1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

24.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Unter dem steigenden Druck der Finanzmärkte beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel, der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der neue italienische Regierungschef Mario Monti an diesem Donnerstag über die Schuldenkrise. Bei dem Treffen in Straßburg will Monti den Sparkurs seiner Regierung erläutern. Thema dürften auch die umstrittenen Euro-Bonds sein. Für die Einführung dieser gemeinsamen Staatsanleihen hatte sich EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso stark gemacht. Er warf Merkel "mangelnden Respekt" vor den europäischen Institutionen vor, weil sie die Debatte über Euro-Bonds abwürgen wolle. Dagegen nannte Merkel Barrosos Vorschläge "äußerst bekümmerlich", denn es werde der Anschein erweckt, man könne durch die Vergemeinschaftung der Schulden aus den Mängeln der Währungsunion herauskommen.

***

Nach Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei ist der in Nordfrankreich gestartete Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll unterwegs nach Deutschland. Er bringt deutschen Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben in Niedersachsen. Am Verladebahnhof in Frankreich hatte es am Mittwoch massiven Protest gegeben. Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke und Tränengas gegen Atomkraftgegner ein, die in Sperrzonen vordringen wollten. Auch in Deutschland wollen Umweltschützer protestieren.

***

In mehreren Ortschaften im Zentrum und Westen Tunesiens ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. In Kasserine gingen tausende Menschen auf die Straßen. Die Polizei setzte Tränengas ein, wie das Innenministerium mitteilte. Die Proteste seien eskaliert, nachdem bei der ersten Sitzung der verfassunggebenden Versammlung am Dienstag bei der Nennung der Namen aller Toten der Unruhen vom Jahresbeginn die Namen der "Märtyrer" in Kasserine gefehlt hätten, sagte ein Gewerkschaftsvertreter.

***

Kairo kommt nicht zur Ruhe. Gegner des regierenden ägyptischen Militärrats und Sicherheitskräfte lieferten sich erneut Straßenschlachten. Militärpolizisten verstärkten die Bereitschaftspolizei, als Demonstranten sich dem Innenministerium näherten. Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos setzten die Einsatzkräfte Tränengas gegen Demonstranten ein, die Steine warfen. Auch aus Alexandria, Tanta und Ismailia wurden Proteste und Zusammenstöße gemeldet. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief den Militärrat auf, nicht mit Gewalt gegen friedliche Demonstranten vorzugehen.

***

Im Norden des Kosovo sind KFOR-Soldaten mit dem Versuch gescheitert, eine von Serben errichtete Straßenblockade zu beseitigen. Obwohl die Soldaten Tränengas einsetzten, wurden sie von hunderten serbischen Demonstranten abgedrängt. Zu der Auseinandersetzung kam es an einer Straßensperre in der Gemeinde Zvecan. Insgesamt gibt es im nördlichen Kosovo in der Nähe von Grenzübergängen nach Serbien rund 20 dieser Blockaden. Die Serben protestieren damit gegen die Präsenz kosovo-albanischer Zoll- und Polizeibeamter. Hintergrund des Konflikts ist ein Handelsstreit zwischen Serbien und dem von ihm nicht anerkannten Kosovo.

***

Im westafrikanischen Gambia finden an diesem Donnerstag Präsidentenwahlen statt. Es wird erwartet, dass der seit 17 Jahren amtierende Staatschef Yahya Jammeh für weitere fünf Jahre bestätigt wird. Seinen Herausforderern, dem 63-jährigen Ousaino Darboe und dem 51-jährigen Hamat Bah, werden kaum Chancen eingeräumt. Jammeh, ein früherer Offizier, hatte sich 1994 an die Macht geputscht. Menschenrechtsorganisationen werfen dem 46-Jährigen massive Verletzungen der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit vor.

***

Die brasilianischen Behörden haben dem US-Ölkonzern Chevron nach einem Leck vor der Küste des Bundesstaates Rio de Janeiro die Bohrlizenz entzogen. Dies gilt solange, bis die Ursachen des Unglücks vom 7. November geklärt sind. Die Regierung in Brasilia wirft Chevron vor, Informationen über das Ausmaß des Öllecks verschleiert und nicht schnell genug mit der Beseitigung des Ölteppichs begonnen zu haben. Die Nationale Ölgesellschaft teilte mit, es seien mehr als 400.000 Liter Öl in den Atlantik ausgetreten.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stellenweise neblig. In der Nordhälfte vereinzelt etwas Regen, im Süden viel Sonnenschein. Höchstwerte zwischen null Grad an der Donau und elf Grad am Niederrhein. Die weiteren Aussichten: Am Freitag wieder eine Mischung aus Sonne, Nebel und Hochnebel. Im Tagesverlauf im Norden etwas Regen. Höchsttemperaturen zwischen minus ein und plus 13 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema