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Nachrichten

23.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Birma haben Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und die neu ins Parlament gewählten Mitglieder ihrer Partei die erste Sitzung im Parlament boykottiert. Wegen eines Streits um die von den Abgeordneten abzulegende Eidesformel war zur Eröffnung kein Mitglied der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) anwesend. Suu Kyi und die anderen 36 Abgeordneten weigern sich zu schwören, die Verfassung zu "schützen", die nach ihrer Auffassung die Machtfülle der Streitkräfte festschreibt. Sie wollen die Verfassung bestenfalls "respektieren" und verlangen eine Änderung des Amtseids. Hoffnungen auf ein Einlenken von Präsident Thein Sein schienen sich zunächst nicht zu erfüllen. Bei einem Besuch in Japan wurde er mit den Worten zitiert, Suu Kyi müsse selbst entscheiden, ob sie im Parlament sitzen wolle oder nicht. Der Ex-General bekannte sich jedoch auch zum Reformkurs und zur Kooperation mit der Friedensnobelpreisträgerin.

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Die Europäische Union setzt angesichts der demokratischen Schritte in Birma ihre Sanktionen gegen das südostasiatische Land weitgehend aus. Wegfallen sollen zum Beispiel verschiedene EU-Einfuhrverbote sowie die Einreiseverbote für das Führungspersonal der Regierung in Birma. Den Beschluss wollen die EU-Außenminister an diesem Montag bei ihrem Treffen in Luxemburg fällen. Bestehen bleiben soll allerdings das Exportverbot für Waffen.

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In Frankreich hat der sozialistische Herausforderer Francois Hollande erwartungsgemäß die erste Runde der Präsidentschaftswahl vor Amtsinhaber Nicolas Sarkozy gewonnen. Nach Angaben des Innenministeriums in Paris kam Hollande auf 28,6 Prozent und eroberte dabei auch eine Reihe konservativer Hochburgen. Staatschef Sarkozy erhielt demzufolge 27,1 Prozent der Stimmen. Für die große Überraschung des Wahlabends sorgte die Kandidatin Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National mit spektakulären 18 Prozent. Die Entscheidung fällt nun in der Stichwahl am 6. Mai. Meinungsumfragen sahen bislang den Sozialisten Hollande als klaren Sieger.

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Zwischen Ägypten und Israel gibt es neue Spannungen. Die nationalen ägyptischen Gasversorger kündigten an, das Lieferabkommen mit Israel aufzukündigen. Vertragliche Vereinbarungen seien nicht eingehalten worden, hieß es in Kairo zur Begründung. Aus dem Ölministerium verlautete ferner, die Lieferungen würden auch wegen der häufigen Anschläge auf die Pipeline an der Sinai-Halbinsel eingestellt. Die Verbindung war mehrfach das Ziel von Sabotageakten vermutlich islamistischer Gruppen. Ägypten liefert bislang rund 40 Prozent des israelischen Gasbedarfs. Regierungsvertreter in Israel haben bereits vor möglichen Engpässen bis hin zu Stromausfällen im Sommer gewarnt.

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In einer Phase wachsender Spannungen wegen umstrittener Gebiete im Südchinesischen Meer hat Vietnam ein gemeinsames Manöver mit der US-Marine begonnen. Drei Schiffe der siebten US-Flotte trafen im zentralvietnamesischen Da Nang ein. Ungeachtet chinesischer Kritik sollen 1400 amerikanische Soldaten fünf Tage lang zusammen mit den Vietnamesen Rettungs- und Noteinsätze trainieren. Militärische Übungen sind nicht geplant. Vietnam, China, die Philippinen und andere Staaten erheben jeweils Ansprüche auf Teile des Südchinesischen Meers. --- Vergangene Woche hatten die Amerikaner zusammen mit der Marine der Philippinen eine Übung durchgeführt.

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Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat eine weitere Öffnung der Märkte seines Landes angekündigt. Bei der Eröffnung der Hannover Messe sagte Wen, die Industrialisierung seines Landes sei noch lange nicht zu Ende und biete noch enorme Chancen für ausländische Unternehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die deutschen Konzerne zum Auftakt der Industrie-Schau in Hannover auf, in ihrer Innovationskraft nicht nachzulassen. Mit einem gemeinsamen Rundgang eröffnen Merkel und Wen an diesem Montag die Hannover Messe auch für das Publikum. China ist in diesem Jahr Partnerland der Schau, bei der über 5.000 Firmen ihre Produkte ausstellen.

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