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Nachrichten

23.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:25

Nachrichten von Dienstag, 23. Juni 2015 – langsam gesprochen als MP3

Griechen-Krise: Weiteres Treffen am Mittwoch:

Der Euro-Krisengipfel am Montagabend hat zu keinem Durchbruch geführt. Die Finanzminister der Euroländer wollten deshalb am Mittwoch erneut zusammenkommen, kündigte EU-Ratspräsident Donald Tusk an. In Brüssel hatten die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder über neue Reformvorschläge beraten, welche die griechische Regierung kurz vor dem Treffen eingebracht hatte. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem "Beratungsgipfel". Dieser habe zwar einen "gewissen Fortschritt" gebracht, allerdings sei jetzt noch "absolut intensive Arbeit" zu leisten, so die Kanzlerin. Sie hoffe auf Ergebnisse bis zum regulären EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag. Der griechische Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis sagte, man sei in der Schuldenkrise nahe an einer Einigung. Athen droht der Staatsbankrott. Am 30. Juni läuft das europäische Hilfsprogramm für Griechenland aus.

Mindestens 30 Tote bei Selbstmordanschlag in Nigeria:

Im Nordosten Nigerias haben sich zwei jugendliche Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt und mindestens 30 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Zahl der Toten werde wahrscheinlich noch ansteigen, vermutete ein Sicherheitsbeamter nach dem Blutbad im Zentrum der Großstadt Maiduguri. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Der Anschlag trug allerdings die Handschrift der islamistischen Terrororganisation Boko Haram. Die sunnitischen Fundamentalisten verüben immer wieder Anschläge in Maiduguri und Umgebung. Sie wollen im Nordosten Nigerias einen sogenannten Gottesstaat errichten.

Europol jagt Terrormiliz IS in sozialen Netzwerken:

Mit einer neuen Spezialeinheit will die europäische Polizeibehörde Europol Nutzerkonten von Islamisten und Unterstützern der Terromiliz "Islamischer Staat" (IS) in sozialen Netzwerken aufspüren. Die wichtigsten Kanäle der IS-Propaganda müssten gestoppt werden, erklärte Europol-Direktor Rob Wainwright im niederländischen Den Haag. Falls nötig, könnten die Betreiber von sozialen Netzwerken innerhalb weniger Stunden Konten sperren. Ziel sei es, zu verhindern, dass die Terrormiliz über das Internet neue Dschihadisten in Europa rekrutiere. Ab Juli würden zunächst einmal bis zu 20 Beamte die überwiegend arabischsprachigen Meldungen von radikalen Islamisten durchforsten. Nach Schätzungen von Experten stehen allein im Kurznachrichtendienst Twitter 46.000 Accounts in Verbindung mit dem IS.

Polizei löst Sozialproteste in Armenien gewaltsam auf:

In der armenischen Hauptstadt Eriwan hat die Polizei in der Nacht zum Dienstag eine große Kundgebung gegen Armut und steigende Strompreise gewaltsam aufgelöst. Die Demonstranten wurden mit Wasserwerfern auseinandergetrieben, Sitzblockaden mit Schlagstöcken aufgelöst, wie Korrespondenten berichteten. Auch Journalisten wurden von der Polizei geschlagen. Bis zu 5000 Demonstranten waren am Montag zum Präsidentenpalast gezogen, um gegen die Regierung von Staatschef Sersch Sarkisian zu protestieren. Sie warfen ihm vor, nicht genug gegen soziale Not und Elend in dem Land zu tun.

Die Queen in Deutschland:

Queen Elizabeth II. wird an diesem Dienstag mit ihrem Mann Prinz Philip zu ihrem fünften Staatsbesuch in Deutschland erwartet. Die beiden werden bis Freitag hauptsächlich in Berlin sein, weitere Stationen sind Frankfurt am Main und die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen in Niedersachsen. Außer der Fahrt zum Hotel Adlon am Brandenburger Tor und ein paar Absperrgittern werden die Berliner wohl noch nicht viel mitbekommen vom hohen britischen Besuch. Das ändert sich am Mittwoch, wenn unter anderem eine Schiffsfahrt der Royals auf der Spree auf dem Programm steht.

UN-Bericht: Jedes Jahr sterben sechs Millionen Kinder unter 5 Jahren:

Die internationale Staatengemeinschaft tut nach Ansicht der Vereinten Nationen immer noch zu wenig im Kampf gegen Kinderarmut. Wie aus einer neuen Studie des UN-Kinderhilfswerks UNICEF hervorgeht, sterben jedes Jahr immer noch sechs Millionen Kinder unter fünf Jahren. Schätzungsweise 121 Millionen Heranwachsende gehen nicht zur Schule; 289.000 Frauen überleben die Geburt ihres Kindes nicht. Mit Blick auf die auslaufenden Millenniumsziele, die Ende des Jahres durch die Nachhaltigen Entwicklungsziele ersetzt werden sollen, hält der Bericht "Fortschritt für Kinder" aber auch Erfolge fest. So hätten Untergewicht und chronische Mangelernährung bei Kindern deutlich reduziert werden können. Seit 1990 wurde demnach die Kindersterblichkeit von weltweit 12,7 Millionen Kindern pro Jahr auf fast sechs Millionen mehr als halbiert.

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