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Nachrichten

24.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:37

Nachrichten von Dienstag, 24. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Griechische Reformliste in Brüssel eingetroffen:

Griechenland hat seine Reformvorschläge zur Bekämpfung der Finanzkrise in Brüssel vorgelegt. Wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte, traf die Liste gegen Mitternacht ein. Noch im Lauf des Tages soll nach bisherigem Zeitplan bei einer Telefonkonferenz der Eurogruppen-Finanzminister darüber entschieden werden, ob das Hilfsprogramm für das hoch verschuldete Land verlängert wird. Es wird damit gerechnet, dass die Euro-Partner den Plänen der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras zustimmen. Kernpunkte sind ein verschärftes Vorgehen gegen Steuerhinterziehung und Korruption sowie gegen Zigaretten- und Benzinschmuggel. Insgesamt könnten so mehr als sieben Milliarden Euro in die Staatskasse kommen.

Außenminister beraten über Lage in der Ostukraine:

In Paris beraten an diesem Dienstag die Außenminister Frankreichs, Deutschlands, Russlands und der Ukraine über die Lage in der Ostukraine. Ein wichtiges Thema dürfte der vereinbarte Abzug schwerer Waffen von der Front sein. Die prorussischen Separatisten hatten angekündigt, schwere Artillerie unter Kontrolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa abzuziehen. Die Regierung in Kiew stoppte hingegen ihrerseits den Abzug schweren militärischen Geräts mit der Begründung, die Rebellen griffen weiterhin ukrainische Truppen an. Erst wenn die Waffen einen ganzen Tag lang geschwiegen hätten, werde man mit dem Abzug beginnen, sagte ein Militärsprecher. Im Friedensplan von Minsk hatten beide Seiten vor gut einer Woche zugesagt, ihre schweren Waffen aus einer vereinbarten Pufferzone zurückzuziehen.

Mindestens 56 Christen von Terrormiliz IS in Syrien entführt:

In Syrien haben Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" mindestens 56 Christen entführt. Die Opfer wurden nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte im Nordosten des Landes nahe der Stadt Al-Hassaka verschleppt. Über das Schicksal der Entführten, die der Glaubensrichtung der assyrischen Christen angehören, ist bisher nichts bekannt. Mitte des Monats hatten IS-Anhänger in Libyen 21 Christen aus Ägypten getötet.

Frankreichs Staatschef will härtere Strafen bei Volksverhetzung:

Frankreichs Präsident Francois Hollande hat beim jährlichen Empfang des jüdischen Dachverbands Crif "schnellere und effizientere Strafen" bei Volksverhetzung angekündigt. Rassistische, antisemitische und homophobe Äußerungen sollten nicht länger unter das Presserecht sondern unter das Strafrecht fallen, sagte der Staatschef. Er wünsche sich, dass bei Straftaten antisemitische Motive als erschwerender Umstand gewertet werden. Zudem sollten die Rechtsmittel gegen Menschen verschärft werden, die vom Dschihadismus angezogen würden. Überschattet wurde der Empfang vom Streit um Äußerungen des Crif-Präsidenten Roger Cukierman. Dieser hatte gesagt, "alle Gewalttaten werden heute von jungen Muslimen begangen". Der Präsident des Zentralrats der Muslime in Frankreich (CFCM), Dalil Boubakeur, bezeichnete diese Äußerungen als "unverantwortlich und unzulässig" und sagte seine Teilnahme an dem Empfang ab.

Deutscher Staat schafft überraschend hohen Überschuss:

Durch die gute Konjunktur mit Rekordbeschäftigung hat der deutsche Staat 2014 den höchsten Überschuss seit dem Jahr 2000 erwirtschaftet. Zusammen erzielten Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung ein Haushaltsplus von rund 18,0 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Überschuss von 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung statt wie in der Januarschätzung angenommen 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In den beiden Vorjahren hatte der Staat jeweils ein Mini-Plus von 0,1 Prozent erzielt, 2011 ein Defizit von 0,9 Prozent.

Amateurfußballer von Mindestlohn ausgenommen:

Amateur-Vertragsspieler im deutschen Sport fallen nicht unter die Mindestlohnregelung. Das stellte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles in Berlin klar, nachdem es in den Vereinen erhebliche Verunsicherungen gegeben hatte. Die SPD-Politikerin traf sich in Berlin mit Spitzenvertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Deutschen Fußball-Bundes. DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel betonte, die Regel, dass bei einem Minijob der Mindestlohn gelte, greife bei Vertragsspielern nicht. Solche Verträge sollten die Spieler an die Vereine binden und hätten mit klassischen Arbeitsverhältnissen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nichts zu tun. Allein im Fußballbereich gebe es rund 8800 solcher Spieler, die in der Regel um die 250 Euro Aufwandsentschädigung bekämen.

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