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Nachrichten

24.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat im Bundestag für das neue Gesamtpaket zur Euro-Rettung geworben. Es sei ein Rahmenwerk dafür, dass sich Fehler wie in der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht wiederholten, sagte Merkel in einer Regierungserklärung. Die Kernpunkte des Paketes setzten auf mehr Stabilität, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und eine ausgewogenes Verhältnis von Eigenverantwortung und Solidarität. Die Risiken für die deutschen Steuerzahler seien durch die nach oben begrenzte Haftung gedeckelt. Mit ihrer Bundesregierung werde es keine Vergemeinschaftung von Schulden in Europa geben, betonte Merkel. In Brüssel befassen sich von diesem Donnerstag an die EU-Staats- und Regierungschefs mit dem dauerhaften Schutz des Euro. Den Plänen zufolge soll Deutschland neben 168 Milliarden Euro an Bürgschaften 22 Milliarden Euro als Bareinlage für den neuen Rettungsschirm aufbringen. Merkel will aber darauf dringen, dass die Zahlungsfristen verlängert werden.

TOKIO: Knapp zwei Wochen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe ist der Norden Japans von einem weiteren schweren Nachbeben erschüttert worden. Wie die US-Erdbebenwarte mitteilte, hatte es eine Stärke von 6,1. Angaben über neue Schäden liegen noch nicht vor. - Im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima sind drei Arbeiter mit einer gefährlich hohen radioaktiven Dosis verstrahlt worden. Sie hatten im Reaktor drei gearbeitet, in dem Brennstäbe mit dem hochgiftigen Plutonium lagern. - In Tokio ist die Belastung des Leitungswassers mit radioaktivem Jod wieder unter den für Säuglinge geltenden Grenzwert gesunken,

TRIPOLIS: Trotz der Luftangriffe der internationalen Koalition setzen die Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi ihre Angriffe auf von den Aufständischen gehaltene Städte fort. Nach Agenturberichten drangen Panzer erneut in Misrata ein und beschossen das Gebiet um das größte Krankenhaus der Stadt. Zudem hätten Scharfschützen in Misrata mindestens 16 Menschen getötet. Kämpfe zwischen Aufständischen und Gaddafi-Truppen werden auch aus Sintan und Adschdabija gemeldet. Die internationale Allianz setzte ihre Angriffe auf Stellungen der Streitkräfte Gaddafis auch in der Nacht zum Donnerstag fort.

TEL AVIV: Die israelische Luftwaffe hat erneut Ziele im Gaza-Streifen angegriffen. . Ein Armeesprecher teilte mit, am frühen Morgen sei eine Gruppe militanter Palästinenser beschossen worden, die an Raketenangriffen auf Israel beteiligt gewesen sei. Bereits in der Nacht zum Donnerstag hatte die Luftwaffe mindestens zwei Angriffe geflogen. Im israelischen Grenzgebiet schlug gleichzeitig ein im Gaza-Steifen abgefeuertes Geschoss ein. - Am Mittwoch waren bei einem Bombenanschlag mutmaßlicher militanter Palästinenser in Jerusalem eine Frau getötet und mindestens 30 Menschen verletzt worden.

DUBAI-STADT: Im Golf-Emirat Dubai hat die Polizei einen Waffenschmuggel in den von schweren Unruhen erschütterten Jemen vereitelt. In einem Frachtcontainer seien 16.000 Pistolen eines türkischen Herstellers entdeckt worden, teilte ein Sprecher mit. - Im Jemen fordert eine wachsende Oppositionsbewegung seit Wochen den Rücktritt des seit 32 Jahren regierenden Präsidenten Saleh. Der deutsche Entwicklungsminister Niebel hat Saleh für den Fall weiterer Gewalt gegen Demonstranten mit Sanktionen gedroht.

ISLAMABAD: Ein Selbstmordattentäter hat im Nordwesten Pakistans mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Wie die Sicherheitskräfte weiter mitteilten, zündete der Täter vor einer Polizeistation in der Stadt Doaba in seinem Auto versteckten Sprengstoff. Bei den Opfern handele es sich um vier Passanten und einen Polizisten.

WASHINGTON: Ein US-Militärgericht hat einen Soldaten wegen der Beteiligung an der Ermordung von drei unbewaffneten Zivilisten zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 22-Jährige hatte die Taten gestanden. Das Gericht sah deshalb von einer Verurteilung zu lebenslanger Haft ab. Vier weitere US-Soldaten müssen sich wegen der Morde noch vor der Militärjustiz verantworten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden teils dichtere Wolken, aber meist trocken. In der Mitte und im Süden wieder durchweg viel Sonne. Die Höchstwerte reichen von 12 bis 20 Grad.

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