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Nachrichten

25.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In seiner Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident Barack Obama mehr wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit gefordert und damit ein möglicherweise entscheidendes Thema für die Wahlen im November angepackt. Jeder Amerikaner müsse wieder eine faire Chance erhalten, jeder müsse seinen fairen Beitrag leisten, sagte Obama vor dem Kongress in Washington. Der Präsident sprach sich für höhere Steuern für Großverdiener aus und erklärte, jeder, der eine Million Dollar oder mehr im Jahr verdiene, solle einen Mindeststeuersatz von 30 Prozent entrichten. - Obama ging damit auf Konfrontationskurs zu seinen republikanischen Herausforderern, vor allem zum Multimillionär Mitt Romney. Dieser hatte nur Stunden zuvor auf politischen Druck hin seine Vermögensverhältnisse offenlegen müssen.

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Eine Spezialeinheit des US-Militärs ist in der Nacht mit Hubschraubern nach Somalia eingedrungen und hat eine Amerikanerin und einen Dänen aus Geiselhaft befreit. Laut örtlichen Sicherheitskräften wurden bei einem Schusswechsel mit den Entführern in der Region Hobyo im Zentrum Somalias zahlreiche Piraten erschossen oder gefangengenommen. Die US-Bürgerin und der Däne waren im Oktober verschleppt worden. Die beiden Entwicklungshelfer waren bei einem dänischen Minenräumprojekt im Einsatz.

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Syrien hat dem Druck der Arabischen Liga nachgegeben und einer Verlängerung des Einsatzes arabischer Beobachter um einen Monat zugestimmt. Das teilte das syrische Außenministerium mit. Zuvor hatte die Führung in Damaskus der Liga noch vorgeworfen, sich dem Diktat des Westens zu beugen und den Konflikt zu "internationalisieren". Die Golfstaaten hatten aus Protest gegen die andauernde Gewalt beschlossen, ihre Beobachter abzuziehen. Dies sind etwa ein Drittel der rund 160 Experten, womit der gesamte Einsatz in Frage gestellt ist. - Angesichts des täglichen Blutvergießens in Syrien forderte Deutschland den Weltsicherheitsrat auf, die "anhaltende systematische Verletzung der Menschenrechte und den Einsatz von Gewalt gegen Zivilisten" rasch zu verurteilen. Nach Angaben syrischer Menschenrechtsaktivisten waren am Dienstag wieder mindestens 60 Menschen getötet worden.

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Die Ägypter erinnern an diesem Mittwoch an den Beginn der Proteste gegen Präsident Husni Mubarak. Auf dem Tahrir-Platz in der Hauptstadt Kairo wurde eine Massenkundgebung vorbereitet. Dort hatte am 25. Januar 2011 der Volksaufstand begonnen, der schließlich zum Sturz des Präsidenten führte. Ein Teil der Demonstranten fordert weiterhin auch ein Ende der Herrschaft des Militärrats. Die Übergangsregierung hat angekündigt, Polizei und Armee wollten sich von der zentralen Kundgebung zum Jahrestag fernhalten. Außerdem wurde die Aufhebung des Ausnahmezustands angekündigt.

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Im Streit um mehrere Gesetze hat die EU-Kommission den Druck auf Ungarn erhöht. Bei einem Besuch in Brüssel wurde der ungarische Regierungschef Viktor Orban mit deutlichen Vorwürfen konfrontiert. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sprach von politischen Bedenken, die Ungarn beseitigen müsse, um das Vertrauen der Bürger und der Märkte wiederzugewinnen. Die EU sieht inbesondere die Unbhängigkei der ungarischen Zentralbank in Gefahr. Außerdem vermisst sie einen ausreichenden Sparwillen des südosteuropäischen Landes.

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Mehrere tausend Globalisierungskritiker haben zum Auftakt des Weltsozialforums in Brasilien gegen neoliberale Wirtschaftspolitik protestiert und mehr soziale Gerechtigkeit eingefordert. An einem Eröffnungsmarsch durch die Stadt Porto Alegre nahmen vor allem Studenten, Indios, Gewerkschafter, Kirchenvertreter und Umweltschützer teil. Das fünftägige Treffen findet parallel zum Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos statt und versteht sich als Gegenveranstaltung. Zu dem alternativen Sozialforum will auch Brasiliens Präsidentin Dilam Rousseff reisen. Insgesamt werden 30.000 Teilnehmer erwartet.

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Nach Bekanntwerden der Beobachtung von 27 Abgeordneten der Linkspartei durch den Verfassungsschutz befasst sich jetzt der Deutsche Bundestag mit dem Thema. Im Plenum ist eine Aktuelle Stunde dazu geplant. Zudem kommt das Parlamentarische Kontrollgremium für die Geheimdienste zusammen. Die Überwachung der Linke-Abgeordneten hatte auch in den Regierungsparteien Union und FDP für Kritik gesorgt. - Justziministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nannte das Vorgehen unerträglich. Der zuständige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verteidigte das Vorgehen aber.

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