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Nachrichten

24.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Betreibergesellschaft des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima geht von einer Kernschmelze in zwei weiteren Reaktoren aus. Dies sei außer in Reaktor 1 auch in den Reaktoren 2 und 3 "sehr wahrscheinlich", sagte ein Tepco-Sprecher bei der Veröffentlichung neuer Messwerte. Die drei Reaktoren würden gekühlt und seien "stabil", versicherte er. In den ersten Wochen nach dem Unglück hatten Tepco und die japanische Regierung stets nur eine teilweise Kernschmelze für möglich gehalten. In der vergangenen Woche meldete das Unternehmen dann eine Kernschmelze in Reaktor 1. Der Ausfall der Kühlsysteme nach dem Erdbeben und dem Tsunami sorgte am 11. März für eine Überhitzung der Reaktoren und löste die schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus. Insgesamt verfügt die Anlage in Fukushima über sechs Reaktoren.

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Die NATO hat in der Nacht zum Dienstag schwere Angriffe auf die libysche Hauptstadt Tripolis geflogen. In der Gegend um die Residenz von Machthaber Muammar al Gaddafi im Militärlager Bab al-Asisija waren mehr als 15 starke Explosionen zu hören. Der Regierung meldete drei Todesopfer und etwa 150 Verletzte. Die Angriffe hätten sich gegen leere Kasernen der Volksgarde gerichtet. Die NATO erklärte, Ziel sei ein Fahrzeugpark des Regimes gewesen. Um den Druck auf das Gaddafi-Regime zu erhöhen, wollen Frankreich und Großbritannien künftig auch Kampfhubschrauber bereitstellen. Damit seien "präzisere" Angriffe möglich, sagte der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet. Außenminister Alain Juppé erklärte, der Einsatz der Helikopter erfolge im Einklang mit der Resolution 1973 des Weltsicherheitsrats. Dieser erlaubt zum Schutz von Zivilisten in Libyen "alle erforderlichen Mittel". Der NATO stehen für Luftangriffe bisher 200 Flugzeuge zur Verfügung.

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Der neue Vulkanausbruch auf Island hat die Flugpläne mehrerer Airlines durcheinandergebracht. Die Fluggesellschaft British Airways kündigte an, wegen der Aschewolke des Vulkans Grimsvötn bis zum frühen Dienstagnachmittag keine Flüge zwischen London und Schottland abzufertigen. Auch die niederländische KLM, die irische Aer Lingus und der Billigflieger Easyjet strichen vorerst Verbindungen von und nach Schottland sowie Nordengland. Zuvor hatten bereits mehrere regionale Anbieter angekündigt, ihre Maschinen in der Region am Boden zu lassen. Insgesamt sind mehr als 100 Flüge betroffen. Pläne für eine Sperrung des Luftraums über Schottland gibt es nach Angaben der Behörden bisher aber nicht. Die Auswirkungen des jüngsten Vulkanausbruchs werden nach Einschätzung offizieller Stellen voraussichtlich aber nicht so dramatisch sein wie vor gut einem Jahr.

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Die DNA-Proben des angeklagten Ex-IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn stimmen laut Medienberichten mit Spermaspuren an der Kleidung des mutmaßlichen Opfers überein. Amerikanische und französische Medien berichten übereinstimmend, dass die Ermittler an der Bluse des New Yorker Zimmermädchens Sperma des 62-Jährigen nachgewiesen haben. Die 32-jährige Hotelangestellte wirft Strauss-Kahn vor, sie sexuell bedrängt und zum Oralsex gezwungen zu haben. Experten betonten, dass eine Übereinstimmung von Spuren und den DNA-Proben kein Beleg für die Anwendung von Gewalt sei. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich zu den Berichten nicht äußern. Strauss-Kahn wies in einem Schreiben an seine ehemaligen Mitarbeiter beim Internationalen Währungsfonds die Vorwürfe entschieden zurück. Er steht nach Zahlung einer Kaution derzeit unter strengen Auflagen unter Hausarrest. Am 6. Juni muss er das nächste Mal vor Gericht erscheinen.

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Nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Missouri hat sich die Zahl der Opfer weiter erhöht. Mindestens 116 Menschen seien durch den Wirbelsturm am Sonntag ums Leben gekommen, teilten die Behörden mit. Unter den Trümmern zerstörter Häuser werden weitere Todesopfer vermutet. Die 50.000-Einwohner-Stadt Joplin wurde nach Schätzungen der Rettungskräfte zu einem Drittel zerstört. Rund 2000 Gebäude seien dem Erdboden gleich gemacht worden. Erst Ende April waren im Süden der USA bei einer Serie von Tornados mehr als 300 Menschen getötet worden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte neben heiteren Abschnitten zeitweise wolkig, aber nur im Küstenbereich einzelne Schauer. Sonst viel Sonne und lediglich am Alpenrand geringe Gewitterneigung. Höchstwerte 15 bis 27 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch viel Sonne und trocken. Die Tagestemperaturen erreichen Werte zwischen 16 und 23 Grad.

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