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Langsam gesprochene Nachrichten

24.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:20

Nachrichten von Mittwoch, 24. Mai 2017 – langsam gesprochen als MP3o

Britische Regierung rechnet mit weiterem Anschlag:

Nach dem Anschlag in Manchester hat Großbritannien die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Die Terrorgefahr werde nun mit dem Status "kritisch" bewertet, sagte Premierministerin Theresa May. Dies bedeute, dass mit einem weiteren, unmittelbar bevorstehenden Anschlag gerechnet werde. May sagte, es könne sein, dass es eine größere Gruppe von Personen gebe, die mit dem Anschlag von Manchester in Verbindung stünden. Mit der Anhebung der Terrorwarnstufe ist auch verbunden, dass Soldaten an strategischen Orten stationiert werden, wo bislang bewaffnete Polizisten im Einsatz waren. Bei dem Anschlag am Montagabend waren 22 Menschen getötet worden; 59 wurden verletzt. Bei dem Attentäter soll es sich um einen 22jährigen handeln, der laut Medienberichten in Manchester geboren wurde. Seine Familie soll aus Libyen stammen.

 

Präsident Trump trifft den Papst:

Papst Franziskus hat US-Präsident Trump im Vatikan empfangen. Nach der Audienz will der Staatschef zusammen mit seiner Frau unter anderem die Sixtinische Kapelle besichtigen. Der Immobilienmilliardär und der "Papst der Armen" haben bei vielen Themen unterschiedliche Ansichten. Beim Klimaschutz, in der Flüchtlingskrise und bei Fragen der Einwanderung vertreten sie gegensätzliche Positionen. Wegen des geplanten Baus einer Mauer an der Grenze zu Mexiko lieferten sich Trump und Franziskus während des US-Präsidentschaftswahlkampfs bereits einen verbalen Schlagabtausch. Nach seinem Besuch im Vatikan trifft Trump in Rom den italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni und Staatschef Sergio Mattarella. Anschließend reist der US-Präsident weiter nach Brüssel, wo tausende Menschen gegen seinen Besuch demonstrieren wollen.

 

Außenminister Gabriel zu Besuch in China:

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ist zu seinem Antrittsbesuch in der chinesischen Hauptstadt Peking eingetroffen. Zum Auftakt hat er ein Forschungs- und Entwicklungszentrum der deutschen Autobauer Volkswagen und Audi besucht. Dabei mahnte Gabriel "faire Bedingungen" für die deutschen Hersteller an. Bei Ausschreibungen und Zulassungen müsse der Konzern genauso behandelt werden wie chinesische Unternehmen. Auf dem weiteren Programm stehen unter anderem Treffen mit Ministerpräsident Li Keqiang und Außenminister Wang Yi. Gabriel dürfte dabei auch die durch das nordkoreanische Raketen- und Atomprogramm angespannte Lage in der Region ansprechen. China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas, schloss sich jedoch am Montag im UN-Sicherheitsrat einer Verurteilung des jüngsten nordkoreanischen Raketentests an.

 

Phillipinen verhängen Kriegsrecht über Region Mindanao:

Nach Angriffen der Terrormiliz "Islamischer Staat" hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte über die südliche Region Mindanao das Kriegsrecht verhängt. Verkündet wurde es zunächst durch Dutertes Sprecher von Moskau aus, wo sich Duterte zu einem Staatsbesuch aufhielt. In der landesweit im philippinischen Fernsehen übertragenen Erklärung sagte der Regierungssprecher, die gesamte Region Mindanao, die rund ein Drittel des Landes ausmacht und in der rund 20 Millionen Menschen leben, werde unter Kriegsrecht gestellt. Soldaten und Polizisten kämpften in der 200.000-Einwohner-Stadt Marawi auf der Insel Mindanao gegen dutzende muslimische Kämpfer. Dabei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums mindestens ein Polizist und zwei Soldaten getötet. Duterte hat bei seinem Kurzbesuch in Moskau den russischen Präsidenten Wladimir Putin um moderne Waffen zum Kampf gegen die islamistischen Rebellen gebeten. Sein Land sei nicht für den Kampf gegen den IS gerüstet, so der philippinische Präsident.

 

Neue Runde von Friedensgesprächen in Myanmar:

In Myanmar hat eine neue Runde von Friedensgesprächen begonnen. Sie stehen unter Leitung der faktischen Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Damit sollen die seit Jahrzehnten andauernden Aufstände ethnischer Minderheiten in dem Vielvölkerstaat beendet werden. In der Hauptstadt Naypyidaw kamen mehrere hundert Vertreter von Rebellengruppen für Beratungen über einen Waffenstillstand zusammen. Die anhaltende Gewalt belastet die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin und hemmt die Entwicklung des verarmten Landes.

 

Präsident Maduro bereitet neue Verfassung vor:

Venezuelas sozialistischer Präsident Nicolás Maduro hat damit begonnen, eine neue Verfassung erarbeiten zu lassen. Vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Caracas unterzeichnete er ein Dokument, in dem die Vorschriften zur Ernennung der Mitglieder einer Verfassungsgebenden Versammlung festgehalten sind. Die Mitglieder dieser Versammlung sollen danach den eigentlichen Text der Verfassung erarbeiten. Maduro schlug außerdem vor, die Verfassungsgebende Versammlung solle künftig im Parlament tagen. Dort haben die Regierungsgegner die Mehrheit. Die Opposition lehnt den Vorstoß des Staatschefs kategorisch ab. Sie wirft dem Präsidenten vor, damit seinen Machtanspruch zementieren zu wollen. Bei neuen Protesten der Opposition wurden im westlichen Bundesstaat Barinas drei junge Männer erschossen. Seit Beginn der Demonstrationen gegen Maduro Anfang April wurden damit 53 Menschen getötet.

 

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