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Nachrichten

24.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.


Der derzeitige russische Regierungschef Wladimir Putin will wieder Staatspräsident werden. Auf einem Kongress der Regierungspartei "Einiges Russland" erklärte sich Putin zur Kandidatur bei der Wahl im März 2012 bereit, unmittelbar nachdem ihn der jetzige Präsident Dmitri Medwedew dazu aufgefordert hatte. Im Falle seiner Wahl zum Präsidenten werde er Medwedew zum Regierungschef berufen, kündigte Putin an. Die Parteitagsdelegierten bestimmten Medwedew bereits zum Spitzenkandidaten von "Einiges Russland" für die Parlamentswahl im Dezember. - Medwedew nannte die geplante Ämterrotation eine wohldurchdachte Entscheidung. - Putin war bereits von 2000 bis 2008 Staatschef und machte das Präsidentenamt für Medwedew frei, da er nach zwei Legislaturperioden gemäß der Verfassung nicht mehr kandidieren durfte. Nach einer Pause von vier Jahren ist Putins Bewerbung um die Präsidentschaft aber wieder möglich. Sein Wahlsieg im März gilt als sicher.

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Tausende Menschen haben Papst Benedikt XVI. am dritten Tag seines Deutschlandbesuchs in Freiburg begrüßt. Auf dem Weg zum Münsterplatz segnete der Papst die Gläubigen. Bei der Fahrt durch die Altstadt wurde er vom Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, begleitet. Das Erzbistum Freiburg ist die letzte Station seiner Reise. Benedikt kam aus Erfurt, wo er am Morgen mit knapp 28.000 Menschen auf dem Domplatz eine Messe gefeiert hatte. Dabei würdigte er den Mut der Katholiken bei den Umwälzungen von 1989 in der DDR. Am Freitag war das Oberhaupt der katholischen Kirche mit Vertretern der deutschen Protestanten zusammengekommen. Zudem hatte er mit Opfern von sexuellem Missbrauch durch katholische Geistliche gesprochen. In Freiburg wird Benedikt unter anderem Altkanzler Helmut Kohl und Vertreter von Orthodoxen und katholischen Laien treffen

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Noch rund zehn Jahre braucht Griechenland nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), um sich von der Schuldenkrise zu erholen. Das griechische Volk müsse aber eigene Anpassungsleistungen erbringen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wiederherzustellen, sagte Schäuble dem Magazin "Wirtschaftswoche". Dabei gehe es auch um die Zukunft des Euro, warnte Schäuble. Wenn Griechenland pleite gehe, bestehe die "reelle Gefahr", dass die Währungsunion auseinanderfalle. - Kommenden Donnerstag stimmt der Bundestag über den erweiterten Euro-Rettungsschirm ab, mit dem Krisenländer wie Griechenland stabilisiert werden sollen. FDP-Chef Philipp Rösler rechnet damit, dass die Koalition aus Union und FDP dabei eine eigene Mehrheit hat.

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Neuer Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein ist Wirtschaftsminister Jost de Jager. Bei einem Sonderparteitag in Kiel erhielt der 46-Jährige gut 93 Prozent der Stimmen. De Jager hatte keinen Gegenkandidaten. Sein Amtsvorgänger Christian von Boetticher hatte im August seine Spitzenämter aufgegeben, nachdem eine frühere Beziehung zu einem 16-jährigen Mädchen bekanntgeworden war. Anstelle Boettichers soll de Jager am 4. November auf einem weiteren Parteitag auch zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Mai gewählt werden. Der 64-jährige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen tritt nicht wieder an. De Jager kündigte an, den Dialog nach innen und außen zu verbessern. Als landespolitische Schwerpunkt nannte er die Bereitschaft zum strengen Sparen.

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Der Chef der Schweizer Großbank UBS, Oswald Grübel, ist wegen der von einem Wertpapierhändler verursachten Milliardenverluste zurückgetreten. Der UBS-Verwaltungsrat ernannte den Manager Sergio Ermotti zum vorläufigen Nachfolger Grübels. Ein UBS-Händler in London hatte mit nach Unternehmensangaben nicht genehmigten Geschäften der Bank einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar eingebrockt. Der 31-Jährige war vergangene Woche wegen Betrugsverdacht festgenommen worden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonnenschein und überall trocken. An den Küsten steigen die Höchsttemperaturen auf 15 bis 19 Grad, am Oberrhein bis zu 25 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag Fortdauer des sonnigen und trockenen Altweibersommer-Wetters. Es wird noch etwas wärmer mit Spitzen zwischen 18 und 27 Grad.

 

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