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Nachrichten

24.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:34

Nachrichten von Freitag, 24. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Briten stimmen für Austritt aus der EU:

Knapp 52 Prozent der Briten haben sich für einen Austritt aus der Europäischen Union entschieden. Insgesamt hätten 17,4 Millionen Menschen bei dem Referendum am Donnerstag für den Brexit votiert, teilten die britischen Behörden nach Auszählung sämtlicher 382 Wahlbezirke mit. 16,1 Millionen Menschen und damit 48,1 Prozent der Beteiligten stimmten dagegen für den Verbleib in dem Staatenbund. Der britische Premierminister David Cameron hatte die Volksabstimmung unter Druck des europakritischen Flügels seiner konservativen Partei angesetzt. In der Kampagne vor dem Referendum hatte er jedoch vehement für den Verbleib geworben. Das Referendum spaltete das Königreich: Während Engländer und Waliser mehrheitlich für den Austritt stimmten, bevorzugten Schotten und Nordiren den Verbleib.

Entsetzen in Europa nach Brexit-Referendum:

Vertreter von EU und Bundesregierung haben sich bestürzt geäußert, dass die Brexit-Anhänger beim Referendum in Großbritannien die Mehrheit erlangt haben. Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: "Damn! Ein schlechter Tag für Europa." Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von ernüchternden Nachrichten aus Großbritannien. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte, das Ergebnis sei "traurig für Großbritannien". Europa werde weitermachen, aber es müsse reagieren, um das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz forderte eine rasche Aufnahme der Austrittsverhandlungen. Die EU habe sich auf einen Brexit vorbereitet, der nicht ganz unerwartet komme.

Finanzmärkte nach Brexit in Turbulenzen:

Der sich abzeichnende Brexit hat die Finanzmärkte unter starken Druck gesetzt. Das britische Pfund rutschte von 1,50 Dollar auf 1,33 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit 1985. Der Wert des Euro sank um fünf Cent auf gut einen Dollar. Experten rechnen im Handelsverlauf mit weiter starken Bewegungen. An den Aktienmärkten in Asien ging es stark nach unten. Der Nikkei-Index in Tokio rutschte bis 13 Uhr (Ortszeit) um mehr als sieben Prozent auf 15.121 Punkte ab. Die Börsen in London werden aktuell mit einem Abschlag von 8 Prozent erwartet, der Dax dürfte 6 Prozent einbüßen. Wegen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens verbilligte sich das Öl. Gesucht waren dagegen sichere Häfen wie Gold und Staatsanleihen. Da sich viele Marktteilnehmer in den vergangenen Handelstagen auf einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union eingerichtet hatten, waren die Ausschläge ungewöhnlich hoch.

Waldbrände in Kalifornien noch nicht unter Kontrolle:

Die Waldbrände im Westen der USA sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Am Donnerstag brach im Bundesstaat Kalifornien ein Feuer aus, das mehr als 60 Häuser in der Region Kern County nahe dem Lake Isabella zerstörte. Weitere 1000 Häuser sind von dem Waldbrand bedroht. In anderen Teilen des Bundesstaates kam den Einsatzkräften das kühlere Wetter zu Hilfe. So seien 15 Prozent der Brände in der Region um Los Angeles unter Kontrolle. Auch in den Staaten Utah, New Mexico, Colorado und Arizona kämpfen die Feuerwehren mit allen verfügbaren Kräften gegen die Flammen. Die meisten Brände sind durch Blitzschlag verursacht worden.

Bericht: VW zahlt US-Dieselbesitzern bis zu 7000 Dollar Entschädigung:

Der VW-Konzern will Medienberichten zufolge im Abgasskandal zehn Milliarden US-Dollar als Entschädigung zahlen. Demzufolge soll jeder Besitzer eines betroffenen VW-Fahrzeugs bis zu 7000 Dollar als Wiedergutmachung erhalten. Durch den Vergleich sollen Hunderte Zivilklagen beigelegt werden. Zudem habe sich der deutsche Autohersteller gegenüber US-Behörden und Klägeranwälten bereiterklärt, in den Vereinigten Staaten einen Umweltfonds gegen Luftverschmutzung zu finanzieren, meldete der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Der US-Richter Charles Breyer hat VW bis Dienstag Zeit gegeben, um einen detaillierten Kompromiss zu finden.

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