1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

23.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:27

Nachrichten von Dienstag, 23. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Luftangriffe der USA nun auch gegen IS in Syrien :

Erstmals haben die USA zusammen mit arabischen Verbündeten Luftangriffe auf Stellungen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) im Bürgerkriegsland Syrien geflogen. Die Attacken erfolgten mit Kampfjets, Bombern und Tomahawk-Raketen, wie das Pentagon mitteilte. Die Staatsführung in Damaskus war nach eigenen Angaben vorab über den Militäreinsatz informiert. Laut US-Medien beteiligten sich Saudi-Arabien, Katar, Jordanien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate an den Bombardements. Die amerikanischen Kriegsschiffe, von denen aus die Tomahawk-Raketen abgefeuert wurden, kreuzten laut Pentagon-Sprecher John Kirby im Roten Meer und im Arabischen Golf. Nach Angaben aus seinem Ministerium wurden auch erstmals hochmoderne F-22-Jets der US-Luftwaffe zu Kampfeinsätzen beordert. Die gemäßigte syrische Opposition begrüßte die Luftschläge, verlangte jetzt aber auch mehr Druck auf Präsident Baschar al-Assad.

Islamisten drohen mit Ermordung französischer Geisel:

Islamisten mit Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" haben einen Franzosen in Algerien entführt und mit seiner Ermordung gedroht. Die Gruppe Jund al-Khilafa erklärte in einem auf YouTube veröffentlichten Video, sie werde ihre Geisel binnen 24 Stunden umbringen, sollte Frankreich seine Luftangriffe gegen den IS im Irak nicht stoppen. Der 55-Jährige soll am Sonntag in einer bergigen Region etwa 110 Kilometer östlich von Algier gekidnappt worden sein. Nach offiziellen Angaben ist der Hintergrund bisher unklar. In der Gegend operieren sowohl Terrorgruppen als auch kriminelle Banden.

Israelische Armee tötet mutmaßliche Entführer von Schülern:

Dreieinhalb Monate nach der Entführung und Ermordung dreier jüdischer Religionsschüler, die letztendlich den Gazakrieg auslöste, hat die israelische Armee zwei Verdächtige erschossen. Die beiden Palästinenser Marwan Kawasmeh und Amer Abu Eischeh seien bei einem nächtlichen Einsatz in der Stadt Hebron bei einem Schusswechsel getötet worden, teilte die israelische Armee mit. Demnach hatte man die seit langem gesuchten Männer in einem Haus aufgespürt, das dann von Armee und Inlandsgeheimdienst Shin Beth gestürmt wurde. Die drei israelischen Schüler waren am 12. Juni im Süden des Westjordanlands gekidnappt und getötet worden. Israel begann daraufhin eine großangelegte Militäraktion in dem Palästinensergebiet. Nach anhaltendem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen startete die israelische Armee eine Offensive gegen die Hamas.

Amnesty prangert Export von Folterwerkzeugen aus China an:

Amnesty International kritisiert den wachsenden Export von Folterwerkzeugen aus China. Chinesische Unternehmen machten mit dem Verkauf von Elektroschockgeräten, Schlagstöcken mit Metallspitzen oder schweren Fußeisen nach Asien oder Afrika schwere Menschenrechtsverletzungen möglich, heißt es in einem Bericht, den die Menschenrechtsorganisation und die Omega Research Organisation in Berlin vorlegten. Die Zahl der Firmen, die solche Folterwerkzeuge herstellten und vertrieben, habe von 28 vor zehn Jahren auf heute mehr als 130 zugenommen. Chinas Regierung müsse Produktion und Ausfuhr solcher Gegenstände, die grausam und unmenschlich seien, sofort verbieten, sagte Mathias John von Amnesty. Für Elektroschockgeräte werde sogar Werbung gemacht. Polizeikräfte in Ghana, im Senegal, in Ägypten und in Madagaskar setzten sie ein.

Uigurischer Regimekritiker zu lebenslanger Haft verurteilt :

Der uigurische Regimekritiker Ilham Tohti ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das berichtete sein Anwalt Li Fangping westlichen Nachrichtenagenturen. Ein Volksgericht in Ürümqi, der Hauptstadt der Unruheregion Xinjiang im Nordwesten Chinas, befand den renommierten Pekinger Wirtschaftsprofessor des Separatismus für schuldig. Er weise dies entschieden zurück, soll der 44-Jährige empört ausgerufen haben, als ihn Polizisten aus dem Gerichtssaal brachten. Das Urteil fiel ungewöhnlich hart aus. Ursprünglich war eine Haftstrafe bis zu zehn Jahren erwartet worden. Tohti gilt als gemäßigte Stimme der muslimischen Minderheit der Uiguren. Der zweitägige Prozess vergangene Woche war international auf scharfe Kritik gestoßen.

Staats- und Regierungschefs kommen zum UN-Klimagipfel :

Staats- und Regierungschefs aus mehr als 100 Ländern kommen auf Einladung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu einem Klimagipfel in New York zusammen. Das Treffen soll neuen Schwung in die internationalen Klimaverhandlungen bringen. Unter anderem haben US-Präsident Barack Obama und sein französischer Kollege François Hollande ihre Teilnahme angekündigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird allerdings nicht dabei sein, sie hat Umweltministerin Barbara Hendricks und Entwicklungsminister Gerd Müller nach New York geschickt. Die Veranstaltung soll einem angestrebten Weltklimavertrag für über 190 Staaten den Weg ebnen. Dieser Vertrag soll Ende 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden und 2020 nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls in Kraft treten. Ziel ist eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf zwei Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema