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Nachrichten

24.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:59

Nachrichten von Mittwoch, 24. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Gauck ruft zu Hilfsbereitschaft und offener Gesellschaft auf:

Bundespräsident Joachim Gauck hat angesichts vieler internationaler Krisen zu Hilfsbereitschaft und einem entschiedenen Eintreten für eine offene Gesellschaft aufgerufen. "Wo wir dazu beitragen können, dass Frieden erhalten oder gestiftet, dass Leid gelindert und eine bessere Zukunft gebaut werden kann, sollten wir alles tun, was in unserer Macht steht", sagte das Staatsoberhaupt in seiner Weihnachtsansprache. Gauck hob die Bereitschaft hervor, Flüchtlinge aufzunehmen. "Dass wir mitfühlend reagieren auf die Not um uns herum, dass die Allermeisten von uns nicht denen folgen, die Deutschland abschotten wollen, das ist für mich eine wahrhaft ermutigende Erfahrung dieses Jahres", sagte das Staatsoberhaupt im Hinblick auf die islamkritischen Pegida-Demonstrationen der letzten Wochen.

Internationaler Waffenhandelsvertrag tritt heute in Kraft:

Der internationale Waffenhandelsvertrag tritt an diesem Mittwoch in Kraft. Das UN-Abkommen beinhaltet strenge Auflagen für Exportgeschäfte und soll verhindern, dass Kriegswaffen zu Menschenrechtsverstößen benutzt werden. Es wurde bislang von 60 Staaten ratifiziert. Auch führende Rüstungsexporteure wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben dies getan. Die USA, Russland, China und Israel gehören nicht dazu. Der Vertrag umfasst sämtliche konventionellen Waffen von Kleinwaffen bis hin zu Kampfpanzern, Raketen und Kampfflugzeugen.

Ukraine-Kontaktgruppe plant in Minsk neue Friedensgespräche:

Zum ersten Mal seit drei Monaten will die Ukraine-Kontaktgruppe an diesem Mittwoch in der weißrussischen Hauptstadt Minsk zu Friedensgesprächen zusammenkommen. Unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wollen die Konfliktparteien über einen Ausweg aus dem blutigen Konflikt in der Region Donbass sprechen. Zuletzt war die Kontaktgruppe, in der auch Russland vertreten ist, im September zusammengetreten. Damals war auch eine Waffenruhe vereinbart worden, die inzwischen brüchig ist.

Sony Pictures bringt Satire trotz Hackerdrohung nun doch ins Kino:

Trotz des jüngsten Hackerangriffs auf Sony Pictures will das Hollywood-Filmstudio die nordkorea-kritische Satire "The Interview" nun doch ins Kino bringen. Der Streifen werde am Donnerstag in mehr als 200 US-Filmtheatern ausgestrahlt, kündigte Firmenchef Michael Lynton an. In dem Film geht es um fiktive Pläne für ein Attentat auf Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Zuletzt hatten Hacker die Computersysteme von Sony Pictures attackiert. Sie forderten, auf die Veröffentlichung des Films zu verzichten und äußerten nicht näher erläuterte Drohungen gegen Kinos, die den Streifen ausstrahlen würden. Daraufhin sagten große Kinoketten wegen Sicherheitsbedenken die Vorführungen ab und Sony Pictures schloss eine Veröffentlichung aus. US-Präsident Barack Obama hatte das Vorgehen als Fehler kritisiert und dem Studio vorgeworfen, sich der Einschüchterung zu beugen.

Anti-Terror-Einheiten nehmen zwei Verdächtige in Sydney fest:

Gut eine Woche nach der tödlichen Geiselnahme von Sydney haben australische Anti-Terror-Einheiten zwei Männer in der Millionenstadt festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, war ein 20-Jähriger im Besitz von Unterlagen zur Vorbereitung eines Anschlages. Darin seien potenzielle Regierungsziele aufgeführt gewesen. Ministerpräsident Tony Abbott sei aber nicht darunter gewesen, sagte der stellvertretende Chef der australischen Bundespolizei, Michael Phelan. Zudem werde einem zweiten Verdächtigen im Alter von 21 Jahren ein Verstoß gegen eine sogenannte Kontrollverfügung vorgeworfen. Diese kann nach australischem Recht erlassen werden, wenn zum Beispiel ein Anschlag verhindert werden soll. So können mutmaßliche Extremisten verpflichtet werden, sich regelmäßig bei den Behörden zu melden oder einen Peilsender zu tragen.

64 Guantanamo-Häftlinge warten auf Transfer in andere Länder:

Von den verbliebenen 132 Häftlingen im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba könnten nach Angaben aus Washington knapp die Hälfte freigelassen werden. 64 Insassen warteten auf eine Überführung, teilte das Außenministerium mit. US-Präsident Barack Obama hatte bereits in seinem ersten Wahlkampf vor gut sechs Jahren versprochen, das umstrittene Lager zu schließen. Bisher sind aber kaum Länder bereit, Häftlinge aufzunehmen. Zuletzt hatte Außenminister John Kerry den Vatikan gebeten, den USA bei der Suche nach "angemessenen humanitären Lösungen" zu helfen.

US-Wirtschaft wächst so schnell wie seit 2003 nicht mehr:

Die US-Wirtschaft wächst so schnell wie seit elf Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,0 Prozent zu. Das Handelsministerium korrigierte den Wert bereits das zweite Mal nach oben: Die erste Schätzung hatte zunächst bei 3,5 Prozent gelegen, die zweite bei 3,9 Prozent. Notwendig wurde die Korrektur, weil die Verbraucher mehr konsumierten und die Unternehmen stärker investierten. Allerdings legen die jüngsten Konjunkturdaten nahe, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im zu Ende gehenden vierten Quartal etwas an Schwung verlieren wird.

Tusk fordert faires Verfahren für Oppositionelle in der Türkei:

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die Türkei nach den jüngsten Festnahmen von Journalisten und Oppositionellen zu einem "unparteiischen und transparenten Prozess" aufgefordert. Das sagte Tusk in einem Telefongespräch dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, hieß es in einer in Brüssel verbreiteten Mitteilung. Die türkische Polizei hatte jüngst Anhänger des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen sowie mehrere Journalisten festgenommen. Die EU hatte das Vorgehen bereits vor einigen Tagen kritisiert und daran erinnert, dass alle weiteren Schritte zu einem EU-Beitritt der Türkei vom Respekt für die Rechtsstaatlichkeit und die Grundrechte abhingen. Tusk zeigte sich aber zuversichtlich, dass Ankara auf dem Weg zum EU-Beitritt voran kommen werde. Er hoffe, "dass 2015 guter Fortschritt" erreicht werde. Die Türkei ist seit 1999 EU-Beitrittskandidat.

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