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Nachrichten

23.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:19

Nachrichten von Donnerstag, 23. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

EU-Parlamentspräsident Schulz drängt in der Flüchtlingspolitik zum Handeln:

Vor dem Sondergipfel zur Flüchtlingspolitik drängt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten zum Handeln. Die nationalen Regierungen in Europa hätten es seit vielen Jahren versäumt, sich auf gemeinsame Standards zu einigen, kritisierte der SPD-Politiker im deutschen Fernsehen. Schulz plädierte dafür, legale Zugangswege für die Flüchtlinge zu schaffen. Auch sollten die Grenzen schon vor der afrikanischen Küste bewacht werden. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen vom Donnerstagnachmittag an in Brüssel tagen. Dabei geht es um eine bessere Seenotrettung, den Kampf gegen Schleuser, mehr Hilfe für Ankunftsländer wie Italien und eine Kooperation mit afrikanischen Staaten.

USA: Russland baut Militärpräsenz in der Ukraine aus:

Russland baut nach US-Angaben seine Militärpräsenz in der umkämpften Ostukraine aus. Es seien zusätzliche Luftabwehrsysteme stationiert worden, erklärte US-Außenamtssprecherin Marie Harf. Außerdem sei Russland an Übungen prorussischer Separatisten beteiligt, was einen Bruch der Waffenstillstandsvereinbarung bedeute. Zudem würden zusätzliche russische Streitkräfte an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen, so die Sprecherin weiter. Der Westen und die Regierung in Kiew werfen Russland seit langem vor, die Rebellen im Osten der Ukraine militärisch zu unterstützen. Die Regierung in Moskau hat dies wiederholt zurückgewiesen. Seit Februar ist eine Waffenruhe in Kraft, die allerdings brüchig ist.

Türkei zieht Botschafter aus Wien ab:

Nach der österreichischen Parlamentserklärung zum "Völkermord" an den Armeniern hat die Türkei ihren Botschafter aus Wien zurückbeordert. Die Beziehungen beider Länder seien beschädigt worden, teilte das Außenministerium in Ankara mit. Das Parlament in Wien hatte die Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren einen Völkermord genannt. Nach Darstellung der Armenier starben damals bis zu 1,5 Millionen Armenier im Zuge einer gezielten Vernichtungskampagne. Österreich-Ungarn zählte im Ersten Weltkrieg wie auch Deutschland zu den Verbündeten des Osmanischen Reichs. Die Türkei als Nachfolgestaat des Osmanischen Reichs lehnt die Bezeichnung "Völkermord" vehement ab. In Berlin gedenken an diesem Donnerstag die katholische und evangelische sowie die armenische Kirche in einem ökumenischen Gottesdienst der Ereignisse. Bundespräsident Joachim Gauck wird dabei eine Rede halten, in der er auf die Debatte über die Bewertung des Schicksals der Armenier im Osmanischen Reich als "Völkermord" eingehen dürfte.

Korruptionsaffäre kostet Petrobras 1,9 Milliarden Euro:

Der von einem Korruptionsskandal betroffene brasilianische Ölriese Petrobras hat hat im vergangenen Jahr Verluste in Höhe von 21,6 Milliarden Reais (6,7 Mrd Euro) verbucht. Wie das staatlich kontrollierte Unternehmen in Rio de Janeiro weiter mitteilte, verursachte allein eine Bestechungsaffäre ein Minus von 6,2 Milliarden Reais. Bei der Affäre geht es um Korruption in Milliardenhöhe, bei der Firmen jahrelang im Gegenzug für Petrobras-Aufträge Schmiergelder gezahlt haben sollen, die zum Teil auch an Parteien flossen. In den Skandal sind auch Regierungskreise verstrickt. Unter anderem befinden sich drei ehemalige Abgeordnete sowie der Schatzmeister der Arbeiterpartei (PT) von Staatschefin Dilma Rousseff in Haft. Die erst im Oktober vergangenen Jahres wiedergewählte Präsidentin war von 2003 bis 2010 Vorsitzende des Verwaltungsrates von Petrobras. Obwohl gegen sie persönlich keine Verdachtsmomente vorliegen, erwägen Oppositionelle, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff einzuleiten.

Papst Franziskus will Kuba besuchen:

Papst Franziskus will im September Kuba besuchen. Von dort werde er in die USA weiterreisen, wie der Vatikan mitteilte. In dem sozialistischen Karibikstaat wurde die Nachricht über den geplanten Besuch mit Begeisterung aufgenommen. Bei der jüngst eingeleiteten Annäherung zwischen Havanna und Washington soll der aus Argentinien stammende Papst eine entscheidende Rolle gespielt haben. Mit Papst Benedikt XVI. hatte das letzte Mal im März 2012 ein Oberhaupt der katholischen Kirche Kuba besucht. Dessen Vorgänger Johannes Paul II. war im Jahre 1998 als erster Papst nach Kuba gereist. In den Jahren danach erlebte der katholische Glaube eine neue Blüte auf der Karibikinsel.

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