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Amerika

25 Tote nach Explosion in Bergwerk

Bei einem der schwersten Grubenunglücke seit Jahrzehnten starben in West Virginia 25 Menschen. Vier Kumpel sind verschüttet. Die Ursache für die Explosion in der Mine ist unklar.

Im Vordergrund eine Tafel auf der Pray for our Miners steht, drei Bergarbeiter im Hintergrund.

Bergleute nach dem Unglück in West Virginia

"Unsere Gebete sind mit den Familien der Bergleute", sagte der Unternehmnschef Don Blankenship nach dem schwersten Minen-Unglück seit 1984. Wie der Betreiber mitteilte, fanden Rettungskräfte bislang 25 Opfer, vier Kumpel würden vermisst. Die Helfer mussten die Suche aber einstellen, weil sich in den Stollen explosives Methangas ausbreite.

Die Explosion hatte sich am späten Montagnachmittag (05.04.2010) ereignet. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Sanitätern war zur Zeche geeilt. Man hoffe, die Vermissten hätten eine der zwei Notunterkünfte erreicht, wo ausreichend Luft und Nahrungsmittel für bis zu 30 Tage vorhanden seien, so die Behörden. Ihre Chancen seien jedoch gering.

Todesrate überdurchschnittlich hoch

In der Kohlengrube rund 50 Kilometer südlich von Charleston, der Hauptstadt West Virginias, starben bei Unfällen in den vergangenen zwölf Jahren drei Arbeiter. Damit ist die Todesrate im Vergleich zu anderen Zechen überdurchschnittlich hoch. Bei dem schwersten Unfall der US-Geschichte waren 1906 bei einer Explosion in West Virginia 362 Kumpel ums Leben gekommen.

Obama bietet Hilfe an

Vorne rechts ein Schild mit der Aufschrift Performance Coal Company, im Hintergrund das Zechengelände.

Rund 200 Mitarbeiter arbeiten in der Zeche

US-Präsident Barack Obama sprach den Angehören seine "tiefste Anteilnahme" aus. Er telefonierte mit dem Gouverneur von West Virginia, Joe Manchin, und bot Unterstützung bei den Rettungsaktionen an.

Die von der Massey Energy Co. betriebene Zeche beschäftigt rund 200 Arbeiter. Im vergangenen Jahr förderte sie rund 1,2 Millionen Tonnen Kohle.

Autor: Julian Mertens (apn, afp, dpa, rtr)

Redaktion: Sabine Faber