1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

25.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundeswehr wird sich mit bis zu 300 Soldaten an AWACS-Aufklärungsflügen über Afghanistan beteiligen. Der Bundestag stimmte dem Einsatz mit deutlicher Mehrheit zu. Damit sollen die NATO-Partner bei ihrem Einsatz in Libyen entlastet werden, da sie Kapazitäten von Afghanistan ans Mittelmeer verlegen können. Die Bundesregierung hatte ein Eingreifen deutscher Soldaten in Libyen ausgeschlossen, dafür jedoch die Ausweitung des Afghanistan-Engagements angeboten. Die deutsche Enthaltung bei der Abstimmung über den Libyen-Einsatz im UN-Sicherheitsrat war vielfach auf Unverständnis gestoßen.

BRÜSSEL: Nach tagelangem Streit haben sich die NATO-Staaten darauf geeinigt, dass die Allianz die Durchsetzung des von den Vereinten Nationen beschlossenen Flugverbots über Libyen übernimmt. Es soll die Zivilbevölkerung vor Angriffen der Truppen von Machthaber Gaddafi schützen. Der Einsatz sei auf diese Aufgabe beschränkt, sagte NATO-Generalsekretär Rasmussen nach den Beratungen in Brüssel. Die Luftschläge der internationalen Koalition um die USA, Frankreich und Großbritannien gegen Gaddafis Truppen liefen davon unabhängig weiter.

DAMASKUS: Die Opposition in Syrien hat skeptisch auf die Reformankündigungen des autokratisch regierenden Präsidenten Assad reagiert. Ein echter politischer Kurswechsel sei nicht zu erwarten, hieß es in Internet-Foren der Regimegegner. Allerdings bestätigten Menschenrechtler, dass - wie von der Regierung angekündigt - in den vergangenen Tagen festgenommene Demonstranten freigelassen wurden. Nach den blutigen Protesten in der Stadt Daraa hatte eine Beraterin Assads angekündigt, eine Aufhebung des seit 1963 geltenden Ausnahmezustands und die Zulassung politischer Parteien werde geprüft.

TOKIO: Zwei Wochen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan bleibt die Situation im beschädigten Atomkomplex Fukushima kritisch. Die Sicherungsarbeiten an den Reaktoren eins und zwei mussten wegen stark radioaktiven Wassers in den Gebäuden gestoppt werden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Am Donnerstag waren drei Arbeiter im Reaktorblock drei durch den Kontakt mit radioaktivem Wasser stark verstrahlt worden. Die Atomaufsichtsbehörde NISA befürchtet, dass der Kern des Reaktors drei beschädigt sein könnte. Darauf deute die hohe radioaktive Strahlung hin, erklärte ein NISA-Sprecher. Hinweise auf ein Auseinanderbrechen des Reaktors gebe es aber nicht.

PEKING: Ein Gericht in der chinesischen Provinz Sichuan hat den Dissidenten Liu Xianbin nach Angaben seiner Frau zu zehn Jahren Haft verurteilt. Liu sei wegen sogenannter Aufstachelung zur Untergrabung der Staatsgewalt schuldig gesprochen worden. Der Dissident hatte im Internet demokratische Reformen gefordert und zu Straßenprotesten in China aufgerufen. Liu hatte bis Ende 2008 eine Haftstrafe wegen ähnlicher Vorwürfe verbüßen müssen.

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten haben auf ihrem Gipfel ein umfassendes Paket zum Schutz der Gemeinschaftswährung Euro beschlossen. Kernstück ist ein 700 Milliarden Euro schwerer ständiger Rettungsfonds, ESM, der von 2013 an einsatzfähig sein soll. Er soll hochverschuldeten Euro-Staaten im Notfall mit Krediten beistehen. Deutschland muss zum ESM-Grundkapital in Höhe von 80 Milliarden Euro knapp 22 Milliarden beisteuern. Bundeskanzlerin Merkel setzte auf dem Gipfel durch, dass diese Bareinzahlungen bis 2017 gestreckt werden.

MÜNCHEN: Die Stimmung der deutschen Wirtschaft ist weiterhin gut, hat sich aber leicht eingetrübt. Der wichtigste Gradmesser für die Konjunktur in Deutschland, der Ifo-Geschäftsklimaindex, sank im März um 0,2 auf 111,1 Punkte. Das ist der erste Rückgang seit fast einem Jahr. Im Februar hatte der Ifo-Index den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung befragt monatlich etwa 7.000 Unternehmen, wie sie ihre aktuelle Lage und die Erwartungen für die nächsten sechs Monate bewerten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden dichte Wolken und gebietsweise Regen. Sonst heiter bis wolkig und trocken. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 5 Grad auf Rügen und 21 Grad im Breisgau.

Die Redaktion empfiehlt