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Nachrichten

23.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Am zweiten Tag seines Deutschlandbesuchs trifft Papst Benedikt XVI. mit Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zusammen. Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider erhofft sich von dem Ökumenetreffen in Erfurt neue Impulse für die Annäherung beider Konfessionen. Mit konkreten Vereinbarungen sei zwar nicht zu rechnen, sagte Schneider im Deutschlandfunk. Aber es sei auch nicht so, dass sich die Delegationen "einfach nur freundlich" begegneten. Man müsse bei den Erwartungen an einen solchen Besuch das richtige Maß finden. Das ökumenische Gespräch findet in dem Augustinerkloster statt, in dem der spätere Reformator Martin Luther als katholischer Mönch gelebt hat. Es gilt als einer der Höhepunkte des viertägigen Besuchs von Benedikt XVI. in seiner deutschen Heimat. Im Anschluss feiert der Papst zusammen mit den Protestanten einen ökumenischen Wortgottesdienst. Am Donnerstag hatte Benedikt in einer Rede vor dem deutschen Bundestag die Abgeordneten aufgefordert, ihrer Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit nachzukommen. Am Abend feierte er vor 61.000 Menschen eine Messe im Berliner Olympiastadion. In seiner Predigt appellierte er an die Gläubigen, trotz der Missbrauchsfälle und anderer Missstände nicht aus der Kirche auszutreten.

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Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will an diesem Freitag noch vor seiner mit Spannung erwarteten Rede vor der UN-Vollversammlung eine Vollmitgliedschaft der Palästinenser bei den UN beantragen. Dies teilte der palästinensische Gesandte bei den Vereinten Nationen, Rijad Mansur, der Nachrichtenagentur AFP mit. Ban muss den Aufnahmeantrag dann an den Sicherheitsrat weiterleiten. Dort müssen mindestens neun der 15 Mitglieder dafür votieren, zudem darf keine der fünf Vetomächte dagegen stimmen. Die USA kündigten allerdings bereits ihr Veto an. Bei einem Scheitern ihres Antrags wollen die Palästinenser versuchen, in der Vollversammlung zumindest einen aufgewerteten Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedsstaat zu erreichen. Die diplomatischen Bemühungen hinter den Kulissen, um die Palästinenser von ihrem Vorhaben abzubringen und die Nahost-Gespräche wieder anzuschieben, gehen weiter.

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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat bei seinem Auftritt vor der UN-Generalversammlung mit anti-israelischen und anti-amerikanischen Tiraden erneut für einen Eklat gesorgt. Der Politiker zog wenige Tage nach dem zehnten Jahrestag die Hintergründe der von Al-Kaida-Extremisten begangenen Anschläge vom 11. September 2001 in Zweifel und nannte die Anschlagserie mit fast 3000 Toten "mysteriös". Die USA, die er als "arrogante Macht" bezeichnete, überzögen all diejenigen mit Sanktionen und Krieg, die den Holocaust leugneten und die Anschläge des 11. September hinterfragten, sagte Ahmadinedschad. Aus Protest gegen die Rede verließen zunächst die amerikanische und kurz darauf zahlreiche weitere westliche Delegationen, darunter die deutsche, den Saal der Vollversammlung. Ahmadinedschad hat in der Vergangenheit wiederholt zur Zerstörung Israels aufgerufen.

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Die Finanzminister und Notenbankchefs der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer -G20- haben eine kraftvolle und koordinierte Antwort auf die neuen finanzpolitischen Herausforderungen angekündigt. Angesichts der europäischen Schuldenkrise und des schwachen Wirtschaftswachstums in den USA und anderen Ländern verpflichte man sich, alle notwendigen Maßnahmen zum Erhalt eines stabilen Bankensystems einzuleiten, hieß es in einer Erklärung vor Beginn der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. Die neue IWF-Direktorin Christine Lagarde hatte bei dem Treffen in Washington zuvor eine stärkere Zusammenarbeit der Staaten in der Schuldenkrise gefordert. Sie sagte, die Weltwirtschaft sei in eine gefährliche Phase eingetreten. Die Schuldenlast könnte den Wiederaufschwung abwürgen. Auch Weltbankpräsident Robert Zoellick zeigte sich besorgt über die globale Wirtschaft. Die Halbjahrestagung von IWF und Weltbank über die Schuldenkrise in Europa beginnt offiziell an diesem Freitag.

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Die griechische Bevölkerung setzt sich mit Streiks und Protesten gegen die verschärften Sparmaßnahmen der Regierung zur Wehr. Neben den Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr legten am Donnerstag erneut auch Taxifahrer und Fluglotsen ihre Arbeit nieder. Der unter Druck von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) stehende Ministerpräsident Giorgos Papandreou forderte unterdessen weitere Opfer der Bevölkerung, um eine Pleite in Griechenland zu vermeiden.- Finanzminister Evangelos Venizelos bezeichnete die Lage als "extrem kritisch". Es herrsche große Nervosität in der Eurozone, dem europäischen Bankensystem und der Weltwirtschaft, sagte er.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Wechsel aus Wolken und heiteren Abschnitten, dabei meist trocken. Besonders im Südwesten auch längerer Sonnenschein. Höchstwerte zwischen 15 und 20 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag nach Auflösung von Frühnebel meist heiter und trocken. Die Tagestemperaturen steigen auf Werte zwischen 18 und 21 Grad.

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