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Nachrichten

23.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im Stadtstaat Bremen können SPD und Grüne mit einer deutlichen Mehrheit weiterregieren. Die Kanzlerpartei CDU musste bei der Wahl im kleinsten deutschen Bundesland massive Verluste hinnehmen und fiel sogar hinter die Grünen zurück. Die FDP ist nicht mehr in der Bremer Bürgerschaft vertreten, die Linken schafften trotz Verlusten den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Politiker von SPD und Grünen werteten den Wahlausgang als deutliches Signal für die anstehenden Wahlen in Berlin und für die nächste Bundestagswahl. – Die jüngste Hochrechnung des Landeswahlleiters in Bremen sieht die SPD von Bürgermeister Jens Böhrnsen bei 38,6 Prozent gegenüber 36,7 im Jahr 2007. Die Grünen haben demnach auf 22,5 Prozent zugelegt, also um sechs Prozentpunkte. Die Christdemokraten stehen bei 20,1 Prozent, ein Minus von 5,5 Punkten. Der Landeswahlleiter kann derzeit nur vorläufige Hochrechnungen veröffentlichen, weil das neugefasste Wahlrecht in Bremen sehr kompliziert ist. Mit einem amtlichen Endergebnis wird erst am Mittwoch oder Donnerstag gerechnet.

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Bei einem Überfall muslimischer Extremisten auf einen Stützpunkt der pakistanischen Marine in Karachi sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Ein Militärsprecher sagte, etwa zwölf schwer bewaffnete Männer hätten die Basis Mehran von drei Seiten aus attackiert. Die Kämpfe dauern an. Auf Fernsehbildern sind brennende Gebäude zu sehen. Die Angreifer schossen mindestens zwei Aufklärungsflugzeuge in Brand. Der britische Sender BBC berichtet unter Hinweis auf Augenzeugen, die verbliebenen Kämpfer hätten sich mit Geiseln in einem Gebäude verschanzt.

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Die Golfstaaten wollen vorerst nicht länger im Jemen vermitteln. Die Außenminister des Golfkooperationsrats erklärten nach einem Krisentreffen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad, sie stellten ihre Vermittlungsbemühungen vorerst ein. Zuvor hatte Jemens Präsident Ali Abdallah Saleh abermals seine Unterschrift unter ein von den Golfstaaten angeregtes Abkommen mit der Opposition verweigert. Dieses sah innerhalb von einem Monat den Rücktritt Salehs vor. Im Jemen gibt es seit Wochen Großkundgebungen gegen den seit Jahrzehnten amtierenden Präsidenten.

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Die spanischen Sozialisten von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero haben bei den Regional- und Kommunalwahlen ein historisches Debakel erlitten. Sie verzeichneten das schlechteste Ergebnis der jüngeren spanischen Geschichte und kamen nach vorläufigen Ergebnissen nur auf knapp 28 Prozent der Stimmen. Die konservative Volkspartei dagegen gewann 37 Prozent und verdrängte die Sozialisten sogar aus vielen traditionell linken Hochburgen wie etwa den Städten Sevilla und Córdoba. Regierungschef Zapatero räumte die Niederlage ein, betonte aber, vorgezogene Parlamentswahlen werde es nicht geben. Die Wahlen, zu denen 35 Millionen Spanier aufgerufen waren, standen im Schatten landesweiter Kundgebungen gegen die hohe, bei über 20 Prozent liegende Arbeitslosigkeit, die Sparpolitik, die Korruption und die Macht der Banken.

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Die Benzinpreise in Deutschland sind nach Einschätzung des Bundeskartellamts höher als sie sein müssten. Ein Gutachten der Behörde sieht den Grund dafür in der marktbeherrschenden Stellung einiger weniger Unternehmen. Kartellamtssprecher Kay Weidner sprach von "Marktstrukturen, die dem Wettbewerb abträglich" seien. Demnach diktieren fünf große Tankstellenketten bundesweit die Spritpreise. In der Untersuchung des Kartellamts ist von einem Oligopol die Rede. Demnach unterhalten die Konzerne ein enges Beobachtungs- und Meldesystem der Konkurrenz, die geheime Preisabsprachen im Hinterzimmer überflüssig machten.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Alpennähe letzter Regen, sonst überwiegend sonnig mit lockeren Wolkenfeldern und trocken. Höchstwerte 19 bis 25 Grad, an den Küsten meist 16 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag und Mittwoch viel Sonne, nur im Norden zeitweise wolkig. Temperaturen im Süden bis 27 Grad, an den Küsten jedoch frisch.

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