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Nachrichten

24.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi hat sich nach der Eroberung seines Hauptquartiers in Tripolis durch die Rebellen zu Wort gemeldet. In einer Radioansprache drohte er den Aufständischen mit einem langen Kampf, notfalls bis zum Tod. Den Regierungskomplex Bab el Asisija habe er lediglich aus taktischen Gründen verlassen. Ein Sprecher der Gaddafi-treuen Regierung rief die Bevölkerung auf, sich am Kampf gegen die Rebellen zu beteiligen. Der Bürgerkrieg werde noch Monate, wenn nicht Jahre dauern. Der Aufenthaltsort Gaddafis ist weiterhin unbekannt. Der Chef des Übergangsrates der Rebellen, Mahmud Dschibril, rief dagegen die Libyer zur Einheit auf. Das Land müsse sich jetzt auf den Wiederaufbau konzentrieren. Bei der Eroberung von Tripolis sind nach Angaben der Rebellen mehr als 400 Menschen getötet worden. In einigen Stadtteilen dauerten die Kämpfe noch an.

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Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verschärft. Die EU-Regierungen erweiterten das Einreiseverbot von bisher 35 auf künftig 50 Führungspersönlichkeiten. Nach Angaben des Ministerrates wurde auch das Einfrieren der Vermögenswerte dieser Personen in der EU angeordnet. Außerdem wurden fünf Unternehmen auf eine Embargoliste genommen. Mit den Sanktionen protestiert die Europäische Union gegen die brutale Unterdrückung der Opposition durch Assad. Insbesondere in den Protesthochburgen Homs und Hama wurden viele Anhänger der Freiheitsbewegung getötet. Das syrische Regime setzt auch Heckenschützen ein, die von Dächern aus auf die Menschen feuern.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel ist dagegen, dass von verschuldeten Euro-Ländern besondere Sicherheiten wie Goldreserven oder Industriebeteiligungen verlangt werden, wenn sie neue Hilfskredite in Anspruch nehmen wollen. Sie rate dazu, diesen Weg nicht weiter zu beschreiten, sagte Merkel in einer Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin. Die CDU-Vorsitzende wies damit einen entsprechenden Vorschlag der stellvertretenden Parteichefin und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zurück. Auch Unions-Fraktionschef Volker Kauder lehnte die Forderung nach zusätzlichen Sicherheiten ab. Hintergrund der Diskussion ist eine Vereinbarung zwischen dem hoch verschuldeten Griechenland und dem Geberstaat Finnland. Im Gegenzug für die Zustimmung zu weiteren Krediten muss die Regierung in Athen demnach einen dreistelligen Millionenbetrag auf ein finnisches Konto überweisen.

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Die einflussreiche Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Japans heruntergestuft. Das Rating für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sei um eine Stufe auf die Note Aa3 gesenkt worden, teilte die Agentur mit. Als Grund nannte Moody's das große Haushaltsdefizit und die Anhäufung von Schulden seit der Wirtschaftskrise 2009. Das Jahrhundert-Erdbeben und die Atomkatastrophe von Fukushima hätten die Wirtschaftsprobleme des Landes noch einmal verschärft. Allerdings beließ Moody's den Ausblick für Japan auf stabil. -- Japan hat unter allen Industrieländern die höchsten Staatsschulden, die sich inzwischen auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen.

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Die Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen hat offenbar nur zwei Tage gehalten. Bei einem israelischen Luftangriff in der Nacht zum Mittwoch starb nach palästinensischen Angaben ein ranghohes Mitglied der Terrororganisation Islamischer Dschihad. Mindestens ein weiterer Palästinenser sei verletzt worden, als ein israelisches Flugzeug in der Stadt Rafah eine Rakete auf das Fahrzeug der Männer abfeuerte. Das israelische Militär erklärte, die Berichte würden geprüft. Die Palästinenser hatten die am Montag vereinbarte Waffenruhe bereits zuvor gebrochen. Extremisten hatten am Montag aus dem Gazastreifen wieder mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. - Nach einer Serie von Anschlägen radikaler Palästinenser auf mehrere Fahrzeuge im Süden Israels am vergangenen Donnerstag war es zu einer neuen Eskalation der Gewalt gekommen. Israel und mehrere palästinensische Gruppen hatten sich daraufhin am Montag auf eine Waffenruhe geeinigt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils freundlich, teils bedeckt. Besonders im Nordwesten oft viele Wolken mit einzelnen, teils kräftigen Schauern und Gewittern. Im Süden örtlich auch längere heitere Abschnitte. Höchstwerte 27 bis 33 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag vor allem im Norden und Westen regnerisch und Gewitter. Einzelne Wärmegewitter sind auch im Südosten möglich. Die Temperaturen erreichen bis zu 34 Grad.

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