CDU/CSU und FDP überlassen.

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Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Krankenhaus in Afghanistan sind möglicherweise bis zu 60 Menschen getötet worden. Diese Angaben machte ein Sprecher der Provinzregierung von Logar. Bei den Opfern handele es sich um Patienten des Krankenhauses sowie Mitarbeiter und Besucher. Der Attentäter soll ein mit Sprengstoff beladenes Auto gezündet haben. Durch die Wucht der Detonation wurde das gesamte Krankenhaus zerstört. Dieser unmenschliche Akt sei beispiellos in der Geschichte des gewaltreichen Konflikts in Afghanistan, hieß es einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Es war das schwerste Attentat in Afghanistan seit Anfang Juli 2008, als mehr als 60 Menschen bei einem Anschlag auf die indische Botschaft in Kabul starben. – Die radikalislamischen Taliban bestritten jede Verwicklung in den Anschlag. Sie würden keine Krankenhäuser angreifen, sagte ein Taliban-Sprecher.

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Die syrische Armee ist nach Angaben eines Menschenrechtlers in ein weiteres Dorf nahe der türkischen Grenze vorgerückt. Mit Panzern und Truppentransportern seien die Streitkräfte nach El Nadschia zwischen der Hafenstadt Lattakia und der Protesthochburg Dschisr el Schugur eingedrungen, sagte der Chef der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Als Reaktion auf die Protestbewegung hatten die syrischen Streitkräfte bereits verschiedene Dörfer in der nordwestlichen Provinz Idleb eingenommen, woraufhin tausende Menschen in die benachbarte Türkei geflohen waren. Nach Angaben von syrischen Aktivisten verhinderten in Kiswa bei Damaskus Panzer einen Begräbniszug für vier Demonstranten, die am Freitag von Sicherheitskräften getötet worden waren. Die Angehörigen mussten ihre Opfer ohne die üblichen Trauerprozessionen begraben. - Trauerzüge für getötete Demonstranten entwickeln sich in Syrien häufig zu Protesten gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Konfliktparteien im Jemen eindringlich zum politischen Dialog aufgerufen. Über die anhaltende Gewalt in dem arabischen Land zeigte sich das höchste UN-Gremium - so wörtlich - "zutiefst besorgt". Kommende Woche sollen UN-Experten in den Jemen reisen, um die Lage dort zu sondieren. Bei Protesten gegen Präsident Ali Abdullah Saleh sollen in den vergangenen Monaten mindestens 200 Menschen getötet worden sein. Saleh selbst war Anfang Juni bei einem Anschlag verletzt worden. Seitdem befindet er sich zur medizinischen Behandlung in Saudi-Arabien.

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Als erster nordafrikanischer Staat erkennt Tunesien den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an. Der Botschafter des Landes bei den Vereinten Nationen übergab dazu am UN-Sitz in New York die erforderlichen Dokumente. Tunesien, das sich nach dem politischen Umsturz zu Beginn des Jahres in einer Phase der politischen Erneuerung befindet, ist damit der 116. Unterzeichnerstaat des sogenannten Rom-Statuts, auf dessen Grundlage der Strafgerichtshof arbeitet. In der kommenden Woche will Tunesien auch die Menschenrechtskonvention und die Antifolterkonvention der Vereinten Nationen unterzeichnen, wie der UN-Botschafter weiter mitteilte.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit Regenschauern. Im Nordosten sowie am Oberrhein vermehrt Aufheiterungen und meist trocken. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 16 Grad in der Kieler Bucht und 25 Grad im Breisgau. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag vielfach freundlich bei Maximaltemperaturen von 20 bis 31 Grad. Am Montag und Dienstag viel Sonnenschein und hochsommerlich warm mit Höchstwerten zwischen 25 und 36 Grad.

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