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Presse

25 Jahre Albanisch: „Westliche Luft schnuppern“

„Euer Programm ist ein Fenster, das uns Albanern westliche Luft schnuppern lässt. Die Informationen bedeuten uns sehr viel.“ So schrieb ein Hörer nach dem Start des Albanisch-Programms der DW vor 25 Jahren.

Albanisch-Redaktion der DW (DW)

Das Albanisch-Team mit (v. l.) Lindita Arapi, Pandeli Pani, Leiterin Vilma Filaj-Ballvora, Bahri Cani sowie Praktikant Arber Bajrama

Am 1. Juni 1992 war das anfangs 15-minütige Radioangebot via Kurzwelle auf Sendung gegangen. Seither begleitet die Deutsche Welle die albanischsprachige Bevölkerung – nicht nur in Albanien selbst, sondern auch im Kosovo, in Mazedonien und Montenegro und in der Emigration. 

Damals Radio, heute Facebook: Die Dialog-Rubrik „Let’s face it“ zieht seit Dezember vergangenen Jahres die Nutzer mehr und mehr an. Hier geht es um wichtige, kontroverse Themen, die die Menschen in Deutschland, in Europa und speziell im Zielgebiet bewegen.  

Deutschland erklären – Europa verstehen

Das Publikum im Zielgebiet interessieren Themen aus Deutschland und Europa. Auf positives Echo stößt deshalb auch das TV-Magazin „Europa n? Fokus“ (Fokus Europa), mit dem die Albanisch-Redaktion ihren Zuschauern seit sechs Jahren ein Fenster zu Europa bietet. Die Sendung wird von vier Partnersendern in vier Ländern ausgestrahlt: Albanien, Kosovo, Serbien und Mazedonien. Sehr gefragt sind auch die TV-Schalten: Viermal in der Woche sind die fünf Redakteurinnen und Redakteure des Albanisch-Teams im Wechsel live bei Partnersendern in Albanien und Kosovo zu hören und zu sehen. 

Zeit des großen Umbruchs 

Albanien, Kosovo und Mazedonien haben in den vergangenen 25 Jahren unruhige Zeiten erlebt. Albanien, das bis 1992 völlig von der Außenwelt isoliert war, erlebte im Laufe seines leidvollen Transformationsprozesses 1997/98 schwere Unruhen. Erst 1997 wurden in dem Land die Medien liberalisiert. Kosovo erlebte 1998 und 1999 kriegerische Auseinandersetzungen und ist auch neun Jahre nach seiner Unabhängigkeit noch immer weder innen- noch außenpolitisch konsolidiert. 

In allen Zielgebieten des albanischen Angebots hat die DW eine herausragende Rolle für die Information der Bevölkerung gespielt – und bis heute ist sie eine der wichtigsten Referenzstimmen: Laut einer Erhebung von der Markt- und Medienforschung der DW aus dem Jahr 2009 kennen 90 Prozent der Befragten in Albanien und Kosovo die DW. 2001 hörten 50 Prozent der Bevölkerung im Kosovo das Radioprogramm auf Albanisch. 
Bekannt – geschätzt – etabliert 

Während des Kosovokriegs bot die DW im Albanisch-Programm einen Suchdienst: Von April bis Oktober 1999 haben über 800.000 Personen die Redaktion kontaktiert. Der Service der DW war, wie eine Erhebung aus der Zeit ermittelte, sehr erfolgreich. Die DW verzeichnete demnach mehr Ergebnisse als das Internationale Roten Kreuz mit ihrem Service. 

Durch die Berichterstattung während der Kriegs- und Krisenzeiten ist die DW im Zielgebiet nicht nur außerordentlich bekannt, sondern als Stimme der Freiheit geschätzt.

Trotz zunehmender Marktvielfalt im Zielgebiet bleibt die Deutsche Welle heute aufgrund ihrer Glaubwürdigkeit ein zentrales Informationsmedium. Das Programmangebot auf Albanisch wirkt als objektives und global orientiertes Informationsmedium, welches den Nutzern und Zuschauern europäische und deutsche Perspektiven eröffnet, die die lokalen Medien nicht bieten können. 

Wichtiges Korrektiv 

Der Medienmarkt in der Senderegion ist zwar seit Beginn des Pluralismus und mit fortschreitender Demokratisierung reichhaltig geworden – allerdings eher an Masse. Die Themen, die von den dortigen Medien behandelt werden, reflektieren einen starken regionalen Selbstbezug. Vor diesem Hintergrund vermittelt die Deutsche Welle eine Fülle anderer Themen, die in den Medien der Region vernachlässigt werden. Partner im Zielgebiet bescheinigen uns: Was Professionalität in der medialen Darstellung und journalistische Qualität betrifft, seien die DW-Beiträge in der Region konkurrenzlos. Sie wecken Interesse an europäischen und globalen Themen jenseits des Balkans und eröffnen den Nutzern und Zuschauern ein Verständnis für die Perspektiven der europäischen Integration. 

In Zeiten wachsender Einflussnahme russischer, türkischer und arabischer Medien in den Sprachen des Westbalkans ist die Deutsche Welle – als einziger westeuropäischer Sender, der noch journalistische Angebote in den Sprachen der Region macht – wichtiges Korrektiv und glaubwürdige Informationsquelle.  In Ländern, die nach wie vor von Instabilität und Spannungen geprägt  sind. 

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