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Nachrichten

25.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:06

Nachrichten von Dienstag, 25. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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US-Präsident Barack Obama will die massenweise Speicherung von Daten über Telefongespräche durch den Geheimdienst NSA beenden. Stattdessen sollen künftig die Telefonfirmen selbst diese Daten für den üblichen Zeitraum vorhalten. Folgt der Kongress Obamas Vorschlag, würde die Regierung die bislang praktizierte Sammlung von Rahmendaten von Millionen von Telefonaten in den USA einstellen, sagte ein Regierungsmitarbeiter am Montag. Laut "New York Times" müsste etwa im Falle eines Terrorismus-Verdachts eine Erlaubnis von der Aufsichtsbehörde für den Geheimdienst (Foreign Intelligence Surveillance Court) eingeholt werden, wenn man entsprechende Metadaten - etwa Zeit, Nummern und Dauer eines Anrufs - einsehen will.

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Die Gruppe der führenden Industrienationen hat als Reaktion auf die Annexion der ukrainischen Krim durch Russland den für Juni geplanten Gipfel der G8 in Sotschi abgesagt. Stattdessen will sich die Siebener-Runde ohne Russland im Juni in Brüssel treffen. In der niederländischen Stadt Den Haag hatten sich die Staats- und Regierungschefs der G7 - USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada - am Rande des Weltgipfels zur Atomsicherheit zu Beratungen getroffen. Dabei verurteilten sie die Annexion der Krim und warfen Moskau einen Verstoß gegen geltendes Recht vor. Die G7 drohten Russland mit härteren Sanktionen, sollte die Regierung in Moskau den Ukraine-Konflikt weiter anheizen. Verhandlungen als G8-Gruppe werde es erst wieder geben, wenn Russland seinen Kurs ändere und das Umfeld wieder für eine sinnvolle Diskussion bereit sei, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Russlands Außenminister Sergej Lawrow reagierte gelassen. Es gebe andere Gruppierungen wie die G20, um wichtige Fragen zu diskutieren.

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Die 529 in einem Massenprozess gegen Islamisten in Ägypten verhängten Todesurteile haben international heftige Kritik ausgelöst. Todesstrafen seien durch nichts zu rechtfertigen, erklärte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel. Aus dem US-Außenministerium hieß es, es widerspreche jeder Logik, eine faire Beurteilung von Beweisen und Aussagen gemäß internationalen Standards in einem zweitägigen Verfahren mit so vielen Angeklagten zu bewerkstelligen. Menschenrechtsorganisationen sprechen von einem Skandalurteil. Ein Gericht im oberägyptischen Minia hatte die Islamisten verurteilt, weil sie gemordet und bei gewalttätigen Protesten mitgemacht haben sollen. An dem Prozess nahmen nur 135 der Angeklagten teil, gegen den Rest wurde in Abwesenheit verhandelt. Unter ihnen sind zahlreiche Führungsmitglieder der inzwischen verbotenen Muslimbruderschaft. In Minia findet an diesem Dienstag ein weiterer Massenprozess gegen rund 600 Personen statt. Unter ihnen ist auch das Oberhaupt der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie.

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Der Absturz der seit mehr als zwei Wochen verschollenen Boeing der Malaysia-Airlines steht für die Regierung in Kuala Lumpur fest. China äußert allerdings Skepsis und verlangt handfeste Beweise. Vizeaußenminister Xie Hangsheng verlangte bei einem Treffen mit dem malaysischen Botschafter in Peking, Iskandar Bin Sarudin, die Satellitenbilder herauszugeben, die nach malaysischen Regierungsangaben einen Absturz des vermissten Fluges MH370 belegen. Bislang konnte noch kein Wrackteil geborgen werden. Wegen starker Stürme wurde die Suche zunächst unterbrochen. Wieso das Flugzeug mit 239 Insassen, darunter mehr als 150 Chinesen, so weit vom Kurs abwich, ist weiterhin rätselhaft. Malaysias Regierungschef Najib Razak hatte am Montag bekanntgegeben, das Flugzeug müsse in den südlichen Indischen Ozean gestürzt sein. Dies habe die Analyse neuer Satellitenbilder ergeben.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor den Gefahren der Luftverschmutzung. Allein im Jahr 2012 seien an den Folgen von verdreckter Luft weltweit rund sieben Millionen Menschen gestorben, heißt es in einer neuen in Genf veröffentlichten WHO-Studie. Die meisten Todesfälle durch Luftverschmutzung gab es demnach in Asien. In China, Japan, Südkorea, Indien, Indonesien und auf den Philippinen seien 2012 insgesamt 5,9 Millionen Todesfälle gezählt worden. Das Einatmen verschmutzter Luft verursacht laut der Untersuchung Herz- und Atemwegserkrankungen, Krebs und Lungenentzündungen, aber auch Schlaganfälle. Hauptursachen für die Luftverschmutzung sind die Industrie, Abfälle und Autoabgase, aber auch das Kochen und Heizen mit Holz oder Kohle.

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