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Nachrichten

24.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die EU-Staats- und Regierungschefs haben dem hoch verschuldeten Griechenland weitere Unterstützung zugesichert. In einer auf dem EU-Gipfel in Brüssel verabschiedeten Erklärung stellen sie Athen ein weiteres Hilfspaket in Aussicht. Die Finanzminister der Euro-Länder erhielten den Auftrag, die Arbeiten an dem neuen Kreditprogramm bis Anfang Juli abzuschließen. An den Hilfen sollen sich auf freiwilliger Basis auch Banken und andere private Gläubiger Griechenlands beteiligen. Das Paket wird nach Medienberichten ein Volumen von bis zu 120 Milliarden Euro haben. Voraussetzung für die neuen Hilfen ist, dass das griechische Parlament in der kommenden Woche ein neues Spar- und Privatisierungsprogramm der sozialistischen Regierung über 78 Milliarden Euro billigt. Davon hängt auch die Auszahlung von zwölf Milliarden Euro aus dem Hilfspaket von 2010 ab. Ohne diesen Kredit wäre Griechenland Mitte Juli zahlungsunfähig.

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In den USA sind die Gespräche zwischen Regierung und Opposition über eine Anhebung der amerikanischen Schuldengrenze in eine Sackgasse geraten. Die oppositionellen Republikaner drohten in Washington, aus den Gesprächen auszusteigen, wenn die Demokraten von Präsident Barack Obama nicht auf Steuererhöhungen verzichteten. Die Republikaner fordern drastische Einsparungen im Haushalt und machen davon ihre Zustimmung zur Erhöhung der Schuldenobergrenze abhängig. Sie liegt bei 1,43 Billionen Dollar und wurde bereits Mitte Mai erreicht. - Kommt es zu keiner Einigung, droht der US-Regierung im August die Zahlungsunfähigkeit.

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat angesichts syrischer Militäroperationen an der Grenze zur Türkei vor einer Eskalation gewarnt. Die Gefahr von Grenzzwischenfällen steige, wenn die syrischen Truppen ihre Angriffe und Provokationen nicht sofort einstellten, sagte Clinton in Washington. Die Lage der Flüchtlinge werde sich durch die syrische Aktion weiter verschlechtern. - Am Donnerstag waren Truppen von Präsident Baschar al-Assad in ihrem Kampf gegen die regimekritische Protestbewegung in den Grenzort Chirbet al-Dschoos eingerückt. Hunderte Bewohner flohen in die Türkei.

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US-Präsident Barack Obama hat sich bei der Festlegung seiner Abzugsstrategie aus Afghanistan nach den Worten von Verteidigungsminister Robert Gates auch von der Kriegsmüdigkeit der amerikanischen Bürger leiten lassen. Gates sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Oberkommandierende der internationalen Truppen in Afghanistan, General David Petraeus, habe einen langsameren Abzug gewünscht, sich bei den Beratungen aber nicht durchsetzen können. Generalstabschef Mike Mullen sagte im US-Kongress, der Abzugsplan berge Risiken, die aber beherrschbar seien. - In einer Rede an die Nation hatte Obama angekündigt, in diesem Jahr würden 10.000 der insgesamt 100.000 US-Soldaten in Afghanistan abgezogen, bis Sommer 2012 weitere 23.000.

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Nach der Abzugsankündigung von US-Präsident Barack Obama fordert die Opposition in Deutschland auch für die Bundeswehr eine entsprechende konkrete Planung für Afghanistan. Deutschland dürfe nicht "zur Nachhut der internationalen Gemeinschaft in Afghanistan" werden, sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin. Die "Zeit vager Floskeln und schwammiger Ankündigungen" müsse vorbei sein. Auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte bei einem Truppenbesuch am Hindukusch, Soldaten und Polizisten dort dürften mehr Klarheit erwarten. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière sagte, er halte an dem Beschluss fest, erste Soldaten Ende 2011/Anfang 2012 abzuziehen. Dies müsse "verantwortbar" sein und bleibe "von der Sicherheitslage abhängig", so der CDU-Politiker vor Offizieren in Dresden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiter wechselhaft, im Tagesverlauf vor allem im Norden und in der Mitte teils kräftige Schauer. Höchsttemperaturen 15 bis 21 Grad. --- Die Aussichten: Am Samstag meist dicht bewölkt, nur im Südwesten auch einmal heiter. - Ab Sonntag freundlicher und wärmer.

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