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Nachrichten

23.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:37

Nachrichten von Dienstag, 23. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

IS quält und missbraucht Jesidinnen:

Laut Amnesty International (ai) haben jesidische Frauen und Mädchen im Nordirak besonders unter dem Terrorregime des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) gelitten. Die Jesidinnen wurden "verkauft, als Geschenke übergeben, zwangsverheiratet, gefoltert und vergewaltigt", heißt es in einem Report der Menschenrechtsorganisation unter dem Titel "Der Hölle entkommen". Darin enthalten sind 40 Interviews mit weiblichen Angehörigen der religiösen Minderheit der Jesiden, die unter den Taten von IS-Kämpfern und deren Gefolge zu leiden hatten oder Zeuginnen davon geworden waren. Viele von denen, die als Sexsklavinnen gehalten wurden, seien noch Kinder, berichtet ai. Vergewaltigungen würden systematisch als Mittel des Krieges eingesetzt.

Syrien öffnet umkämpfte Gebiete für medizinische Hilfe:

In Syrien hat die Regierung nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Lieferung von medizinischer Versorgung in mehrere schwer zugängliche Gegenden erlaubt. Dies gelte unter anderem für Aleppo und Gebiete in der Nähe der umkämpften Großstadt, sagte die WHO-Vertreterin für Syrien, Elizabeth Hoff. Außerdem nannte sie den vom Militär belagerten Vorort Muadamija der Hauptstadt Damaskus sowie die Region Ost-Ghuta nahe von Damaskus. Hoff zufolge geht es um Medizin, Operationszubehör und Impfstoffe.

Poroschenko kündigt Verhandlungen mit Rebellen in Minsk an:

Die ukrainische Regierung und die prorussischen Aufständischen im Osten des Landes haben für den Mittwoch und den Freitag dieser Woche Friedensverhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbart. Das gab der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in Kiew bekannt. Die Erklärung folgte auf eine Telefonkonferenz, an der neben dem ukrainischen Präsidenten und Kremlchef Wladimir Putin auch der französische Präsident François Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel beteiligt waren. Eine Sprecherin der Bundesregierung teilte mit, bei der Telefonkonferenz seien "konkrete Lösungsvorschläge" besprochen worden, "insbesondere zum Gefangenenaustausch".

Nordkoreas Internet für Stunden zusammengebrochen:

Die ohnehin störanfälligen Internetverbindungen in Nordkorea sind am Montag offenbar völlig zusammengebrochen. Erst nach neuneinhalb Stunden sei die Verbindung am Dienstag wiederhergestellt worden, teilte das auf Internetsicherheit spezialisierte US-Unternehmen Dyn Research mit. Die Gründe für den Ausfall waren zunächst unklar. Laut Experten von Dyn Research neigt Nordkoreas Internet durchaus zu Pannen - doch könnte die Art des Zusammenbruchs auf einen "Angriff von außen" hindeuten. US-Präsident Barack Obama und die Bundespolizei FBI hatten das kommunistische Regime kürzlich für einen Hacker-Angriff auf das Unternehmen Sony Pictures verantwortlich gemacht. Obama kündigte eine angemessene Antwort an. Zu dem aktuellen Kollaps in Nordkorea gab es zunächst aus Washington keinen offiziellen Kommentar.

UN-Sicherheitsrat diskutiert erstmals Menschenrechtslage in Nordkorea:

Der UN-Sicherheitsrat hat sich erstmals mit den Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea beschäftigt. Dies zeige, dass "die großangelegten und systematischen Menschenrechtsverletzungen der nordkoreanischen Regierung" zunehmend als Gefahr für den internationalen Frieden erkannt würden, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power. Mit der Situation müsse sich auch der Internationale Strafgerichtshof befassen, forderte sie bei einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung des Rates in New York. Die USA hatten gemeinsam mit zehn weiteren Ländern, darunter Frankreich, Großbritannien und Südkorea, die Einberufung der Sitzung gefordert. China und Russland waren überstimmt worden.

Hongkong: Lange Haftstrafen nach Korruptionsskandal:

In einem vielbeachteten Korruptionsprozess in Hongkong sind ein einst mächtiger Politiker und ein milliardenschwerer Immobilienunternehmer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht der chinesischen Sonderverwaltungszone schickte den Geschäftsmann Thomas Kwok für fünf Jahre in Haft. Der lange Zeit zweitwichtigste Politiker Hongkongs, Rafael Hui, bekam 7,5 Jahre, wie lokale Medien berichteten. Der Unternehmer hatte den Funktionär für Informationen über anstehende Verkäufe von Landesflächen bestochen. --- Richter Andrew Macrae sagte in seiner Urteilsbegründung, es sei sehr wichtig, dass Hongkong entschieden gegen Korruption vorgehe, da auch die KP Chinas auf dem Festland eine entsprechende Kampagne durchführe.

Rockmusiker Joe Cocker stirbt im Alter von 70 Jahren:

Der britische Rockmusiker Joe Cocker ist tot. Er starb im Alter von 70 Jahren, wie sein Management mitteilte. Cocker war einer der herausragenden Rockmusiker seiner Generation. Er war bekannt für seine Reibeisenstimme und seine eigenwillige Körpersprache auf der Bühne. Cocker hatte erst vor kurzem ein neues Album für das kommende Jahr angekündigt. Der im englischen Sheffield aufgewachsene Musiker wurde berühmt, als er beim Woodstock-Festival einen vielbeachteten Live-Auftritt hinlegte. Zu seinen bekanntesten Songs zählen das Beatles-Remake "With A Little Help From My Friends" und die Rockballade "Unchain My Heart".

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