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Nachrichten

23.08.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der libanesischen Polizei einen Stützpunkt der Palästinenser südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Der Einsatz sei eine Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Libanon vom Donnerstag, teilte die israelische Armee mit. Die Kampfflugzeuge hätten eine "Terrorstätte" der "Volksfront zu Befreiung Palästinas" in Naame zwischen Beirut und Sidon angegriffen und direkte Treffer verzeichnet. Nach Angaben der Volksfront, die enge Beziehungen zum Iran und der radikalislamischen Hisbollah unterhält, richtete der Beschuss keine großen Schäden an. Wenige Stunden zuvor waren erstmals seit zwei Jahren mehrere Raketen aus dem Libanon auf Israel abgefeuert worden. Zwei davon seien in bewohntem Gebiet niedergegangen, ohne jemanden zu verletzen, teilten die israelischen Streitkräfte mit. Eine weitere Rakete konnte abgefangen werden. Die Verantwortung für die Raketenangriffe übernahm inzwischen eine Gruppe namens Abdulah-Assam-Brigaden.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat ernsthafte Konsequenzen für den Fall gefordert, dass sich ein Einsatz von Chemiewaffen im Bürgerkrieg in Syrien nachweisen lasse. Ein solcher Einsatz stelle unter allen Umständen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, sagte Ban am Rande eines Besuchs in Südkorea. Frankreichs Außenminister Laurent Fabius drohte indirekt mit einem militärischen Eingreifen. Ban erklärte, er habe seine Hohe Vertreterin für Abrüstung, Angela Kane, nach Damaskus entsandt, um den Vorwürfen nachzugehen. Die UN haben inzwischen bei Staatschef Baschar al-Assad auch formell den Antrag gestellt, den UN-Inspektoren Zugang zu den betroffenen Gebieten zu gewähren. Das US-Außenministerium erklärte, es könne Berichte über einen Giftgaseinsatz derzeit nicht bestätigen. Präsident Barack Obama habe die Geheimdienste aufgefordert, bei der Klärung der Vorwürfe mitzuhelfen. - Die syrische Opposition wirft der Armee vor, bei einem Giftgas-Angriff am Mittwoch bis zu 1300 Menschen in Vororten von Damaskus getötet zu haben.

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Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien sind rund eine Million Kinder vor der Gewalt ins Ausland geflüchtet. Minderjährige machten damit die Hälfte aller syrischen Flüchtlinge aus, teilten das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, und das Flüchtlingskommissariat UNHCR mit. Fast eine Dreiviertel Million seien unter elf Jahren. Die Zahl der Kinder, die innerhalb Syriens als sogenannte Binnenvertriebene auf der Flucht sind, schätzen die Organisationen auf zwei Millionen. Etwa 7000 Kinder seien in dem seit zweieinhalb Jahren andauernden Konflikt getötet worden.

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Nach der Haftentlassung des langjährigen Ex-Diktators Hosni Mubarak steht Ägypten vor neuen Unruhen. Mehrere liberale und linke Gruppen rufen dazu auf, gegen die Freilassung des 85-Jährigen aus dem Gefängnis zu protestieren. Gleichzeitig wollen auch Anhänger der unter Mubarak unterdrückten Muslimbruderschaft und anderer Islamisten-Gruppen auf die Straßen gehen, um am "Freitag der Märtyrer" gegen die Militärs und für die Freilassung ihres gewählten Präsidenten Mohammed Mursi zu demonstrieren. Es werden neue blutige Ausschreitungen in dem zerrütteten Land befürchtet. - Mubarak war am Donnerstag in ein Militärkrankenhaus gebracht worden, in dem er unter Hausarrest steht.

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Der US-Unteroffizier Robert Bales hat sich für das von ihm im Jahr 2012 begangene Massaker mit 16 Toten in Afghanistan entschuldigt. Seine Bluttat sei ein "feiger Akt hinter einer Maske aus Angst" und er wünsche sich sehr, dies "ungeschehen machen zu können", sagte der Feldwebel bei einer Anhörung vor einem Militärgericht auf dem Stützpunkt Lewis-McChord im Bundesstaat Washington. Er habe sich auch bei den Angehörigen der Opfer und bei der Armee entschuldigt, berichtete eine Lokalzeitung am Donnerstag. Der heute 40-Jährige hatte sich bereits im Juni des 16-fachen Mordes und sechsfachen Mordversuches schuldig bekannt. - Mit dem Schuldbekenntnis vermied der Amerikaner einen Prozess, in dem ihm die Todesstrafe gedroht hätte. Jetzt könnte er zu lebenslanger Haft verurteilt werden.

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