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Langsam gesprochene Nachrichten

23.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:23

Nachrichten von Freitag, 23. Dezember 2016 – langsam gesprochen als MP3

Überwachungsvideo zeigt Anis Amri unmittelbar nach der Tat:

Der wegen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gesuchte Tunesier Anis Amri ist kurz nach der Tat in der Hauptstadt gefilmt worden. Der Sender "Radio Berlin-Brandenburg" berichtete, der Verdächtige sei auf einem Überwachungsvideo zu sehen, das ihn an einer Moschee zeige. Diese gilt als Treffpunkt von Islamisten und war dem Bericht zufolge am Donnerstagmorgen von der Polizei durchsucht worden. Der 24-Jährige sei außerdem in den Nächten vom 14. und 15. Dezember – also kurz vor der Tat – von Sicherheitskräften gefilmt worden. Inzwischen haben die Ermittlungsbehörden kaum noch Zweifel, dass der Flüchtige für den Terroranschlag in Berlin mit zwölf Toten verantwortlich ist. Bundesinnenminister Thomas de Maizière teilte mit, Amris Fingerabdrücke seien im Führerhaus des Lastwagens gefunden worden, der am Montagabend in den Weihnachtsmarkt hineingerast war.

 

Anschlag in Oberhausen geplant?:

Spezialeinheiten der Polizei haben in Duisburg zwei Männer wegen der möglichen Vorbereitung eines Anschlags auf ein Einkaufszentrum festgenommen. Die beiden 28 und 31 Jahre alten, im Kosovo geborenen Brüder stünden im Verdacht, einen Angriff auf das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen vorbereitet zu haben, teilte die Polizei nach den Festnahmen in der Nacht mit. Derzeit werde mit Hochdruck ermittelt, wie weit die Vorbereitungen vorangeschritten gewesen seien.

 

Trump und Putin starten verbales Wettrüsten:

Der künftige US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin haben ihre Rhetorik zum Umgang mit Atomwaffen verschärft und damit Sorgen vor einem neuen Wettrüsten geweckt. Trump erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, die USA müssten ihre nuklearen Fähigkeiten erheblich verstärken, bis die Welt in Sachen Atomwaffen zur Vernunft komme. Unklar blieb, ob Trump damit auf Äußerungen des russischen Präsidenten Putin reagierte. Dieser hatte bei einem Treffen mit Militärs erklärt: "Wir müssen die strategischen Atomwaffen stärken und dazu sollten wir Raketen entwickeln, die in der Lage sind, jedes gegenwärtige und künftige Raketenabwehrsystem zu überwinden." Auch die nicht-nukleare Schlagkraft Russlands müsse auf ein höheres Niveau gebracht werden. Die USA verfügen derzeit über knapp 2000 nukleare Sprengköpfe und damit über das größte Arsenal an stationierten Atomwaffen auf der Welt. Russland folgt dahinter auf Rang zwei mit rund 1800 stationierten Sprengköpfen.

 

Australische Polizei unterbindet Anschlagsplanungen in Melbourne:

In Australien hat die Polizei nach eigenen Angaben einen groß angelegten Terroranschlag an Weihnachten verhindert. Das Ziel der Täter sei die Millionenstadt Melbourne gewesen. Bei einem Großeinsatz von rund 400 Polizisten seien sieben Verdächtige festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Polizeichef Graham Ashton erklärte, die Festgenommenen hätten mit Sprengstoff, Messern und Gewehren an mehreren Orten in Melbourne zuschlagen wollen. Vier der Männer seien in Australien geboren und aufgewachsen. Sie seien durch die Propaganda der Terrororganisation "Islamischer Staat" zu ihren Plänen inspiriert worden.

 

Syrische Armee nennt Aleppo wieder sicher:

Die im Krieg nahezu vollständig zerstörte syrische Stadt Aleppo ist nach Angaben aus Damaskus wieder vollständig unter Kontrolle der Regierungstruppen. Das Oberkommando der syrischen Armee teilte mit, nach der Befreiung Aleppos von Terroristen sei die Sicherheit in die Stadt zurückgekehrt. Auch die Rebellen bestätigten den Abzug ihrer letzten Männer und sprachen von einem schweren Rückschlag im Kampf gegen das Regime von Staatschef Baschar al-Assad. Das staatliche Fernsehen berichtete, die letzten vier Busse mit Zivilisten und Rebellen hätten den Ostteil Aleppos verlassen.

 

Italienische Regierung rettet Bank Monte dei Paschi di Siena:

Die italienische Regierung will die angeschlagene Bank Monte dei Paschi di Siena retten. Sie erließ in der Nacht ein entsprechendes Notfall-Dekret. Ziel der Intervention sei es, die Ersparnisse von Bürgern so weit wie möglich zu schützen und den Bankensektor des Landes zu stärken, erklärte Ministerpräsident Paolo Gentiloni. Zuvor war bekannt geworden, dass eine angestrebte Kapitalerhöhung des Geldinstituts gescheitert ist. Die Bank braucht bis Ende des Jahres fünf Milliarden Euro. Monte dei Paschi di Siena sitzt auf einem Berg fauler Kredite. Durch das Eingreifen Roms kann man die – 1472 gegründete und damit – älteste Bank der Welt als quasi verstaatlicht ansehen.

 

Zeitungsbericht: Kinderarmut in Deutschland angestiegen:

Die Zahl der Kinder, die in Deutschland in Armut leben, ist nach einem Zeitungsbericht in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Waren im Jahr 2006 noch 1,5 Millionen Mädchen und Jungen unter 16 Jahren von Armut betroffen, stieg diese Zahl bis 2015 auf 1,7 Millionen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe melden. Sie berufen sich dabei auf Daten des Europäischen Statistikamtes Eurostat. Die Armutsquote in dieser Altersgruppe nahm von zwölf auf 14,6 Prozent zu. Die Daten hatte die Linken-Fraktionsvize im Bundestag, Sabine Zimmermann, bei der EU-Behörde abgefragt. Besonders an Weihnachten spürten viele Kinder, dass sie in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen müssten, erklärte die Abgeordnete.

 

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