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Nachrichten

24.11.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Ägypten dauern die Proteste gegen die Machtausweitung von Präsident Mohammed Mursi an. In der Nacht zu diesem Samstag harrten hunderte Oppositionsanhänger auf dem Tahrir-Platz im Zentrum der Hauptstadt Kairo aus, um gegen die Entmachtung der Justiz durch den islamistischen Staatschef zu protestieren. Am Freitag hatten auf dem Platz Zehntausende gegen Mursi demonstriert. In mehreren ägyptischen Städten kam es zu Straßenschlachten zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidenten. Per Dekret hatte Mursi unter anderem seine Entscheidungen für juristisch unanfechtbar erklärt.

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Die USA haben die Dekrete des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi kritisiert, mit denen er sich einer Kontrolle durch die Justiz entzogen hat. Dies sei für viele Ägypter und die internationale Gemeinschaft besorgniserregend, erklärte eine Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington. Ziel der Revolution, durch die der ägyptische Präsident Husni Mubarak im vergangenen Jahr gestürzt wurde, sei es gerade gewesen, eine solche Machtkonzentration in den Händen eines Einzelnen zu verhindern. Gleichzeitig rief die US-Sprecherin die Ägypter auf, ihre Differenzen friedlich und im demokratischen Dialog beizulegen.

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In Pakistan reißt die Serie von Gewalttaten gegen Angehörige der schiitischen Glaubensrichtung des Islam nicht ab. Bei einem Bombenanschlag auf eine schiitische Prozession im Nordwesten des Landes wurden nach neuen Angaben von Sicherheitskräften mindestens sieben Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. In den vergangenen Tagen waren bei zwei Anschlägen auf die schiitische Minderheit in Karachi und Rawalpindi insgesamt 25 Menschen getötet worden. Zu den Taten bekannten sich die sunnitisch-extremistischen Taliban. Die Schiiten begehen an diesem Wochenende weltweit das Trauerfest Aschura, den höchsten Feiertag ihrer Glaubensrichtung.

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Bei der Präsidentschaftswahl im ehemaligen Bürgerkriegsland Sierra Leone ist der amtierende Staatschef Ernest Koroma wiedergewählt worden. Koroma habe 58,7 Prozent der Stimmen erhalten, sein schärfster Konkurrent Julius Maada Bio 37,4 Prozent, teilte die Wahlkommission in Freetown mit. Koroma legte kurz nach Verkündung der offiziellen Wahlergebnisse den Amtseid für weitere fünf Jahre ab. In einer anschließenden Rede rief er zur nationalen Einheit in dem westafrikanischen Land auf. Die Wahl galt als Test für die demokratische Konsolidierung Sierra Leones, wo von 1991 bis 2002 ein äußerst blutiger Bürgerkrieg wütete, bei dem 120.000 Menschen getötet wurden. Es handelte sich um die dritte Abstimmung seit dem Ende des Konflikts.

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Der Sondergipfel zur langfristigen Finanzierung der Europäischen Union ist in Brüssel ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Staats- und Regierungschefs wollten dies aber nicht als ein Scheitern betrachten. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in Brüssel, sie sei zufrieden mit den Beratungen. Für eine Lösung habe man noch Zeit. Eine Einigung über die EU-Haushalte für die Jahre 2014 bis 2020 soll nun auf einem weiteren Gipfel Anfang nächsten Jahres gelingen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hatte einen Etatvorschlag für die sieben Jahre mit einem Volumen von gut einer Billion Euro vorgelegt. Vor allem Großbritannien, aber auch Deutschland, forderten Kürzungen.

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Der US-Schauspieler Larry Hagman, der durch seine Rolle als J.R.Ewing in der Fernsehserie "Dallas" Weltruhm erlangt hat, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Hagman sei in einem Krankenhaus in der texanischen Metropole Dallas den Folgen einer Krebserkrankung erlegen, zitierte die Zeitung "Dallas Morning News" aus einer Mitteilung der Familie des Schauspielers. Die Serie "Dallas" war in den 1980er Jahren weltweit ein Erfolg. Hagman spielte den intriganten Ölmagnaten J.R.Ewing, der nicht davor zurückschreckte, auch seine Angehörigen für seine Machenschaften auszunutzen.

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