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Nachrichten

25.04.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die NATO hat bei ihren verstärkten Luftangriffen auf die libysche Hauptstadt Tripolis auch den von Machthaber Muammar Gaddafi benutzten Militär- und Regierungskomplex getroffen. Augenzeugen berichteten von schwer beschädigten Konferenzgebäuden im Bezirk Bab el Asisija. Wo sich Gaddafi zum Zeitpunkt des Angriffes aufhielt, ist nicht bekannt. Ein Regierungssprecher verurteilte den Angriff als Versuch, den Machthaber gezielt zu töten. Etwa 15 Menschen seien schwer verletzt worden. Auch auf Ziele im umkämpften westlibyschen Misrata wurden Angriffe von NATO-Maschinen geflogen. Durch den anhaltenden Beschuss von Gaddafi-Truppen waren in der drittgrößten Stadt des Landes zuletzt mindestens 16 Menschen getötet worden. Misrata liegt etwa 200 Kilometer östlich von Tripolis und ist derzeit nur auf dem Seeweg zu erreichen. Die Versorgungslage gilt als sehr schlecht. Tausende afrikanische Gastarbeiter, viele verletzte Rebellenkämpfer und Zivilisten wurden mittlerweile mit Schiffen in Sicherheit gebracht.

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Zur Unterdrückung der anhaltenden Massenproteste gegen Staatschef Baschir el Assad sind in der südsyrischen Stadt Daraa nach übereinstimmenden Augenzeugenberichten mehrere tausend Soldaten unter dem Schutz von Panzerfahrzeugen eingerückt. Schon kurz nach deren Ankunft seien Schusswechsel zu hören gewesen, heißt es. Berichtet wird von Hausdurchsuchungen und bislang mindestens fünf Toten bei der Militäraktion. Die syrische Protestbewegung hatte vor sechs Wochen in Daraa mit Demonstrationen für demokratische Reformen begonnen und sich von dort ausgebreitet. Die Führung in Damaskus stellt die Kundgebungen gegen Präsident Baschir el Assad als Angriff krimineller Banden auf die Sicherheitskräfte dar. Bei den Straßenkämpfen sind im ganzen Land bislang etwa 350 Menschen getötet worden, mehr als einhundert allein in den vergangenen drei Tagen.

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Durch einen Fluchttunnel sind aus einem Gefängnis in der südafghanischen Stadt Kandahar mehr als 500 Häftlinge ausgebrochen. Die meisten von ihnen seien Mitglieder der radikal-islamischen Taliban, unter ihnen auch mehrere Anführer, sagte der Direktor der Haftanstalt. Nach seinen Angaben hatte der Tunnel eine Länge von fast vierhundert Metern und reichte von der südlichen Außenmauer bis ins Gefängnis-Innere. Bereits im Jahre 2008 hatten die Taliban viele Anhänger aus derselben Haftanstalt befreit, nachdem sie ein Tor gesprengt hatten. Die Provinz Kandahar liegt an der Grenze zu Pakistan und gilt als Hochburg der moslemischen Extremisten. Trotz mehrerer Militäroffensiven von NATO-Soldaten gegen die Aufständischen nahmen die Gewalttaten in der Provinz in den vergangenen Monaten noch einmal zu.

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Der Mitte Februar gestürzte ägyptische Staatschef Hosni Mubarak soll in ein Militärkrankenhaus verlegt werden. Generalstaatsanwalt Abdel-Maguid Mahmud teilte in Kairo mit, der Gesundheitszustand des 82-Jährigen sei bei entsprechender Behandlung ausreichend stabil. Damit könne er die Zivilklinik im Badeort Scharm el Scheich verlassen. Mubarak war mit Herzproblemen in das Krankenhaus gebracht worden, als er wie seine beiden Söhne Gamal und Alaa am 13. April in Untersuchungshaft genommen werden sollte. Dem Ex-Präsidenten wird Amtsmissbrauch vorgeworfen. Zudem wird gegen alle drei wegen des gewaltsamen Vorgehens der Staatsmacht gegen Regierungsgegner ermittelt. Bei den wochenlangen Protesten in Ägypten waren laut offiziellen Angaben 846 Menschen getötet worden.

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In Japan hat eine weitere große Suchaktion nach tausenden noch immer vermissten Opfern des verheerenden Erdbebens und der anschließenden Flutwelle vor einem Monat begonnen. Rund 25.000 Soldaten kontrollieren dazu die von der Naturkatastrophe betroffene Nordostküste des Landes. Dutzende Schiffe und Flugzeuge sind im Einsatz. Taucher suchen bis zu 20 Kilometern vor der Küste nach Leichen im Meer. Nach der Naturkatastrophe vom 11. März gelten noch immer rund 12.000 Personen als vermisst. Nach Schätzungen kamen bis zu 26.000 Menschen ums Leben.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Norden recht sonnig, nachmittags einzelne Quellwolken. Im Osten und Ostbayern vermehrt Wolken und aufkommende Schauer, örtlich auch Gewitter. Höchstwerte zwischen 15 und 25 Grad, an der Ostsee nur wenig über zehn Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Nordwesten und Norden recht freundlich. Sonst wechselnd bewölkt und gelegentlich heftige Regenschauer. Es wird kühler.

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