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Nachrichten

24.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande haben an das pleitebedrohte Griechenland appelliert, seinen Sparkurs einzuhalten. Bei einem Treffen in Berlin bekräftigten Merkel und Hollande ihren Willen, Griechenland in der Euro-Zone zu halten. Dafür müsse Athen aber die notwendigen Anstrengungen unternehmen. In der Diskussion über eine zeitliche Streckung des griechischen Reformprogramms rief Merkel dazu auf, den Bericht der Troika aus Vertretern von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds abzuwarten. Dieser soll Ende September vorliegen und Grundlage für die Entscheidung über die Freigabe weiterer Hilfen sein. Bei den Gesprächen wollten die Kanzlerin und Hollande vor allem ihre Haltung gegenüber dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras absprechen. Er kommt an diesem Freitag nach Berlin, am Samstag wird er in Paris erwartet. Griechenland ist dringend auf weitere Finanzspritzen angewiesen. Zudem fordert Samaras für die Umsetzung der Sparauflagen mehr Zeit.

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Die USA wollen die Raketenabwehr in Asien ausbauen. Das System werde demjenigen ähneln, das zurzeit in Europa zum Schutz vor etwaigen iranischen Angriffen gebaut werde, sagte eine Sprecherin des US-Außenamts in Washington. Es richte sich nicht gegen China, sondern trage vielmehr der Raketenbedrohung durch Nordkorea Rechnung. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, geplant sei ein neues Radarsystem im südlichen Japan, möglicherweise ein weiteres auf den Philippinen. Das Radar solle mit landgestützten Raketenarsenalen und ballistischer Raketenabwehr auf Schiffen zusammenwirken. Das Abwehrsystem könne auch gegen Bedrohungen aus China eingesetzt werden, hieß es in dem Blatt weiter.

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SPD und Grüne haben sich für die Einrichtung militärisch überwachter Schutzzonen in Syrien ausgesprochen. Der Obmann der SPD im Auswärtigen Ausschuss, Rolf Mützenich, plädierte in der Tageszeitung "Die Welt" für eine vom UN-Sicherheitsrat mandatierte Sicherheitszone an der Grenze zur Türkei. Unterstützung erhielt er dabei von der ehemaligen Staatsministerin im Auswärtigen Amt, der Grünen-Politikerin Kerstin Müller. Dem syrischen Regime müsse deutlich gemacht werden, dass auf einen Angriff auf solche Schutzzonen auch militärisch reagiert würde, so Müller. Beide Politiker plädierten gemeinsam mit Vertretern der anderen Bundestagsparteien ferner dafür, syrische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen.

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Im Patentstreit zwischen dem US-Technologiekonzern Apple und seinem südkoreanischen Konkurrenten Samsung hat ein Bezirksgericht in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul beide Unternehmen zu geringen Geldstrafen verurteilt. Das Gericht befand Apple für schuldig, zwei Samsung-Patente verletzt zu haben. Dafür muss das Unternehmen 40 Millionen Won - umgerechnet 28.000 Euro - Strafe zahlen. Samsung muss seinerseits für die Verletzung eines Apple-Patents 25 Millionen Won bezahlen. In den USA fordert Apple in einem Prozess von Samsung 2,5 Milliarden Dollar Schadensersatz, weil die Südkoreaner das Design des iPhones und des Tablet-Computers iPad kopiert haben sollen. Zudem strebt der US-Konzern ein Verkaufsverbot mehrerer Samsung-Produkte an. Samsung hat die Vorwürfe zurückgewiesen und verlangt seinerseits von Apple 422 Millionen Dollar wegen Patentverstößen im Bereich der Mobilfunktechnologie.

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Israels Präsident Schimon Peres hat Bundespräsident Joachim Gauck gebeten, sich für das Recht auf Beschneidungen aus religiösen Gründen einzusetzen. Diese Handlung sei seit Jahrtausenden zentral für die jüdische Identität, schrieb Peres in einem Brief an Gauck. Er äußerte sich zugleich zuversichtlich, dass Deutschland das Recht der jüdischen Gemeinschaft zur freien Religionsausübung schützen werde. Über die von Muslimen und Juden praktizierte Beschneidung von Jungen wird in der Bundesrepublik seit einem Urteil des Landgerichts Köln kontrovers diskutiert. Die Richter hatten die Beschneidung eines vierjährigen Jungen als rechtswidrige Körperverletzung gewertet. Der deutsche Ethikrat ließ bei einem Treffen am Donnerstag eine Tendenz für die Erlaubnis des Eingriffes erkennen. Als Voraussetzungen gefordert wurden aber die Einwilligung beider Elternteile, eine Schmerzbekämpfung sowie die fachgerechte Durchführung der Beschneidung.

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