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Nachrichten

24.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Etwa 700.000 Menschen haben Papst Benedikt XVI. in der zentralmexikanischen Stadt Léon einen begeisterten Empfang bereitet. Es ist der erste Mexiko-Besuch des Papstes. Er war auf dem Flughafen des zentralen Bundesstaates Guanajuato von Präsident Felipe Calderón begrüßt worden. Dieser wertete den Besuch des Oberhaupts der katholischen Kirche als Geste der Solidarität mit dem mexikanischen Volk. Benedikt XVI. erklärte, er werde vor allem für diejenigen beten, die unter jeglicher Form der Gewalt litten. Bereits auf dem Hinflug hatte der Papst angekündigt, dass die Kirche den Kampf gegen die Drogenkriminalität in dem Land unterstützen wolle. Am Montag reist das Kirchenoberhaupt nach Kuba weiter, der zweiten und letzten Station seiner Lateinamerika-Visite.

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Die Vereinten Nationen bereiten sich auf eine Massenflucht aus Syrien vor. Derzeit hätten sich rund 100.000 Menschen vor der Gewalt in ihrer Heimat in den Nachbarstaaten wie Türkei oder Jordanien in Sicherheit gebracht, sagte der zuständige UN-Koordinator Panos Moumtzis der Nachrichtenagentur Reuters. Täglich würden aber mehr Menschen versuchen, über die Grenzen zu kommen. Die Europäische Union setzt an diesem Samstag weitere Sanktionen gegen Syrien in Kraft. Nach einem Beschluss der EU-Außenminister dürfen Mitglieder der Familie von Präsident Baschar al-Assad nicht mehr nach Europa einreisen. Zudem wird das Vermögen des Clans in der EU eingefroren. Insgesamt ist künftig 126 Syrern - darunter auch Politiker und Geschäftsleute - ein Aufenthalt in Europa untersagt. Ausgenommen davon ist allerdings Assads Frau Asma. Weil sie auch einen britischen Pass besitzt, hat sie noch das Recht, ins Vereinigte Königreich zu reisen.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat sich gegen die internationale Debatte über mögliche Militärschläge gegen den Iran gewandt. Die Sanktionspolitik werde nur erfolgreich sein, wenn sich möglichst viele Staaten daran beteiligten, sagte der FDP-Politiker dem Magazin "Focus". Daher sei die Debatte über militärische Szenarien kontraproduktiv. Zugleich bekräftigte Westerwelle, das Existenzrecht und die Sicherheit Israels - das vom Iran bedroht wird - seien Staatsräson für Deutschland.

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Die Regierung des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti hat trotz des Widerstands der Gewerkschaften eine umfassende Arbeitsmarktreform angenommen. Die neuen Regeln würden einen flexibleren Arbeitsmarkt ermöglichen, Wachstum fördern und die Wettbewerbsfähigkeit italienischer Unternehmen stärken, hieß es in Rom. Die größte Gewerkschaft Italiens, die CGIL, bemängelt vor allem eine Aufweichung des Kündigungsschutzes. Künftig sollen Arbeitgeber bei unrechtmäßig ausgesprochenen betrieblichen Kündigungen nicht mehr zu einer Wiedereinstellung des Betroffenen verpflichtet sein, sondern lediglich zu einer Entschädigungszahlung. Die CGIL kündigte deshalb einen Generalstreik an. Die Reform wird voraussichtlich erst im Sommer vom Parlament verabschiedet.

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Die Führung des Auto-Konzerns Opel hat Berichte über unmittelbar bevorstehende Werksschließungen in Europa zurückgewiesen. Es gebe eine klare Standortsicherung bis Ende 2014 und diese gelte weiterhin, sagte Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke der "Bild"-Zeitung. In der Aufsichtsratssitzung in der kommenden Woche sollten lediglich Möglichkeiten erörtert werden, um das Geschäft profitabler zu gestalten. US-Medien hatten berichtet, dass der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) ein bis zwei Standorte in Europa schließen wolle. Dazu zählten das Opel-Werk in Bochum und das Werk des britischen Schwesterunternehmens Vauxhall in Ellesmere Port. Das Europageschäft von GM schrieb im vergangenen Jahr knapp 750 Millionen Dollar Verlust.

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