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Fußball

2,5 Milliarden Euro für Fußball-Rechte

Die Bundesliga-Vereine dürfen sich freuen: Satte 2,5 Milliarden Euro erhält die Deutsche Fußball Liga für die TV-Rechte von 2013 bis 2017. Live sehen die deutschen Fußballfans die Bundesliga auch weiterhin nur im Pay-TV.

Für den deutschen Profifußball ging es um das ganz große Geld: Weil man im internationalen Vergleich mit Ligen wie der italienischen Serie A oder der englischen Premier League bisher deutlich zurücklag, sollten die Übertragungs-Rechte für die kommende Vergabe-Periode von der Saison 2013/2014 bis zur Saison 2016/2017 deutlich mehr Geld einbringen als bisher. Dieser Plan der Deutschen Fußball Liga (DFL), die die 36 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga vertritt, ging auf: Exakt 2,511 Milliarden Euro erhält die DFL für vier Jahre Bundesliga im Fernsehen und Internet, wie der Ligaverband am Dienstag auf seiner Vollversammlung in Frankfurt am Main bekannt gab.

Sky schlägt Telekom im Bieterwettstreit

Jährlich macht das einen Durchschnitt von 628 Millionen Euro – eine deutliche Steigerung von den bisher 412 Millionen Euro, die durch TV-Einnahmen generiert werden konnten. Da diese Summe nur die Inlandsvermarktung beinhaltet, kommen noch weitere 72 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung hinzu. Macht unter dem Strich: 700 Millionen Euro pro Jahr – eine üppige Summe für die immer begehrter werdende Ware "Fußball".

Auf Seiten der so genannten Rechteverwerter, also der Medienunternehmen, die die Bundesliga ausstrahlen, ändert sich wenig. Der Bezahlsender Sky, der bisher mit der Fußball-Übertragung in Deutschland keine schwarze Zahlen schreiben konnte, wird weiterhin die Live-Bilder der Bundesliga zeigen und muss dafür noch einmal etwas tiefer in die Tasche greifen als bisher. Der Pay-TV-Sender aus München setzte sich dabei gegen die Deutsche Telekom durch, die Sky im Kampf um die Live-Rechte herausgefordert hatte. Beide Unternehmen hätten "hervorragende Konzepte" vorgelegt, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bei der Pressekonferenz und wollte sich damit wohl auch eine zukünftige Zusammenarbeit mit der im Bieterwettstreit unterlegenen Telekom offen halten.

Bundesliga holt im internationalen Vergleich auf

Der Dortmunder Robert Lewandowski jubelt (Foto: Roland Weihrauch dpa/lnw)

Begehrte Ware: Die Bundesliga liefert Spannung und Emtionen. Dafür zahlen die TV-Sender viel Geld.

Im frei empfangbaren Fernsehen in Deutschland bleibt es bei der Sonderstellung der ARD-"Sportschau", die weiterhin samstags ab 18.30 Uhr eine Zusammenfassung der Spiele zeigen darf. Auch das ZDF mit dem "Aktuellen Sportstudio" am späteren Samstagabend behält die Senderechte ebenso wie der private Sender Sport1, der unter anderem am Sonntagvormittag Fußball zeigen darf. Neuer Partner ist die Axel Springer AG, deren populärstes Medium in Deutschland die "Bild"-Zeitung ist. Der Berliner Medienkonzern darf eine Stunde nach Spielschluss sogenannte "Web/Mobile-Clips" im Internet und auf mobilen Endgeräten zeigen. "Die heutige Entscheidung ist ein Quantensprung für die Bundesliga. Das ist ein guter Tag für den deutschen Fußball", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball und ergänzte: "Wir hatten drei Punkte zu betrachten: Die Interessen der Profivereine, die Sehgewohnheiten der Fans und die Wünsche der Medienpartner. Ich denke, dass uns das gelungen ist."

Damit holt die Bundesliga gegenüber der europäischen Konkurrenz deutlich auf: Die französische Ligue 1 kassiert 570 Millionen Euro jährlich, zwischen 2008 und 2012 waren es noch 668 Millionen Euro gewesen. Einnahmen-Krösus bleibt die englische Premier League, deren Gesamteinnahmen pro Saison auf fast 1,3 Milliarden Euro geschätzt werden. Die italienische Serie A kommt in den kommenden drei Spielzeiten allein beim Pay-TV (Sky Italia und Mediaset) auf jährliche Summen von 817 bis zu 841 Millionen Euro.

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