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Nachrichten

24.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bei den Bemühungen um die Eindämmung der Schuldenkrise in Europa befasst sich nun der Deutsche Bundestag mit den geplanten Maßnahmen. Bis zum nächsten Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Mittwoch in Brüssel muss der Haushaltsausschuss Plänen zur Stabilisierung des Euro zustimmen. Nach Angaben aus Koalitionskreisen in Berlin sind Sondersitzungen der Haushaltspolitiker an diesem Montag oder Dienstag geplant. Dabei geht es vor allem um die Richtlinien, nach denen der Euro-Rettungsschirm EFSF künftig arbeiten soll. Strittig ist auch in welchem Umfang sich Banken und Versicherungen an der weiteren Rettung Griechenlands vor der Staatspleite beteiligen sollen. Die Entscheidung des Parlaments ist nötig, damit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf EU-Ebene weitere Maßnahmen zur Euro-Rettung beschließen kann.

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Die Hoffnung der Anleger auf Fortschritte bei der Lösung der Schuldenkrise hat dem Kurs des Euro Auftrieb gegeben. Zeitweise stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung über die Marke von 1,39 US-Dollar. Später gab er indes wieder etwas nach. Der EU-Gipfel am Wochenende brachte zwar keine greifbaren Ergebnisse, doch versprach Frankreichs Staatspräsident Nikolas Sarkozy "eine Einigung, die die Finanzkrise eindämmt". Nach Ansicht von Bankanalysten konnte sein Auftritt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Presse den Devisenmarkt offenbar überzeugen, dass beide Länder wieder an einem Strang ziehen.

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Bei der Präsidentschaftswahl in Argentinien hat Amtsinhaberin Cristina Fernández Kirchner bereits in der ersten Runde einen haushohen Sieg errungen. Nach Auszählung von mehr als drei Viertel der Stimmen kann die 58-jährige Peronistin mit rund 53 Prozent rechnen. Den zweiten Platz belegte nach Angaben des Innenministeriums weit abgeschlagen mit rund 17 Prozent der Sozialist Hermes Binner. Vor dem Präsidentenpalast versammelten sich hunderte fahnenschwenkende Anhänger Kirchners und feierten ihren Sieg mit einem Feuerwerk. - Die Präsidentin, die für eine gemäßigt linke Politik steht, war als klare Favoritin in die Wahl gegangen. Nachdem Kirchners Mann vor einem Jahr an einem Herzinfarkt starb, waren die Popularitätswerte für die Witwe in die Höhe gegangen. Profitieren konnte sie zudem von der guten Wirtschaftslage Argentiniens.

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Am zweiten Tag seines Besuchs in Japan ist Bundespräsident Christian Wulff in Tokio von Kaiser Akihito empfangen worden. Bei dem Treffen anlässlich des 150. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen dürfte es auch um die Folgen der Reaktorkatastrophe von Fukushima gegangen sein. Wulff hatte dem japanischen Volk bereits bei seiner Ankunft Solidarität und weitere Unterstützung aus Deutschland zugesichert. Bei einem Treffen mit Spitzenmanagern japanischer Konzerne ging es um die Zukunft der Kernkraft und den Einsatz von Technik zur Gewinnung erneuerbarer Energie. Dabei wies Bundespräsident Wulff auch auf bestehende Barrieren für Investitionen deutscher Unternehmen hin. - Am Dienstag will Wulff sich im Katastrophengebiet von Fukushima selbst ein Bild von der Lage machen. Sieben Monate nach Erdbeben, Tsunami und Atomunfall sind noch immer zehntausende Menschen obdachlos.

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Neun Monate nach dem Sturz des autokratischen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali haben die Bürger in Tunesien eine Verfassunggebende Versammlung gewählt. Das Interesse an der Wahl war groß. Nach offiziellen Angaben lag die Wahlbeteiligung bei rund 90 Prozent. Es waren die ersten freien Wahlen in Tunesien seit der Unabhängigkeit von Frankreich vor mehr als 50 Jahren. Erste Ergebnisse werden für diesen Montag erwartet. - Um die 217 Sitze der Verfassungsversammlung bewarben sich mehr als 11.000 Kandidaten. Rund 80 Parteien traten an. Nach Umfragen hat die islamistische Ennahda gute Chancen, mit etwa 30 Prozent der Stimmen stärkste Kraft zu werden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Westen hin überwiegend heiter, sonst gebietsweise Hochnebel oder Wolken, aber trocken. Höchstwerte acht bis 14 Grad. Die weiteren Aussichten: Von Westen her allmählich wolkiger und etwas Regen. Im Nordosten neben Hochnebelfeldern oft heiter, aber windig.

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