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Nachrichten

24.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die schweren Menschenrechtsverletzungen in Syrien halten nach Informationen der Vereinten Nationen trotz Einigung auf einen Waffenstillstand an. Auch die Waffenruhe selbst sei unvollständig, sagte UN-Untergeneralsekretär Lynn Pascoe im Sicherheitsrat in New York. Das Regime habe seine schweren Waffen noch nicht aus den Wohngebieten zurückgezogen und man könne keine Strafverfolgung der Verantwortlichen erkennen, sagte Pascoe. Auch syrische Aktivisten berichteten von anhaltender Gewalt. Einen Tag nach dem Besuch von UN-Beobachtern hätten die Streitkräfte von Präsident Baschar al-Assad 33 Menschen in der Stadt Hama getötet, meldete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Beobachter der Vereinten Nationen hatten am Montag Vororte der syrischen Hauptstadt Damaskus inspiziert.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Luftangriffe Sudans auf Bentiu und Rubkona im südsudanesischen Bundesstaat Unity verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers forderte Ban die Regierung in Khartum auf, sämtliche Kampfhandlungen einzustellen. Die internationale Gemeinschaft drängte die beiden Staaten zu Verhandlungen über den schwelenden Konflikt um die ölreichen Grenzgebiete. Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir zeigte sich unbeeindruckt von den Forderungen nach einem Ende der Gewalt. Bei einem Besuch in Heglig drohte er mit dem Sturz der Regierung des im vergangenen Jahr unabhängig gewordenen Nachbarlandes. Der Sudan und der Südsudan streiten seit Monaten über die Aufteilung von Öleinnahmen und über den Grenzverlauf.

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Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und sein Kabinett sind zurückgetreten. Ruttes Regierung zog damit die Konsequenzen aus den geplatzten Haushaltsverhandlungen, nachdem der Rechtspopulist Geert Wilders der Koalition die Unterstützung entzogen hatte. Ohne Wilders' Partei für die Freiheit (PVV) haben Ruttes rechtsliberale Partei VVD und die Christdemokraten (CDA) keine Mehrheit im Parlament. Königin Beatrix nahm den Rücktritt an und beauftragte Rutte, bis auf weiteres geschäftsführend die Regierungsarbeit fortzusetzen. Der 45-Jährige hat für diesen Dienstag eine Rede im Parlament mit anschließender Debatte über die Sparbeschlüsse seines Kabinetts angekündigt. Dabei soll auch über eine vorgezogene Parlamentswahl gesprochen werden. Die Opposition forderte einen Wahltermin sobald wie möglich.

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Die deutsche Wirtschaft verlangt von der Bundesregierung einen schärferen Sparkurs. Vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise sei es notwendig, auf eine Politik praktisch ohne Neuverschuldung umzuschwenken, heißt es in einem Brief des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Heinrich Driftmann, an Kanzlerin Angela Merkel. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Krise der Staatsfinanzen in Europa und Amerika mache deutlich, wie sehr in vielen westlichen Demokratien lange auf faule, schuldenfinanzierte Politikkompromisse gesetzt worden sei, zitiert das Blatt weiter aus dem Schreiben. Man brauche jetzt Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit und weniger Schulden in Europa.

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Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz, hat Rechtsextremismus-Vorwürfe an seine Partei vehement zurückgewiesen. Es gebe keine Nähe der Piraten zu Rechtsextremen, sagte Nerz der Tageszeitung "Die Welt". Vielmehr gebe es klare Aussagen in der Satzung und Aussagen auf Ebene der Landesvorstände und des Bundesvorstandes. Man lasse keine rechtsextremen Tendenzen zu, betonte der Parteichef. Um den Umgang der Piratenpartei mit Rechtsextremismus wird seit geraumer Zeit heftig diskutiert. Befeuert wurde die Debatte durch den parlamentarischen Geschäftsführer der Piratenfraktion in Berlin, Martin Delius, der den Aufstieg der Piraten mit dem der NSDAP verglich.

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