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Nachrichten

23.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Wichtige Geldgeber Griechenlands sind nach Presseberichten nicht mehr bereit, weitere Kredite zu gewähren. Die "Süddeutsche Zeitung" und "Der Spiegel" schreiben, dies gelte insbesondere für den Internationalen Währungsfonds IWF. Im Sanierungsprogramm des griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras soll ein neues Loch von 50 Milliarden Euro klaffen. Aus Regierungskreisen in Berlin wird berichtet, es sei "undenkbar", dass Bundeskanzlerin Angela Merkel noch einmal vor den Bundestag trete und "um Zustimmung für ein drittes Griechenland-Paket bitte". Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sagte dem 1. Deutschen Fernsehen, er sei "mehr als skeptisch", dass Athen die Auflagen von EU und IWF erfüllen könne. Ein möglicher Austritt des Landes aus der Euro-Zone habe auch für ihn längst seinen Schrecken verloren.

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Ein Untersuchungsausschuss der japanischen Regierung hat harsche Kritik am Krisenmanagement des Atomkonzerns Tepco in Fukushima Daiichi geübt. Die Betreibergesellschaft verschleppe weiterhin die Aufklärung und versuche, das wahre Ausmaß der Schäden am havarierten Atomkomplex zu untertreiben, heißt es in einem 450 Seiten starken Bericht des zehnköpfigen Gremiums. Das Gutachten beklagt zudem einen bei Regierung, Aufsichtsbehörden und Industrie vorherrschenden "Mythos von sicherer Atomkraft", der die Katastrophe noch verschlimmert habe.

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In Syrien ringen Armee und Aufständische weiter erbittert um die Kontrolle über die Hauptstadt Damaskus und die Wirtschaftsmetropole Aleppo. In Damaskus setzte das Militär nach Angaben von Oppositionellen wieder Kampfhubschrauber und Panzer ein, um Stadtviertel aus Rebellenhand zurückzuerobern. Für Allepo erging der Befehl von Kommandeuren der Aufständischen, einzumarschieren und die Stadt zu "befreien". Tausende Menschen flohen in benachbarte Staaten. Nach Angaben des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) brachten sich binnen 48 Stunden allein aus Damaskus bis zu 30.000 Menschen in Sicherheit. - Die Außenminister der Europäischen Union beraten an diesem Montag erneut über die Lage in Syrien. Sie wollen weitere Sanktionen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad beschließen.

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Das Blutbad in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado hätte nach neuesten Ermittlungen noch schlimmere Folgen haben können. Nach einem Bericht der Zeitung "Washington Post" hatte ein Sturmgewehr des Täters eine Ladehemmung. Die halbautomatische Waffe könne 50 bis 60 Schuss pro Minute abfeuern. Der verdächtige James Holmes hatte bei seinem Amoklauf am Freitag zudem ein Jagdgewehr und eine Pistole benutzt. Zwei Tage nach dem Blutbad besuchte US-Präsident Barack Obama den Ort des Geschehens. Im Krankenhaus von Aurora traf er außerdem Überlebende sowie Angehörige der zwölf Todesopfer.

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Zum Auftakt der Welt-Aids-Konferenz in Washington haben sich Teilnehmer und Organisatoren zuversichtlich gezeigt, dass die Bekämpfung der Immunschwäche in naher Zukunft deutlich vorankommt. Besonders auf den Gebieten der Impfung und Prävention hat es nach Ansicht von Experten in jüngster Zeit entscheidende Fortschritte gegeben. Die Konferenz solle ein wichtiger Moment im Kampf gegen das HI-Virus werden, sagte der Direktor des HIV/Aids-Programms der Vereinten Nationen, Michel Sidibé zur Eröffnung des Treffens. An der sechstägigen Konferenz beteiligen sich rund 25.000 Teilnehmer.

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Mit einem "Marsch des Lebens" ist am Sonntagabend in der polnischen Hauptstadt des Beginns der Deportationen aus dem Warschauer Ghetto vor 70 Jahren gedacht worden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten jüdischen Kinder. Nur etwa 500 Kinder bis zu 15 Jahren überlebten den Holocaust im größten Ghetto Europas im Zweiten Weltkrieg. Warschau war zuvor die Stadt mit der größten jüdischen Bevölkerung Europas. Mit der so genannten Liquidierung der Ghettos setzten die Nationalsozialisten ihre Pläne zur Ermordung der europäischen Juden systematisch in die Tat um. Schätzungen zufolge wurden zwischen 250.000 und 300.000 Warschauer Juden ermordet.

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Bei Waldbränden im Nordosten Spaniens sind drei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 20 Personen seien durch die Feuer nahe der Stadt La Jonquera an der Grenze zu Frankreich verletzt worden, teilte die Regionalregierung Kataloniens mit. --- Rund 100 Kinder eines Ferienlagers wurden auf einem Militärstützpunkt in Sicherheit gebracht. Bislang wurden bis zu 13.000 Hektar Land zerstört. Eine Autobahn und eine Hochgeschwindigkeitsverbindung der Bahn mussten zeitweise gesperrt werden. - Auch in Frankreich wüteten rund um Le Perthus in den Ausläufern der Pyrenäen dutzende Brände, konnten aber größtenteils unter Kontrolle gebracht werden.

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