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Nachrichten

23.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:51

Nachrichten von Mittwoch, 23. März 2016 – langsam gesprochen als MP3

Belgische Medien: Attentäter von Brüssel identifiziert:

Bei der Fahndung nach den Anschlägen in Brüssel gibt es einen ersten Erfolg. Belgische Medien melden, die Attentäter seien identifiziert. Die beiden mutmaßlichen Selbstmordattentäter, die vermutlich mit einem dritten noch flüchtigen Partner am Flughafen der belgischen Hauptstadt die Anschläge verübten, waren nach einem Bericht des Senders RTBF Brüder. Sie seien polizeibekannt gewesen. Auch die Identität des Komplizen ist laut einem Zeitungsbericht geklärt. Spezialeinheiten durchsuchten bis zum frühen Mittwochmorgen Gebäude in der Brüsseler Stadtgemeinde Schaerbeek. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden in einer Wohnung eine Flagge der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sowie ein Sprengsatz mit Nägeln und chemische Substanzen gefunden. Der IS bekannte sich zu den Anschlägen auf den Flughafen und eine U-Bahn-Station. Dabei waren am Dienstag mindestens 34 Menschen getötet und etwa 230 verletzt worden.

Gauck mahnt in China Menschenrechte an:

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Staatsbesuch in China für Menschenrechte und Demokratie geworben. Vor Studenten in Shanghai sagte Gauck, das menschliche Verlangen nach Freiheit werde sich immer wieder Bahn brechen. Individuelle Freiheitsrechte könnten nicht dauerhaft durch materielle Güter oder gesellschaftlichen Status ersetzt werden. Der Bundespräsident erinnerte in seiner Rede auch an die deutsche Geschichte. Erst nach der Katastrophe des Nationalsozialismus habe sich Deutschland für unveräußerliche Menschenrechte, Gewaltenteilung und Volkssouveränität geöffnet. Vertrauen wachse aus Berechenbarkeit und den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, sagte Gauck. Soziale Gerechtigkeit stärke die Stabilität der Gesellschaft und den inneren Frieden.

US-Präsident Obama beendet historischen Kuba-Besuch:

US-Präsident Barack Obama hat seinen historischen Besuch auf Kuba beendet. Zum Abschluss sah er sich gemeinsam mit Staatschef Raúl Castro ein Baseballspiel der kubanischen Nationalmannschaft gegen ein Team aus Florida an. Vor der Partie gab es eine Schweigeminute für die Opfer der Terror-Attacken von Brüssel. In einer Rede an das kubanische Volk hatte Obama zuvor betont, er wolle mit seinem Besuch "die Überbleibsel des Kalten Krieges beerdigen". Während seines Besuchs hatte sich der US-Präsident auch mit 13 Dissidenten getroffen. Anschließend reiste er weiter nach Argentinien, dessen neuer liberaler Staatschef Mauricio Macri die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA verbessern will.

US-Vorwahlen: Trump und Clinton setzen sich ab:

Bei den Vorwahlen in den USA haben Donald Trump und Hillary Clinton ihre Favoritenrolle im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur erneut bestätigt. Beide siegten klar im Bundesstaat Arizona. Der Republikaner Trump gewann mit großem Vorsprung vor seinem schärfsten Widersacher, Senator Ted Cruz aus Texas. Bei den Demokraten konnte sich die frühere Außenministerin Clinton von ihrem Kontrahenten Bernie Sanders absetzen, auch wenn dieser durch klare Siege in Idaho und Utah leicht aufholen konnte. Die Republikaner wählten ebenfalls im Mormonenstaat Utah, wo eine klare Mehrheit für den erzkonservativen Cruz stimmte. Die Parteitage, auf denen die Kandidaten nominiert werden, finden im Juli statt.

Somalia meldet Erfolg im Kampf gegen Al-Shabaab:

Die somalische Armee hat nach eigenen Angaben 65 Kämpfer der islamistischen Miliz Al-Shabaab getötet. Bei den Gefechten in der halbautonomen Region Puntlant im Nordosten des Landes seien in den vergangenen Tagen zudem mehr als 30 Kämpfer gefangengenommen worden, erklärte ein lokaler Armeechef. Der Informationsminister von Puntlant, Mohamud So'ade, sprach sogar von mehr als 160 Toten auf Seiten der Terroristen und über 100 gefangenen Shabaab-Mitgliedern. Die Opferzahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Al-Shabaab kämpft seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates in Somalia.

Liberia macht Grenze wegen Ebola dicht:

Wegen neuer Ebola-Fälle im westafrikanischen Guinea hat Liberia seine Grenze zu dem Nachbarland geschlossen. Es handele sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme", erklärte Informationsminister Eugene Nagbe. Zuvor hatten die Behörden in Guinea mitgeteilt, dass dort mehrere Menschen an dem Virus gestorben seien - drei Monate nachdem das Land für Ebola-frei erklärt worden war. Fast 1000 Menschen, die vorher Kontakt zu den Opfern hatten, stünden unter medizinischer Beobachtung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits vor einem Wiederaufflammen der Krankheit in Westafrika gewarnt. Auch im benachbarten Sierra Leone ist die Seuche Anfang Januar erneut ausgebrochen.

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