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Nachrichten

23.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:14

Nachrichten von Montag, 23. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

ISIS-Rebellen im Irak rücken weiter vor:

Die islamistische ISIS-Miliz baut ihre Machtposition im Westirak weiter aus. Wie örtliche Medien berichten, brachte sie mehrere Ortschaften im Grenzgebiet zu Syrien und Jordanien unter ihre Kontrolle. In zwei Städten hätten die ISIS-Kämpfer 21 Menschen hingerichtet, melden Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Augenzeugen. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. Nach dem Vorrücken der sunnitischen Terrorgruppe hat Jordanien seine Streitkräfte an der Grenze zum Irak mobilisiert. Dies verlautete aus Militärkreisen in Amman. Dort hat US-Außenminister John Kerry Krisengespräche mit seinem jordanischen Kollegen Nasser Dschudeh aufgenommen. Im Anschluss will Kerry zu einem Treffen der NATO-Außenminister in Brüssel und zu Konsultationen in Paris weiterreisen. Auch die Außenminister der 28 EU-Staaten wollen über die Lage im Irak beraten.

Israel übt Vergeltung für Tod eines Jungen:

Nach dem Tod eines Jugendlichen durch syrischen Beschuss hat Israel erneut Militärstellungen in dem Nachbarland angegriffen. Neun syrische Ziele seien beschossen worden, darunter auch ein Kommandoposten, teilte die israelische Armee mit. Die Streitkräfte würden keine Versuche dulden, "die Souveränität Israels zu verletzen". Der 13-jährige Israeli war am Sonntag getötet worden. Er hatte seinen Vater auf den von Israel besetzten Golanhöhen begleitet. Ihr Fahrzeug wurde nach Militärangaben von einer Panzerabwehr-Rakete getroffen, die von Syrien aus abgefeuert worden sei. Human Rights Watch teilte unterdessen mit, dass einige syrische Rebellengruppen zunehmend Kindersoldaten einsetzten. Es seien schon 14-Jährige im Einsatz, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Extremistengruppen wie die ISIS-Miliz hätten gezielt über Bildungsprogramme Kindersoldaten angeworben. Sie würden teilweise auch für Selbstmordkommandos eingesetzt. Für den Bericht befragte Human Rights Watch 25 ehemalige und heutige Kämpfer, die als Kinder rekrutiert worden waren.

EU-Außenminister sprechen über Ukraine-Konflikt:

Im Mittelpunkt des EU-Außenminister-Treffens in Luxemburg steht an diesem Montag die Krise in der Ukraine. Dabei wollen die Minister auch ein Konzept für eine zivile Mission in dem Land verabschieden. Experten aus EU-Ländern sollen die ukrainische Polizei und Justiz bei deren Reformbemühungen unterstützen. Die USA haben Russland derweil mit neuen Sanktionen gedroht. Die Regierung in Moskau müsse die Separatisten in der Ost-Ukraine auffordern, ihre Waffen niederzulegen, erklärte das Präsidialamt in Washington. Andernfalls würden die Vereinigten Staaten mit ihren Partnern weitere Strafmaßnahmen beschließen. Trotz der ausgerufenen Feuerpause setzten die Separatisten in der Ukraine ihre Angriffe fort. Deutschland und Frankreich hatten den russischen Präsidenten Wladimir Putin zuvor aufgefordert, den Friedensplan des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko aktiv zu unterstützen.

Französische Regierung einigt sich mit Alstom-Hauptaktionär:

Die Allianz zwischen dem Energie- und Transportkonzern Alstom und dem US-Unternehmen General Electric hat die nächste Hürde genommen. Frankreich wird vom bisherigen Hauptaktionär Bouygues in den kommenden zwei Jahren zwanzig Prozent der Alstom-Anteile erwerben. Gleich nach dem Abschluss der Kooperation soll die französische Regierung ein Fünftel der Stimmrechte erhalten. Dies gaben Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg und das Unternehmen Alstom in getrennten Mitteilungen bekannt. Der französische Staat wird damit größter Alstom-Aktionär. Nur unter dieser Bedingung hatte die Regierung dem Angebot von General Electric zugestimmt. Der deutsche Siemens-Konzern und sein japanischer Verbündeter Mitsubishi waren als Verlierer aus dem Bieterwettstreit um Alstom hervorgegangen.

Mauretanischer Präsident wiedergewählt:

Mit großer Mehrheit ist in Mauretanien Amtsinhaber Mohammed Ould Abdel Aziz als Präsident des westafrikanischen Landes wiedergewählt worden. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhielt Abdel Aziz mehr als 80 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei mehr als 56 Prozent. Der Präsident hatte vier Gegenkandidaten. Große Teile der Opposition hatten die Abstimmung jedoch boykottiert. Der frühere General Abdel Aziz war vor sechs Jahren durch einen Putsch an die Macht gelangt und 2009 Präsident geworden. Seither gilt er als enger Verbündeter des Westens im Kampf gegen den Terrorismus.

WM-Ergebnisse:

Der deutschen Fußball-Elf reicht im letzten WM-Gruppenspiel ein Remis gegen die USA zum Einzug ins Achtelfinale. Die Partie der Amerikaner gegen die portugiesische Nationalmannschaft endete unentschieden mit 2 : 2. Belgien hat sich mit einem 1 : 0 gegen Russland vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Im zweiten Spiel der Gruppe H überraschte Algerien mit einem 4 : 2 gegen Südkorea. Es war der erste WM-Sieg des nordafrikanischen Landes seit 32 Jahren.

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