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Langsam gesprochene Nachrichten

23.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:24

Nachrichten von Samstag, 23. September 2017 – langsam gesprochen als MP3

Iran testet neue ballistische Rakete:

Inmitten der Spannungen mit den USA um das Atomabkommen hat der Iran nach eigenen Angaben eine neue Mittelstreckenrakete getestet. Das Staatsfernsehen zeigte Start und Flug einer Choramschahr-Rakete, die den Berichten zufolge eine Reichweite von 2000 Kilometern hat und mehrere Sprengköpfe tragen kann. Wann genau der Test stattfand, blieb offen. Irans Präsident Hassan Rohani hatte erst am Freitag bei einer Militärparade einen Ausbau der militärischen Kapazitäten und des Raketenprogramms seines Landes angekündigt. Wenn es um die Verteidigung des Landes gehe, "werden wir niemanden um Erlaubnis fragen", sagte er. Die Choramschahr wurde bei der Parade der Öffentlichkeit vorgeführt. Dabei wurde hervorgehoben, dass die Rakete kleiner und eher als "taktische Waffe" einzusetzen sei als andere ballistische Raketen, und dass sie mehrere Ziele gleichzeitig angreifen könne.

 

China setzt Sanktionen gegen Nordkorea um:

China erhöht mit Handelsbeschränkungen den Druck auf Nordkorea. Wie das Handelsministerium in Peking mitteilte, werde China die Lieferungen von raffinierten Ölprodukten nach Nordkorea ab dem 1. Oktober zurückfahren. Die Ausfuhr von Flüssiggas ist demnach ab sofort verboten. Zugleich werde umgehend die Einfuhr von Textilien gestoppt, die in Nordkorea produziert wurden. Damit will China die verschärften Sanktionen umsetzen, die der UN-Sicherheitsrat wegen der Atom- und Raketentests gegen Nordkorea verhängt hatte. Unterdessen hat der russische Außenminister Sergej Lawrow in Bezug auf den verbalen Schlagabtausch von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zur Zurückhaltung gemahnt. Bei einer Pressekonferenz am Rande der UN-Vollversammlung sagte Lawrow, es werde Zeit, "die Hitzköpfe abzukühlen". Er plädierte für Vernunft und nicht "den emotionalen Ansatz eines Kindergarten-Streits".

 

Hau-ab-Rufe zum Wahlkampfende:

Die Union und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gehen als klare Favoriten in die Bundestagswahl am Sonntag. Letzte Umfragen bestätigten den großen Vorsprung von CDU und CSU, die aber mit Verlusten gegenüber dem Ergebnis von 2013 rechnen müssen. Die SPD könnte ein historisch schlechtes Resultat einfahren, die AfD aus dem Stand als drittstärkste Kraft in das Parlament einziehen. Die Parteien warben noch einmal auf Großkundgebungen um Stimmen. Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer demonstrierten bei einer gemeinsamen Veranstaltung in München Einigkeit. Neben zahlreichen Anhängern kamen auch viele Gegner der Kanzlerin, die mit Trillerpfeifen und "Hau-ab"-Rufen lärmten. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz versuchte in Berlin mit einer klaren Abgrenzung zu Merkel und harten Worten gegen die AfD seine Anhänger zu mobilisieren. An diesem Samstag tritt Merkel abschließend in ihrem Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern auf, Schulz in Aachen nahe seiner Heimatstadt Würselen.

 

Senator McCain verhindert Abschaffung von "Obamacare":

Die Republikaner im US-Kongress haben auch bei ihrem jüngsten Versuch zum Rückbau von "Obamacare" eine Niederlage erlitten. Der einflussreiche Senator John McCain kündigte an, er könne einen entsprechenden Gesetzentwurf seiner Parteikollegen zu dem Gesundheitssystem nicht unterstützen. McCain rief stattdessen dazu auf, mit den Demokraten eine überparteiliche Lösung zu erarbeiten. Es ist das zweite Mal in zwei Monaten, dass sich McCain gegen die Mehrheit seiner Partei und Präsident Donald Trump stellt. Dieser hatte die Abschaffung von "Obamacare" und dessen Ersatz durch ein stärker marktwirtschaftlich orientiertes Modell zu einem zentralen Wahlkampfversprechen gemacht. Durch "Obamacare", das nach Trumps Vorgänger Barack Obama benannt ist, war der Anteil der Bürger ohne Krankenversicherung in den vergangenen Jahren von 16 auf unter neun Prozent gesunken. Allerdings gilt das System auch unter den Demokraten als überholungsbedürftig.

 

Brasilianisches Militär rückt in Favela ein:

In der größten Favela von Rio de Janeiro ist ein Krieg zwischen Drogenbanden und brasilianischen Sicherheitskräften entbrannt. Die Behörden schickten zur Verstärkung der Polizei 950 Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen in das Armenviertel Rocinha, wo etwa 70.000 Menschen leben. Hubschrauber kreisten über der Favela. In den Schulen wurde der Unterricht vorzeitig beendet. Bereits Ende Juli waren 8500 Soldaten entsandt worden, um in Rio de Janeiro mit 6,5 Millionen Einwohnern die Machtzunahme von Drogenbanden zu bekämpfen. Von Januar bis Juni wurden im Bundesstaat Rio de Janeiro bereits mehr als 2700 Menschen getötet - 10,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Polizei wird der Lage kaum noch Herr. In diesem Jahr wurden bereits mehr als 100 Polizisten getötet.

 

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