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Nachrichten

23.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach fast zehn Jahren Krieg in Afghanistan beginnen die USA im Juli mit dem Abzug ihrer Soldaten aus dem Land. Noch in diesem Jahr solle die Truppenstärke am Hindukusch um 10.000 Mann verringert werden, sagte Präsident Barack Obama in einer vom Fernsehen übertragenen Rede an die Nation. Bis zum Sommer 2012 sollen weitere 23.000 folgen. Dies sei der Beginn und nicht das Ende der Bemühungen, den Krieg zu beenden. Er stütze seine Entscheidung insbesondere auf Erfolge im Kampfe gegen das Terrornetzwerk Al Kaida. Gemeinsam mit Pakistan habe man die Hälfte der Al-Kaida-Führung ausschalten können. Dank der Arbeit des Geheimdienstes sei es gelungen, Osama bin Laden zu töten, den einzigen Führer, den Al Kaida je akzeptierte, so Obama weiter. Nach dem Teilabzug werde die Zahl der US- Truppen bis 2014 mit konstantem Tempo weiter zurückgefahren. Derzeit sind rund 100.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die Pläne von US-Präsident Barack Obama für einen Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan begrüßt. Westerwelle, der zur Zeit den Sudan besucht, sprach von einem klaren Bekenntnis der USA zu der international vereinbarten Strategie. Es sei wichtig, die Verantwortung für die Sicherheit schrittweise an die Afghanen zu übergeben. Deutsches Ziel bleibe es, zum Ende dieses Jahres mit dem Abzug der Bundeswehr beginnen zu können. Auf eine konkrete Angabe zur Zahl der deutschen Soldaten, die Afghanistan dann verlassen können, legte sich der FDP-Politiker jedoch nicht fest.

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Die Koalition aus Union und FDP erwägt nach Korrespondenten-berichten eine erste Stufe von Steuererleichterungen in Deutschland bereits für Anfang des kommenden Jahres. Die zweite und größere Entlastung solle dann zu Beginn des Wahljahres 2013 erfolgen, schreibt zum Beispiel die "Bild"-Zeitung. Das Kabinett wolle das Vorhaben im Gesamtvolumen von zehn Milliarden Euro noch vor der parlamentarischen Sommerpause verkünden, berichtete die Agentur DPA aus Berlin. In den Ländern rege sich aber noch Widerstand gegen solche Pläne zum jetzigen Zeitpunkt, auch bei Ministerpräsidenten der CDU. Zunächst sollen dem Vernehmen nach die unteren und mittleren Einkommen beim Steuertarif besser gestellt werden. Aus dem Finanzministerium verlautete, man "prüfe intensiv nach Spielräumen" für Steuersenkungen. Politiker von SPD und Linken sprachen von einem "Geschenk" von Bundeskanzlerin Angela Merkel, um die FDP vor dem politischen Aus zu retten.

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Nach dem Sieg des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou bei der Vertrauensabstimmung im Parlament hat sein neues Kabinett einen Sparplan für die kommenden drei Jahre beschlossen. Er sieht bis 2015 Einsparungen in Höhe von 28 Milliarden Euro vor. Die endgültigen Eckpunkte würden spätestens am Montag bekanntgegeben, meldet der staatliche Rundfunk. Laut Medienberichten sollen allein in öffentlichen Dienst 800 Millionen Euro durch Lohnkürzungen eingespart werden, neue Steuern auf bestimmte Güter könnten 2,5 Milliarden Euro bringen. Das rigorose Sparprogramm soll am Dienstag vom Parlament verabschiedet werden, was Bedingung ist für weitere internationale Kredite. - Am Mittwoch hatten sich die 155 Abgeordneten der regierenden PASOK-Partei bei dem Vertrauensvotum geschlossen hinter ihren Chef und sein neues Kabinett gestellt. Gegen Papandreou stimmten 143 Parlamentarier.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Vertrauensvotum des griechischen Parlaments für Ministerpräsident Giorgos Papandreou begrüßt. Nun sei dessen neue Regierung "am Zug" und müsse sich mit der konservativen Opposition über das geplante Sparprogramm einigen, sagte die CDU-Chefin. Merkel dämpfte zugleich Hoffnungen auf eine nennenswerte Beteiligung privater Gläubiger an einem neuen Hilfspaket. In einem Telefonat rief sie Papandreou dazu auf, Kurs zu halten und weitere Reformen anzupacken. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte, man brauche ein "zusätzliches Programm", mit dem Griechenland Zeit bis 2014 gewinne, um die erforderlichen Strukturreformen durchzuführen und Wachstum zu schaffen. Diese Frist dürfe aber nicht dazu führen, dass die Kreditinstitute, die "schöne Gewinne" mit den Staatsanleihen gemacht hätten, sich inzwischen aus dem Engagement zurückzögen, bis das Risiko allein bei der öffentlichen Hand bleibe, sagte Schäuble der Wochenzeitung "Die Zeit".

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten und im Südosten zeitweise kräftiger Regen. Dazwischen längere Aufheiterungen. Maximal 15 bis 25 Grad. --- Die weiteren Aussichten: Am Freitag unter Tiefdruckeinfluss weiter wechselhaft. Von Mosel und Main bis zur Donau eher heiter. - Am Wochenende insgesamt freundlicher.

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