1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

25.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach wochenlangem Beschuss durch die syrische Armee haben Mitarbeiter des Roten Halbmonds erstmals Bewohner der Oppositionshochburg Homs in Sicherheit bringen können. Wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf mitteilte, wurden sieben Verletzte sowie 20 Frauen und Kinder mit einem Fahrzeugkonvoi auf sicheres Gebiet gebracht. Die Hilfsorganisation hofft, die Aktion an diesem Samstag fortsetzen zu können. Unterdessen berichteten Menschenrechtler, allein am Freitag hätten die Truppen von Präsident Baschar al-Assad bei neuen Angriffen landesweit mindestens 50 weitere Menschen getötet. In anderen Quellen war sogar von 97 weiteren Todesopfern die Rede.

***

Die syrische Opposition hat sich nach dem Treffen der neuen Kontaktgruppe für das Land enttäuscht gezeigt. Unter anderem wurden die tunesischen Gastgeber der "Konferenz der Freunde Syriens" kritisiert, weil sie sich strikt gegen jede Art von Militärintervention und gegen die Bewaffnung der Deserteure aussprachen. Auch die Forderung einiger arabischer Staaten nach Entsendung einer UN-Friedenstruppe übernahm die Kontaktgruppe nicht. In ihrer Abschlusserklärung forderten die Vertreter von mehr als 60 Staaten und Organisationen am Freitag ein sofortiges Ende der Gewalt in Syrien und eine Verschärfung der Sanktionen. Auch verlangten sie den freien Zugang von Hilfsorganisationen zu umkämpften Gebieten. Den oppositionellen Syrischen Nationalrat (SNC) bezeichnete die Kontaktgruppe als "legitimen Vertreter der Syrer, die nach friedlichem demokratischem Wandel streben". Allerdings wurde der SNC nicht als alleinige Vertretung der Opposition anerkannt.

***

Nach Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schließt auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker ein drittes Rettungspaket für das hochverschuldete Griechenland nicht aus. Zunächst müsse aber das zweite Rettungspaket umgesetzt werden, sagte der luxemburgische Ministerpräsident. Schäuble hatte erklärt, die Abstimmung im Bundestag am kommenden Montag sei möglicherweise nicht das letzte Mal, dass sich die Abgeordneten mit Finanzhilfen für Griechenland befassen müssten. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso verteidigte den Weg zur Rettung angeschlagener Euro-Staaten. In Hamburg sagte er, jede Alternative sei viel teurer und viel gefährlicher. Nach einem Zeitungsbericht befürchten die Euro-Staaten im Fall eines Regierungswechsels in Athen Kreditausfälle in Milliardenhöhe. Die in Meinungsumfragen derzeit führenden linken Parteien haben die Sparauflagen der Euro-Partner abgelehnt. Sie drohten damit, bereits überwiesene Darlehen nicht zurückzuzahlen. In Griechenland wird im April ein neues Parlament gewählt.

***

Der unter dem Druck von Protesten zurückgetretene langjährige jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist nach einer medizinischen Behandlung in den USA in sein Heimatland zurückgekehrt. Das teilte die Botschaft des Jemen in Washington mit. Erst am Dienstag war Salehs Nachfolger gewählt worden. Nach dem inzwischen vorliegenden Ergebnis erhielt Vizepräsident Abed Rabo Mansur Hadi - der einzige Kandidat - 99 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 65 Prozent. Er soll das Land für eine Übergangszeit regieren, bis in zwei Jahren wieder gewählt wird, dann mit mehreren Kandidaten. - Der inzwischen heimgekehrte 69 Jahre alte Saleh hatte den Jemen 33 Jahre lang regiert. Erst nach monatelangen blutigen Unruhen und unter Druck aus dem Ausland hatte er sich im November bereit erklärt, sein Amt niederzulegen.

***

Dem Flughafen Frankfurt droht ein neuer Arbeitskampf. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) erklärte die am Donnerstag wiederaufgenommenen Tarifverhandlungen für die 200 Vorfeldmitarbeiter für gescheitert. Der Flughafenbetreiber Fraport habe ein schlechteres Angebot vorgelegt als vor der Schlichtung, sagte ein GdF-Sprecher. Das Unternehmen verteidigte sein Angebot und warf der Gewerkschaft ihrerseits überhöhte Ansprüche vor, die durch nichts gerechtfertigt seien. Die GdF verlangt für die Beschäftigten Gehaltssteigerungen im zweistelligen Prozentbereich, bessere Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten. Das Vorfeldpersonal hatte zuletzt fünf Tage lang gestreikt. Dadurch waren mehr als 1200 Flüge ausgefallen.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema