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Nachrichten

24.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die amerikanische Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Deutschlands auf negativ gesenkt. Ebenso erging es den Niederlanden und Luxemburg. Alle drei Länder behielten jedoch ihre Bestnote AAA. Die Rückstufung begründete Moody's mit der steigenden Unsicherheit über den Ausgang der Schuldenkrise in der Euro-Zone. In Deutschland sei zudem der Bankensektor anfällig, falls sich die Krise verschärfen sollte. Die Geldinstitute seien geschäftlich besonders mit Spanien und Italien verbunden, was das Risiko vergrößere. Das Bundesfinanzministerium in Berlin erklärte, Deutschland bleibe weiter Stabilitätsanker in der Euro-Zone. Man nehme die Entscheidung der Ratingagentur "als Meinung" zur Kenntnis. Die Agentur hatte als viertes Land Finnland unter die Lupe genommen und dessen Ausblick weiter mit stabil bewertet.

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Vertreter der internationalen Gläubiger Griechenlands werden an diesem Dienstag wieder in Athen erwartet. Die sogenannte Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank und EU-Kommission soll bewerten, ob Griechenland bei den Spar- und Reformauflagen auf einem guten Weg ist und weiter Kredite erhalten kann. Ihren Abschlussbericht werden die Prüfer nach Angaben der EU-Kommission Anfang September vorlegen. Die neue Regierung unter Ministerpräsident Antonis Samaras möchte die Troika um zwei Jahre mehr Zeit zur Umsetzung der Spar- und Reformprogramme bitten. Das würde bedeuten, dass das Land eine weitere Finanzhilfe in Höhe von bis zu 50 Milliarden Euro braucht.

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Mindestens 17 Billionen Euro (21 Billionen US-Dollar) an Vermögenswerten haben Superreiche weltweit in so genannten Steueroasen deponiert, um dem Finanzamt zu entgehen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des "Tax Justice Network". Diese Summe entspricht der Wirtschaftskraft der USA und Japans zusammen, wie die internationale Vereinigung, die sich für Steuergerechtigkeit einsetzt, weiter mitteilte. Durch die am Fiskus vorbei geleiteten Gelder entgehen den Staaten laut "TJN" pro Jahr Steuereinnahmen von bis zu 280 Milliarden US-Dollar. Der Leiter der Untersuchung, der ehemalige Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey, James Henry, sprach von einem gigantischen Schwarzen Loch in der Weltwirtschaft - zu einem Zeitpunkt, zu dem Regierungen rund um den Globus dringend Geld benötigten.

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International ist die Sorge vor einem Chemiewaffen-Einsatz durch das Assad-Regime gewachsen. US-Präsident Barack Obama drohte mit Konsequenzen, sollte Präsident Baschar al-Assad auf die Massenvernichtungswaffen zurückgreifen. Die Machthaber in Damaskus sollten keinen "tragischen Fehler" machen, die Welt werde sie zur Verantwortung ziehen, sagte Obama in Nevada. Unter dem Druck der anhaltend schweren Gefechte in Syrien bereitet sich Europa auf einen Flüchtlingsansturm vor. Für die 200.000 in der Krisenregion arbeitenden und lebenden Europäer und Amerikaner stehe ein Rettungsplan bereit, teilte ein Diplomat beim EU-Innenministertreffen auf Zypern mit. Die Regierung der nur 150 Kilometer von Syrien entfernten Mittelmeerinsel erklärte sich bereit, die flüchtenden Ausländer vorübergehend aufzunehmen und zu versorgen.

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Nach gewaltsamen Protesten ist in Peru die Regierung umgebildet worden. Der bisherige Justizminister Juan Jiménez wurde von Präsident Ollanta Humala zum neuen Regierungschef ernannt. Jiménez löst Óscar Valdés ab. Jiménez ist bereits der dritte Ministerpräsident unter Humala, der gerade erst seit einem Jahr im Amt ist. Während fünf Minister neu ernannt wurden, behielten die meisten Ressortchefs ihre Ämter, darunter Außenminister Rafael Roncagliolo und Wirtschaftsminister Luis Miguel Castilla. Bei dem wochenlangen Widerstand gegen das Goldminen-Projekt von Conga sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung hatte in den Provinzen Celendín, Hualgayoc und Cajamarca den Notstand ausgerufen.

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