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Nachrichten

25.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Frankreichs neuer Präsident Francois Hollande ist zu einem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. Hollande wolle mit seinem afghanischen Kollegen Hamid Karsai und den im Lande stationierten französischen Soldaten über den von ihm geplanten vorzeitigen Abzug der französischen Kampftruppe sprechen, teilte sein Büro mit. Hollande hatte sein Wahlkampfversprechen, bis Ende dieses Jahres alle französischen Soldaten nach Hause zu holen, auf dem NATO-Gipfel am vergangenen Wochenende bekräftigt. Der von der NATO beschlossene Fahrplan zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen sieht dagegen einen Abzug aller Kampftruppen bis Ende 2014 vor. Hollande wird unter anderem von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Diran, Außenminister Laurent Fabius und Generalstabschef Edouard Guillrad begleitet. Derzeit sind rund 3500 französische Soldaten in Afghanistan stationiert.

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In Deutschland knüpfen die Oppositionsparteien SPD und Grüne ihre Zustimmung zum europäischen Fiskalpakt nach wie vor an Bedingungen. Spitzenvertreter beider Parteien sagten nach einem Treffen der Partei- und Fraktionschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Voraussetzung sei, dass der Fiskalpakt um ein Wachstums- und Investitionspaket ergänzt werde. Politiker des Regierungslagers kündigten inzwischen entsprechende Vorschläge an. Merkel, die sich innerhalb der Europäischen Union vehement für den Fiskalpakt eingesetzt hat, ist im eigenen Land auf die Zustimmung der Opposition angewiesen, weil der Pakt sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit beschlossen werden muss. Bei dem Treffen hatte sie versucht, die Widerstände gegen das Projekt beiseite zu räumen. Ein weiteres Gespräch am 13. Juni soll nun endgültig Klarheit bringen.

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Der deutsche Bundestag stimmt über die Neuregelung der Organspende ab. Eine breite Mehrheit zur Einführung der sogenannten Entscheidungslösung gilt als sicher. Danach sollen die Bürger von ihren Krankenversicherungen in regelmäßigen Abständen zu einer freiwilligen Entscheidung aufgefordert werden, ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen oder nicht. Strittig ist ein weiterer Gesetzentwurf der schwarz-gelben Koalition zur Festlegung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei Organspenden. Hier wollen Grüne und Linkspartei ihre Zustimmung verweigern, weil ihnen die Regeln für die Transparenz beim Ablauf der Transplantation nicht weit genug gehen.

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Die zweitägigen Gespräche über das iranische Atomprogramm in Bagdad sind ohne Einigung zu Ende gegangen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte, die Gespräche zwischen den UN-Vetomächten, Deutschland und dem Iran würden am 18. und 19. Juni in Moskau fortgesetzt. Ashton sprach von deutlichen Meinungsverschiedenheiten. Die iranische Führung habe aber zumindest zugestimmt, über die umstrittene Urananreicherung zu sprechen. Der iranische Unterhändler Said Dschalili beharrte auf dem Recht seines Landes, Uran anzureichern. - Bundesaußenminister Guido Westerwelle bot dem Iran unterdessen technologische Hilfe bei der zivilen Nutzung der Atomenergie an. Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, unter dem Vorwand eines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Friedensplan des Sondergesandten Kofi Annan als einzige Option für eine Befriedung Syriens bezeichnet. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN sagte Ban, derzeit habe man "keinen Plan B". Annan hatte in seinem Friedensplan eine vollständige Einstellung der Gewalt gefordert. Die Entsendung von UN-Beobachtern habe zwar einen gewissen Effekt gehabt, aber die Kämpfe gingen weiter, beklagte Ban. Für ein Ende der Gewalt sei ein "starker politischer Wille" des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die volle Kooperation der Regierungsgegner notwendig.

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