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Nachrichten

24.04.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Rom hat Papst Benedikt XVI. nach der Ostermesse auf dem Petersplatz den Segen "Urbi et orbi" - der Stadt und dem Erdkreis gespendet. Vor Zehntausenden Teilnehmern aus aller Welt verkündete das Oberhaupt der katholischen Kirche seine traditionellen Ostergrüße in 65 Sprachen. Der Papst rief zudem zu einer diplomatischen und friedlichen Lösung des Konflikts in Libyen auf und forderte Solidarität mit den vielen Flüchtlingen. Im Heiligen Land steht die Grabeskirche in Jerusalem im Mittelpunkt der Osterfeierlichkeiten. Der lateinische Patriarch Fouad Twal, höchster Würdenträger der katholischen Kirche, feierte mit seiner Gemeinde das traditionelle Gebet. Gläubige anderer christlicher Kirchen hatten bereits in der Nacht zuvor ihre Gottesdienste veranstaltet. Die Grabeskirche gilt als die heiligste Stätte der Christen. Sie steht der Überlieferung nach am Ort der Kreuzigung und Wiederauferstehung von Jesus Christus.

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Die Kirchen in Deutschland haben in ihren Osterbotschaften zu einem stärkeren Miteinander aufgerufen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Präses Nikolaus Schneider, mahnte angesichts des Leids auf der Welt mehr Anteilnahme an. Beispiele für die schrecklichen Realitäten seien die Schicksale der Menschen in Japan nach Erdbeben, Tsunami und Atomunfall. Dies gelte auch für die Opfer von Krieg und Bürgerkrieg, sagte er in Düsseldorf. Der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, rief zu einem neuen Miteinander in Kirche und Gesellschaft auf. Die Gläubigen müssten sich neu solidarisieren, sagte er im Freiburger Münster. Diese Haltung müsse auch auf das politische Leben in Deutschland überspringen. Visionen würden selten umgesetzt, wenn sich Milieus, Parteien und Glaubensgemeinschaften in sich verkapselten, mahnte der Erzbischof.

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Die NATO hat ihre Luftangriffe auf Truppen von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi fortgesetzt. Die Hauptstadt Tripolis wurde nach übereinstimmenden Berichten von mehreren schweren Explosionen erschüttert. In der gesamten Stadt war zudem Flugabwehrfeuer zu hören. Die genauen Ziele ihrer neuerlichen Angriffe nannte die NATO nicht. Libyens Staatsmedien berichteten unter Berufung auf regierungstreue Truppen von Attacken auf zivile und militärische Ziele in Tripolis und vier weiteren Städten, darunter auch Gaddafis Geburtsort Sirte. Dabei seien mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die USA führten unterdessen in Libyen einen ersten Militärschlag mit einer Kampfdrohne aus. Dabei sei ein Raketenwerfer bei Misrata zerstört worden, hieß es vom Verteidigungsministerium in Washington.

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Im Kampf gegen die Demokratiebewegung in Syrien setzt der autoritär regierende Präsident Baschir el Assad weiter auf Einschüchterung und Gewalt. Bei nächtlichen Razzien der Geheimpolizei wurden nach Angaben von Bürgerrechtlern zahlreiche Oppositionelle festgenommen. Am Vortag hatten Heckenschützen und Sicherheitskräfte des Regimes mindestens 14 Menschen getötet, die an Trauerzügen für getötete Demonstranten teilnahmen, wie es aus unbestätigten Quellen hieß. - Die Europäische Union hat das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten in Syrien scharf verurteilt. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sagte in Brüssel, die Regierung in Damaskus müsse dies sofort stoppen und das Recht der Bürger zu friedlichen Demonstrationen achten. Zuvor hatten bereits die Vereinten Nationen, die USA und Deutschland die Gewaltakte in Syrien verurteilt.

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Trotz der grundsätzlichen Rücktrittsankündigung des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh halten die Proteste in der Hauptstadt Sanaa an. Tausende Regierungsgegner kampieren weiter auf einem zentralen Platz. Sie wollen damit unterstreichen, dass sie ihre Forderung nach einem sofortigen Rücktritt Salehs nicht als erfüllt ansehen. Saleh hatte nach einem Bericht des Staatsfernsehen am Samstag einen Vorschlag des Golfkooperationsrates akzeptiert. Demnach ist er bereit, die Macht binnen 30 Tagen an seinen Stellvertreter abzugeben, wenn er dafür im Gegenzug Straffreiheit erhält. - Nach Angaben von Regimegegnern kam es in der südöstlichen Provinz Al-Beidha zu einem Schusswechsel zwischen der Republikanischen Garde von Saleh und bewaffneten Anwohnern. Dabei wurden sechs Gardisten und drei Zivilisten getötet.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig. Im Südwesten und in Oberbayern neben Sonne auch einige Wolken mit Schauern oder Gewittern. Höchstwerte zwischen 17 und 25 Grad. An den Küsten deutlich kühler.

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