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Nachrichten

25.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im Saarland wird heute ein neuer Landtag gewählt. Rund 800.000 Bürger sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Erwartet wird eine knappe Entscheidung zwischen der regierenden CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und der oppositionellen SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Heiko Maas. Beide Parteien haben im Wahlkampf bereits angekündigt, eine Große Koalition eingehen zu wollen. Die Neuwahl war nötig geworden, nachdem die Regierungschefin die sogenannte Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP Anfang Januar aufgekündigt hatte. Umfragen zufolge dürften die Freien Demokraten nun an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Auch der Wiedereinzug der Grünen in den Landtag von Saarbrücken ist unsicher. Drittstärkste Kraft dürfte die Linkspartei mit ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine werden.

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Zum Auftakt seines Besuchs in Südkorea hat US-Präsident Barack Obama die entmilitarisierte Zone an der Grenze zu Nordkorea besucht. Die USA haben in dem Gebiet fast 30.000 Soldaten stationiert. Anschließend war ein Treffen mit Südkoreas Staatsoberhaupt Lee Myung Bak vorgesehen. Im Mittelpunkt des Aufenthalts des US-Präsidenten steht die Teilnahme am zweiten Weltgipfel zur Atomsicherheit am Montag und Dienstag in Seoul. Vertreter von mehr als 50 Staaten wollen darüber beraten, wie eine nukleare Bewaffnung von Terroristen verhindert werden kann. Aus Deutschland wird Außenminister Guido Westerwelle erwartet.

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In Nordkorea laufen offenbar die Vorbereitungen für den angekündigten Raketentest. Wesentliche Teile einer Langstreckenrakete seien zu einer Abschussrampe im Nordwesten des Landes gebracht worden, heißt es in Agenturberichten unter Berufung auf südkoreanische Militärkreise. Die Führung in Pjöngjang hatte angekündigt, im kommenden Monat mit einer Langstreckenrakete einen Satelliten ins All bringen zu wollen. Die USA warnten daraufhin davor, mit einem solchen Raketenstart ein kürzlich geschlossenes Abkommen für Lebensmittelhilfen für Nordkorea zu gefährden.

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Kurz vor den Gesprächen mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Kofi Annan, hat Russland erneut für eine Verhandlungslösung geworben. Ein Berater von Präsident Dmitri Medwedew erklärte, Moskau wolle ein rasches Ende der Gewalt in Syrien erreichen. Außerdem müssten sich dort Opposition und Regierung an einen Tisch setzen. An diesem Sonntag wird Annan in Moskau mit Medwedew und Außenminister Sergej Lawrow zusammenkommen. Danach reist der frühere UN-Generalsekretär nach China weiter. Unterdessen schlossen sich die oppositionellen Streitkräfte in Syrien zu einem gemeinsamen Militärrat zusammen. Die vor allem aus desertierten Soldaten bestehende Freie Syrische Armee teilte mit, sie habe sich mit den Anhängern von General Mustafa al-Scheich verbündet. Al-Scheich zählt zu den bislang ranghöchsten Militärs, die der Armee von Präsident Baschar al-Assad den Rücken gekehrt haben.

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Der erzkonservative Ex-Senator Rick Santorum hat das Rennen um die republikanische US-Präsidentschaftskandidatur im Bundesstaat Louisiana erwartungsgemäß gewonnen. Nach Auszählung von drei Vierteln der Wahlbezirke kommt Santorum auf 49 Prozent der Stimmen. Sein insgesamt favorisierter Hauptkonkurrent Mitt Romney erhielt 26 Prozent. Allerdings messen Beobachter dem Sieg Santorums in Louisiana nur begrenzte Bedeutung bei. Romney, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts, hat mittlerweile mehr als doppelt so viele Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag Ende August gesammelt wie sein Widersacher. Anfang April stehen Vorwahlen in Wisconsin, Maryland und der Hauptstadt Washington DC an.

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