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Nachrichten

24.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In seiner Weihnachtsansprache hat Bundespräsident Christian Wulff für eine offene Gesellschaft geworben. In Deutschland gebe es keinen Platz für Fremdenhass, Gewalt und politischen Extremismus, sagte Wulff mit Blick auf die Mordserie einer Thüringer Neonazi-Gruppe. Die Taten der "rassistisch verblendeten Verbrecher" hätten alle schockiert. In der Rede mahnte der Bundespräsident zur Wachsamkeit und der Bereitschaft, für die Demokratie und das Leben und die Freiheit aller Menschen in der Bundesrepublik einzustehen. Daneben machte Wulff den Bürgern Mut angesichts der europäischen Finanzkrise. Er selbst sei zuversichtlich, dass es gelingen werde, den Weg aus der Krise zu gehen. Deutschland bleibe solidarisch gegenüber Europa. In der am Mittwoch aufgezeichneten Rede ging Wulff nicht auf die Kritik an einem Hauskredit ein. Er hatte aber am Donnerstag in einer persönlichen Erklärung seinen Umgang mit dem Kredit bedauert.

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In ihren Weihnachtsbotschaften rufen führende Vertreter der christlichen Kirchen in Deutschland zu mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft auf. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, warnte vor einer wachsenden Entsolidarisierung der Gesellschaft. Menschen und Interessengruppen suchten ihre Vorteile auf Kosten anderer, das gemeinschaftliche Wohl des Volkes gerate aus dem Blick. Zu oft würden die Wunden durch das "vermeintlich freie Spiel der Kräfte" zum Vorwand genommen, um egoistische Verhaltensweisen zu rechtfertigen. Auch vom höchsten katholischen Würdenträger in Deutschland kamen mahnende Worte. Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, kritisierte das Diktat des "grenzenlosen wirtschaftlichen Wachstums" . Man sei an einer Grenze angelangt und brauche einen Mentalitätswandel, sagte Zollitsch. Die Kirche habe auch die Aufgabe, unbequeme Wahrheiten auszusprechen.

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Kuba hat die Freilassung von fast 3000 Häftlingen für die nächsten Tage angekündigt. In einer Rede vor dem Parlament sagte Staatschef Raúl Castro, die Amnestie beträfe vor allem Häftlinge über 60 Jahre sowie Frauen und junge Männer ohne langes Vorstrafenregister. Begnadigt würden auch einige politische Gefangene und 86 Ausländer. Als Gründe für die Amnestie nannte Castro den bevorstehenden Besuch von Papst Benedikt XVI. im kommenden Jahr sowie die Bitten von Vertretern der christlichen Kirchen und Familienangehörigen. Castro bekräftigte zudem den Willen seiner Regierung, die Reisebeschränkungen für Kubaner zu lockern. Die Reformen würden aber schrittweise eingeführt.

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Der UN-Sicherheitsrat hat die Selbstmordanschläge in der syrischen Hauptstadt Damaskus auf das Schärfste verurteilt. Das Gremium sprach den Opfern, ihren Familien und der syrischen Bevölkerung sein Beileid aus. Bei den Anschlägen waren am Freitag rund 45 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt worden. Die Sicherheitsratsmitglieder konnten sich aber erneut nicht auf einen Text für eine Resolution zu der Gewalt in Syrien einigen. Generalsekretär Ban Ki Moon rief das Regime von Präsident Baschar al-Assad dazu auf, den Aktionsplan der Arabischen Liga unverzüglich umzusetzen. Beobachter der Liga sollen Medienberichten zufolge von kommendem Montag an in Syrien überprüfen, ob die Regierung wie zugesagt ihre Truppen zurückzieht und das brutale Vorgehen gegen Oppositionelle einstellt. Dafür seien zunächst 50 Mitarbeiter im Einsatz.

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Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Lager von paramilitärischen Einheiten sind im Nordwesten Pakistans nach Polizeiangaben mindestens fünf Soldaten getötet worden. Zahlreiche weitere seien bei dem Attentat in der Stadt Bannu in der Provinz Pakhtunkwa verletzt worden. Zu der Tat bekannten sich die pakistanischen Taliban. Sie hätten damit den Tod eines ihrer Kommandeure durch eine US-Drohne rächen wollen, sagte ein Sprecher der radikal-islamischen Organisation. Das Lager wird von den paramilitärischen Grenztruppen für Einsätze im Stammesgebiet Nord-Waziristan genutzt. Die schwer zugängliche Bergregion an der Grenze zu Afghanistan gilt als wichtiges Rückzugsgebiet des Terrornetzwerks Al Kaida und der Taliban.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Süden hin dicht bewölkt mit Regen, in höheren Lagen mit Schnee. Nach Nordwesten hin wechselnd bewölkt mit kurzen Schauern. Höchstwerte zwischen drei Grad im Süden und acht Grad im Nordwesten. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag im Norden weiter mehr Wolken als Sonne. Sonst längere Zeit freundlich, in der Südhälfte oft heiter und trocken, sehr mild.

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