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Nachrichten

23.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:20

Nachrichten von Samstag, 23. Juli 2016 – langsam gesprochen als MP3

Attentäter von München war 18-jähriger Deutsch-Iraner:

Bei dem Todesschützen von München handelt es sich laut Polizei um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner. Er habe allein gehandelt, hieß es weiter. Der mutmaßliche Täter hatte in einem Münchner Einkaufszentrum neun Menschen erschossen und 16 weitere verletzt, drei von ihnen schwer. Seine Leiche wurde in der Nähe des Einkaufszentrums am Olympiapark aufgefunden. Er soll sich selbst getötet haben. Über die Hintergründe der Tat, die die bayerische Landeshauptstadt den ganzen Freitagabend lahmgelegt hatte, machte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä keine Angaben. Dazu seien weitere Ermittlungen nötig. Am Morgen durchsuchte die Polizei eine Wohnung im Stadtteil Maxvorstadt. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde weiträumig abgesperrt, Ermittler trugen Kartons aus dem Haus.

Bundessicherheitskabinett kommt nach Münchner Anschlag zusammen:

Nach dem Anschlag in München kommt an diesem Samstag das Bundessicherheitskabinett in Berlin zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Dem Gremium unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehören auch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Innenminister Thomas de Maizière (CDU), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an. Gegebenenfalls können weitere Minister und Vertreter der Sicherheitsbehörden hinzukommen. De Maizière unterbrach nach Angaben seines Ministeriums bereits zum zweiten Mal in dieser Woche seinen Urlaub und flog aus den USA zurück nach Berlin.

Offenbar starker Anstieg der Asylanträge von unbegleiteten Jugendlichen:

Die Zahl der Asylanträge von unbegleiteten Jugendlichen ist deutlich gestiegen. Bis Ende Juni seien bundesweit schon mehr als 17.000 Asylanträge aus dieser Gruppe registriert worden, berichtet der Hessische Rundfunk (hr). Dies geht laut hr auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine "Kleine Anfrage" der Grünen-Fraktion hervor. Das seien rund sechs Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Demnach wurde in diesem Jahr aber erst über knapp 3000 Anträge entschieden - in den meisten Fällen positiv. In 89,2 Prozent der Fälle wurde den Jugendlichen Asyl gewährt. Die Bearbeitung der Anträge dauert laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge derzeit mehr als sieben Monate.

Seehofer: "Zuwanderer in Deutschland stärker kontrollieren":

Nach dem Axt-Angriff auf Zugreisende in Würzburg hat der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer gefordert, Flüchtlinge stärker zu kontrollieren. "Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern müssen sich die Flüchtlinge genauer anschauen, damit sich solche schlimmen Dinge wie in Würzburg nicht wiederholen", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe noch vor der Schießerei in einem Münchner Einkaufszentrum. "Wir müssen uns sicher sein, dass keine Verbindungen zum 'Islamischen Staat' bestehen", sagte der bayerische Ministerpräsident. Am Montagabend hatte ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan mehrere Menschen schwer verletzt. Er wurde auf der Flucht von der Polizei erschossen.

Clinton beruft Tim Kaine zum Kandidaten für Vizepräsidentschaft:

Die voraussichtliche Kandidatin der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahl, Hillary Clinton, hat Tim Kaine als Bewerber für den Posten als Vizepräsident benannt. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Virginia gilt als erfahrener Polit-Profi, der wegen seiner Spanisch-Kenntnisse auch die bedeutende Wählergruppe mit lateinamerikanischer Abstammung erreichen kann. "Ich bin geehrt, ihr Vize zu sein", erklärte Kaine über Twitter. Die Demokraten werden in der kommenden Woche in Philadelphia offiziell entscheiden, wer gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump im November antreten wird.

Türkische Regierung erklärt 11.000 Pässe für ungültig:

Nach dem Putschversuch in der Türkei geht die Regierung in Ankara weiter rigoros gegen Militärs und Beamte vor, denen sie eine Unterstützung der Revolte vorwirft. Die Reisepässe von fast 11.000 Verdächtigen wurden für ungültig erklärt. Betroffen seien vor allem Pässe von Staatsbediensteten, sagte Innenminister Efkan Ala im Sender CNN Türk. Viele Inhaber der Pässe seien untergetaucht oder bereits in Polizeigewahrsam, verlautete aus Regierungskreisen. Außerdem wurden knapp 300 Soldaten der Präsidentengarde festgenommen. Die Soldaten sind Teil des Spezialkräfte-Regiments am Präsidentenpalast in Ankara.

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