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Nachrichten

24.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die neue griechische Regierung hat ihre Änderungswünsche am mit den internationalen Kreditgebern vereinbarten Sparprogramm vorgelegt. Hauptziel sei das Ende von Lohn- und Rentenkürzungen, hieß es in dem in Athen veröffentlichten Vertrag der Dreier-Koalition von Konservativen, Sozialisten und Demokratischer Linken. Demnach sollen zudem einige Steuern zurückgenommen werden. Ferner werde man keine weiteren Entlassungen im Öffentlichen Dienst aussprechen, ungeachtet der anvisierten Verschlankung des Staatsapparats. Die neue Regierung strebe zwei Jahre Aufschub für die Umsetzung der strengen Finanzreformen an. Ob die gewünschten Anpassungen verwirklicht werden können, hängt nicht zuletzt von deren Beurteilung durch die internationalen Gläubiger ab. So hat insbesondere Deutschland darauf gedrungen, dass sich die Griechen strikt an die Sparziele halten. Kontrolleure von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) werden am Montag in Athen zu einem Kassensturz erwartet.

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Vor dem am Donnerstag beginnenden EU-Gipfel hat der Präsident des Europäischen Rats, Herman Van Rompuy, vorgeschlagen, die EU-Staaten künftig zu gleichzeitigen Reformen zu verpflichten. Man könne "Empfehlungen für die Union als Ganzes geben" und nicht mehr nur für einzelne Mitglieder, sagte Van Rompuy der Zeitung "Welt am Sonntag". Als Beispiel nannte der Belgier eine Verbindung zwischen Renteneintrittsalter und Lebenserwartung. Man könne alle 27 Mitglieder auffordern, dass sie ihre Rentensysteme in einer bestimmten Zeit den Vorgaben gemäß reformieren, so Van Rompuy. Entscheidend sei, diese Empfehlungen für alle verbindlich zu machen.

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Eine Woche nach der Präsidentschaftswahl in Ägypten will die Wahlkommission das amtliche Endergebnis veröffentlichen. Der Sieger der Stichwahl werde an diesem Sonntag 15 Uhr MESZ bekannt gegeben, sagte der Kommissionsvorsitzende Faruk Sultan in Kairo. In der vergangenen Woche hatten sowohl die Anhänger des früheren Ministerpräsidenten Ahmed Schafik als auch die Muslimbrüder um Mohammed Mursi jeweils ihren Kandidaten zum Sieger erklärt. Weil ein Richtergremium zahlreiche Beschwerden wegen Wahlbetrugs prüfen musste, war die zuvor für Donnerstag geplante Veröffentlichung des Wahlergebnisses verschoben worden. Die Muslimbrüder setzten ihre Proteste gegen die herrschende Militärregierung fort und verlangten, die Erweiterung der Befugnisse der Generäle zurückzunehmen.

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Nach dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeugs durch Syrien haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten weiter verschlechtert. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül drohte mit Konsequenzen, wollte aber vor Klärung der genauen Umstände keine Details nennen. Arbeitsminister Faruk Celik sagte, die Türkei werde "entweder auf dem diplomatischen Feld reagieren oder andere Arten einer Antwort geben". Syrien bezeichnete den Abschuss des türkischen F-4-Jets indes als Versehen. Man habe nur die Souveränitätsrechte gegen ein unbekanntes Flugzeug verteidigt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle begrüßte die besonnene Reaktion der Türkei. Menschenrechtler im Exil berichteten, allein am Samstag seien in Syrien wieder knapp 100 Zivilisten getötet worden, vor allem durch den Beschuss von Städten.

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Die radikal-islamische Hamas hat im Konflikt mit Israel noch einmal eine Waffenruhe in Aussicht gestellt. Bedingung sei, dass auch die "Besatzungsmacht" Israel die Waffen ruhen lasse, sagte Hamas-Sprecher Ayman Taha der internationalen Presse. Kurz nach seiner Erklärung schlugen allerdings weitere Raketen aus dem Gazastreifen in Südisrael ein. Kämpfer der zur Hamas gehörenden Al-Kassam-Brigaden hatten Rache für die israelischen Luftangriffe angedroht. Seit dem erneuten Aufflammen der Gewalt zu Wochenbeginn wurden 16 Palästinenser getötet und etwa 70 verletzt. In Israel schlugen insgesamt etwa 150 selbstgebaute Raketen und Granaten ein.

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