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Nachrichten

23.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Einen Tag vor dem Besuch von Griechenlands Regierungschef Antonis Samaras in Berlin ist in Deutschland die Debatte über den weiteren Umgang mit Athen wieder voll entbrannt. So lehnte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) eine zeitliche Streckung der Reformen in Griechenland ab. Auch die Chefin der Linkspartei, Katja Kipping, warnte vor Zugeständnissen an Athen. Dagegen zeigte sich SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier kompromissbereit. Samaras selbst versprach Deutschland die Rückzahlung aller bisher gewährten Kredite. Zugleich forderte er nochmals mehr Zeit für die Umsetzung von Reformen. Samaras kritisierte Forderungen deutscher Politiker nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Gegen solche Forderungen hatte sich am Mittwoch in Athen auch Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker gestellt. - Bundeskanzlerin Merkel empfängt an diesem Donnerstag den französischen Präsidenten Hollande. Auch dabei geht es um Griechenland und die Eurokrise insgesamt. Nach Medienberichten suchen Experten beider Länder nach Möglichkeiten, Athen mehr Zeit für Reformen zu geben.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will trotz des Widerstandes der USA und Israels an einem Gipfel der blockfreien Schwellenländer in der kommenden Woche im Iran teilnehmen. Wie ein UN-Sprecher erklärte, wird er dabei die Sorgen der internationalen Gemeinschaft zur Sprache bringen - etwa über das iranische Atomprogramm sowie die Lage in Syrien. Unterdessen berichten die nordkoreanischen Staatsmedien, auch die Führung in Pjöngjang entsende einen Vertreter zum Gipfel der Blockfreien. Teilnehmen werde der Parlamentspräsident und formelle Staatschef Kim Yong Nam. Sowohl Nordkorea als auch der Iran stehen wegen ihrer Atomprogramme international in der Kritik und sind mit weitreichenden Sanktionen belegt.

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Nach einem Telefonat haben der britische Premierminister David Cameron und US-Präsident Barack Obama gemeinsam die syrische Führung vor einem Einsatz von Chemiewaffen gegen Rebellen gewarnt. Ein solcher Schritt würde London und Washington zwingen, ihr bisheriges Verhalten zu überdenken, teilte Camerons Büro mit. Obama hatte am Montag erstmals offen mit einem militärischen Eingreifen in Syrien gedroht, sollte das Regime von Staatschef Baschar al-Assad chemische Waffen einsetzen. Cameron sagte ferner der gegen Assad kämpfenden Opposition die weitere Unterstützung durch den Westen zu. Am Mittwoch hatte die syrische Armee mehrere Großangriffe auf Rebellen in der Hauptstadt Damaskus und in Aleppo gestartet und dabei laut Aktivisten mehr als hundert Menschen getötet. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete zudem von einem Massaker in Damaskus, bei dem mehr als 40 Zivilisten getötet worden seien.

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Der Deutsche Ethikrat beschäftigt sich an diesem Donnerstag mit dem Thema Beschneidung minderjähriger Jungen aus religiösen Gründen. In der öffentlichen Sitzung in Berlin werden mehrere Ratsmitglieder strafrechtliche, religiös-kulturelle, medizinische und ethische Aspekte der Beschneidung in den Blick nehmen und im Plenum zur Diskussion stellen. Das Kölner Landgericht hatte Ende Juni die Beschneidung von Jungen als strafbare Körperverletzung gewertet, selbst wenn die Eltern einwilligten. Unter Juden und Muslimen sorgte das Urteil weltweit für Kritik und Verunsicherung. Der Ethikrat ist ein unabhängiges Sachverständigengremium. Die 26 Mitglieder werden je zur Hälfte von Bundesregierung und Bundestag vorgeschlagen und vom Bundestagspräsidenten berufen.

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Nach einer vier Monate langen Zitterpartie hat die US-Wettbewerbsbehörde den Kauf des Fotodienstes Instagram durch Facebook genehmigt. Dafür erhalten die Instagram-Gründer Bargelder und Facebook-Aktien im Wert von rund 740 Millionen Dollar. Als Kaufpreis waren ursprünglich rund eine Milliarde Dollar vereinbart. Durch den schwachen Börsenstart von Facebook verloren die Aktien des sozialen Netzwerkes aber bereits massiv an Wert. Über Instagram lassen sich mit dem Smartphone geschossene Fotos mit wenigen Klicks im Bekanntenkreis teilen. Instagram kooperiert dabei neben Facebook auch mit Twitter oder dem Miniblog-Dienst Tumblr. Der Fotodienst soll bis auf Weiteres in seiner jetzigen Form bestehen bleiben.

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