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Nachrichten

25.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans Grimsvötn sind Teile des Luftraums über Norddeutschland gesperrt worden. Seit dem Morgen dürfen auf den Flughäfen Hamburg, Bremen und Lübeck keine Maschinen mehr starten oder landen. Zudem ist es laut Deutscher Flugsicherung möglich, dass auch die Berliner Airports Tegel und Schönefeld den Betrieb einstellen müssen. Für Hannover sei dagegen bislang keine Prognose möglich. Noch ist unklar, wie lange die Schließungen gelten sollen. Reisenden wurde empfohlen, ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren. - Wegen der Aschewolke des Grimsvötn mussten am Dienstag schon rund 500 Flüge abgesagt werden. Vor allem Verbindungen von und nach Nordengland, Schottland und Nordirland waren betroffen. Auch in Dänemark und Norwegen kam es zu Beeinträchtigungen. Der Grimsvötn, der aktivste Vulkan Islands, war am Samstag ausgebrochen. Experten zufolge scheint der Ausbruch inzwischen aber abzuklingen.

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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat die durch den EHEC-Erreger ausgelöste Krankheitswelle als bedrohlich bezeichnet. Die Ursache sei immer noch ungeklärt, weitere Fälle der lebensgefährlichen bakteriellen Darminfektion könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte die CSU-Politikerin im deutschen Fernsehen. An diesem Mittwoch wird sich auch der Gesundheitsausschuss des Bundestages mit den EHEC-Infektionen befassen. Bisher starb eine 83-jährige Frau in Schleswig-Holstein nachweislich an den Folgen der Krankheit, zwei weitere Todesfälle werden mit dem EHEC-Erreger in Verbindung gebracht. Umfragen zufolge gibt es in Deutschland insgesamt mehr als 460 bestätigte EHEC-Erkrankungen oder Verdachtsfälle. Die Krankheit geht mit Durchfall, Erbrechen und Übelkeit einher und kann zu Nierenversagen und Blutarmut führen.

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Aus Sorge vor steigenden Preisen sitzt bei den Verbrauchern in Deutschland das Geld nicht mehr so locker wie noch vor einigen Monaten. Vor allem steigende Öl- und Lebensmittelpreise hätten im Mai die Konsumlaune vieler Bundesbürger leicht eingetrübt, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg mit. Selbst der kräftige Konjunkturaufschwung habe daran nichts ändern können. Belastet hätten das Konsumklima auch die Schuldenkrise in Griechenland und die Umbrüche in Nordafrika, hieß es weiter. Der entsprechende GfK-Index fiel von 5,9 Punkten im April auf 5,7 im Mai. Für Juni rechnen die Forscher mit einem weiteren Rückgang.

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Die Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor beiden Kammern des US-Kongresses ist bei den Palästinensern auf scharfe Kritik gestoßen. Chefunterhändler Saeb Erekat sagte, Netanjahu sei kein Mann des Friedens. Er habe nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit gewählt. Ihm seien Siedlungen wichtiger als Frieden. Die im Gazastreifen herrschende Hamas warf Netanjahu fehlendes Interesse am Friedensprozess vor. Er habe dem palästinensischen Volk "unmögliche Bedingungen gestellt". Netanjahu hatte in seiner Rede erstmals die Bereitschaft signalisiert, im Westjordanland einzelne Siedlungen zu räumen. Zugleich betonte er, Israel werde einer Teilung Jerusalems und einer Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge niemals zustimmen. Zudem lehnte er eine Rückkehr Israels zu den Grenzen vor dem Sechstagekrieg von 1967 ab, weil diese nicht zu verteidigen seien. In dem Krieg hatte Israel das Westjordanland, den Gazastreifen, die Golanhöhen und Ostjerusalem besetzt.

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Die NATO hat ihre Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis laut Medienberichten fortgesetzt. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira meldete, wurde die Stadt am späten Abend von mehreren schweren Explosionen erschüttert. Ziel der Angriffe sei offenbar die Umgebung der Residenz von Machthaber Muammar al-Gaddafi im Zentrum gewesen. Auch in einem etwa zwei Kilometer entfernten Hotel, in dem zahlreiche ausländische Journalisten untergebracht sind, sollen die Detonationen zu spüren gewesen sein. ***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielerorts sonnig und trocken, nordöstlich der Elbe ein paar Wolken, aber auch hier niederschlagsfrei. Am Alpenrand im Tagesverlauf leichte Schauer- und Gewitterneigung. Höchstwerte 14 bis 24 Grad.

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