23.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 23.04.2014
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Nachrichten

23.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:21

Nachrichten von Mittwoch, 23. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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In der Ukraine setzen die Regierungstruppen den über Ostern unterbrochenen Einsatz im Osten des Landes fort. Der "Anti-Terror-Einsatz" laufe in vollem Umfang wieder an, erklärte Übergangspräsident Alexander Turtschinow in Kiew. In mehreren Orten der Ostukraine halten moskautreue Separatisten Verwaltungsgebäude besetzt. In der Stadt Slowjansk nahmen bewaffnete prorussische Kräfte nach Medienberichten einen US-Journalisten gefangen. US-Vizepräsident Joe Biden stärkte bei einem Besuch in Kiew der prowestlichen Führung der Ukraine demonstrativ den Rücken.

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Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat neue Bedingungen für eine Fortsetzung des Friedensprozesses mit Israel gestellt und mit einer Auflösung der Palästinensischen Autonomiebehörde für den Fall gedroht, dass sie nicht erfüllt würden. Israel müsse sich zu einem Einfrieren des Siedlungsbaus im Westjordanland und dem Ostteil Jerusalems für die Zeit weiterer Verhandlungen verpflichten, forderte Abbas vor Journalisten in Ramallah. Zudem müssten die Verhandlungen sich zunächst auf die Grenzziehung eines künftigen Palästinenserstaates konzentrieren. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erklärte dazu, Abbas stelle einmal mehr unter Beweis, dass er keine Fortsetzung des Friedensprozesses wolle.

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Inmitten anhaltender Gebietsstreitigkeiten über Inselgruppen haben China, Japan und mehr als zehn andere asiatische Staaten ein Abkommen über die Sicherheit im Schiffsverkehr in der Region unterzeichnet. Die Vereinbarung solle zur Vermeidung von "Situationen, die zu Konflikten auf vielbefahrenen Seestraßen führen könnten", beitragen, berichtet die staatliche chinesische Tageszeitung "China Daily". Laut dem Bericht traten auch die USA dem Abkommen bei. An diesem Mittwoch wird US-Präsident Barack Obama in Japan erwartet, der ersten Station seiner einwöchigen Asienreise. Die USA warnen immer wieder vor einer Eskalation der Inselstreitigkeiten, in die auch Südkorea verwickelt ist. Im Konflikt zwischen Tokio und Peking geht es um eine Inselgruppe, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt wird. Sie wird von Tokio kontrolliert und liegt in fischreichen Gewässern, in der Umgebung werden größere Öl- und Gasvorkommen vermutet. Der Streit spitzte sich im November zu, nachdem China eine Luftverteidigungszone über den Inseln ausgerufen hatte.

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Gut sieben Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist es im Stranddistrikt Copacabana der Metropole Rio de Janeiro zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern eines Elendsviertels und der Polizei gekommen. Dabei wurde ein junger Mann durch Schüsse getötet. Die Demonstranten schleuderten Flaschen und Sprengsätze auf die Einsatzkräfte. Im Vorfeld der WM geht die Polizei in den Favelas von Rio mit zunehmender Härte gegen Kriminelle und Drogenbanden vor. Immer wieder kommt es dabei zu Zusammenstößen mit Einwohnern. Brasilien rechnet während der Fußball-WM vom 12. Juni bis 13. Juli mit 600.000 ausländischen Touristen. In Rio, einem von zwölf Austragungsorten, findet unter anderem das Endspiel statt. 2016 werden in Rio außerdem die Olympischen Sommerspiele ausgetragen, die ersten in Südamerika.

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Nach dem Lawinenunglück am Mount Everest mit 16 Toten haben mehrere internationale Expeditionen ihren Aufstieg abgebrochen. Außerdem wollten zahlreiche nepalesische Bergsteiger, die für die meisten Tourengeher unerlässlich sind, aus Respekt vor ihren ums Leben gekommenen Kollegen aus dem Basislager absteigen. Die Sherpas hätten abgestimmt, dass sie absteigen möchten, erklärte Ed Marzec, dessen US-Expedition bei dem Unglück drei Bergführer verloren hatte. Alle 16 Tote waren Sherpas, geborgen wurden bislang erst 13 Leichen. Die nepalesische Regierung, für die die großen Expeditionen aus aller Welt eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes sind, will den Streik noch abwenden. Der Tourismusminister und Vertreter von Bergsteigergruppen wollen am Donnerstag ins Basislager fliegen, um die Sherpa umzustimmen, teilte der Verband der Tourenexpeditionen in Kathmandu mit.

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