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Politik

25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Der von den Vereinten Nationen deklarierte "Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen" wird weltweit genutzt, das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der 25. November - alljährlich ein Tag der Appelle.

Ältere Frau mit blauem Auge

Menschenrechtler und Politiker fordern: Keine Gewalt gegen Frauen!

UN-Menschenrechtskommissarin Pillay (Foto: dpa)

UN-Menschenrechtskommissarin Pillay prangert Situation im Kongo an

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, prangerte insbesondere die Situation in Konfliktgebieten an. "Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein enormes Problem in der ganzen Welt", sagte Pillay anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, der jedes Jahr am 25. November begangen wird. Besonders besorgniserregend sei die Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dort seien im vergangenen Jahrzehnt hunderttausende Frauen vergewaltigt, geschlagen, versklavt oder getötet worden. Doch fast niemand, so Pillay, wurde dafür bestraft. Diese Praxis müsse gestoppt werden, betonte die UN-Menschenrechtskommissarin.

"Verbrechen gegen die Menschlichkeit"

Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul (Bild: dpa)

Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul: "Staatengemeinschaft muss handeln"

Auch Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul verurteilte die Gewalt gegen Frauen im Kongo als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Vergewaltigungen würden von den Bürgerkriegsparteien im Osten des Landes systematisch eingesetzt, kritisierte die SPD-Politikerin in Berlin. Wenn die kongolesische Regierung nicht im Stande sei, die eigene Bevölkerung zu schützen, sei die internationale Gemeinschaft zum Schutz aufgerufen, betonte die SPD-Politikerin. Täter müssten vor Gericht gestellt werden.

Einsatz gegen Genitalverstümmelungen

EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner (Bild: Global Media Forum)

Fordert mehr Einsatz gegen Genitalverstümmelungen: EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner

Die Europäische Kommission rief die internationale Gemeinschaft auf, entschiedener gegen Gewalt an Frauen vorzugehen. Die UN-Resolutionen zu dieser Frage müssten besser durchgesetzt werden, erklärte Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner in Brüssel. Sie verlangte unter anderem mehr Einsatz gegen Genitalverstümmelungen. Sowohl außerhalb als auch innerhalb der EU müssten Frauen und Mädchen vor solchen Praktiken geschützt werden, meinte Ferrero-Waldner.

Köhler: "Ich schäme mich"

Bundespraesident Köhler an seinem Schreibtisch (Foto: AP)

Bundespräsident Köhler verurteilt Zwangsprostitution

Bundespräsident Horst Köhler verurteile Zwangsprostitution und Sextourismus als elementare Verletzungen der Menschenwürde. "Ich schäme mich, dass Männer aus unserem Land sich an der sexuellen Ausbeutung von Frauen und Kindern in aller Welt beteiligen", sagte Köhler in Berlin. Auch sei es eine Schande, dass Frauen zur Prostitution nach Deutschland verschleppt würden. Köhler äußerte sich bei der erstmaligen Verleihung des "Roland Berger Preises für Menschenwürde" an die kambodschanische Frauenrechtlerin Somaly Mam. Die 38-Jährige zählt zu den bekanntesten Kämpferinen gegen die Sex-Mafia in Asien. Ihre Autobiografie "Das Schweigen der Unschuld" ist ein Bestseller.

Frauenrechtlerin Somaly Mam mit Kind in ihrer Heimat Kambodscha (Foto: Norman Jean Roy)

Frauenrechtlerin Somaly Mam (r.) kämpft gegen asiatische Sex-Mafia

Hintergrund für die Entstehung des Aktionstages war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des damaligen Diktators Rafael Leonidas Trujillo. Seit dem 25. November 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen alljährlich Veranstaltungen, um auf die Lage misshandelter Frauen aufmerksam zu machen. (wa)

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